Deutschland
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Knaller-Idee: Dieser Wissenschaftler will Atomwaffen für Deutschland

Dieser Tage fürchtet man in Europa, dass man bald alleine darsteht. Seitdem Donald Trump Präsident ist und regelmäßig an den Grundfesten der Nato rüttelt, ist nicht mehr so ganz klar: Können wir uns eigentlich im Bereich Verteidigung noch auf die USA verlassen?

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die ersten panischen Stimmen eine neue Verteidigungspolitik fordern. In einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag" geht der Politikwissenschaftler Christian Hacke dabei sogar besonders weit.

Er forder eine atomare Bewaffnung für Deutschland.

Seine Argumentation: Die Bundesrepublik müsse erstmals seit 1949 ohne nuklearen Schutzschirm der USA auskommen, schreibt Hacke.

Hacke behauptet:

"Deutschland ist im extremen Krisenfall heute schutzlos."

wams

Deshalb solle die Bundesrepublik "zukunftsorientiert denken und handeln", damit "jeder potentielle Angreifer nuklear abgeschreckt werden" könne. Hacke lehrte an der Universität der Bundeswehr in Hamburg und an der Universität Bonn. 2008 wurde er emeritiert.

Erfahrene Politiker widersprechen

Den Widerspruch hat die Welt am Sonntag auch gleich mit eingesammelt. In Form des erfahrenen FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff. Der sagte: Zwar sei es notwendig, "über das Thema nuklearer Waffen öffentlich zu diskutieren." Deutschland als Atommacht würde nach seiner Auffassung jedoch zu einer weiteren Beschädigung der multilateralen Weltordnung führen – vor allem des nuklearen Nichtverbreitungsvertrags und des Zwei-plus-Vier-Vertrags"

Auch der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, warnt: Ein "Alleingang als Nuklearmacht" gefährde die Fundamente unserer Sicherheit, schreibt Kujat. Russland würde in einem solchen Fall "ein eurostrategisches, nukleares Gegengewicht aufbauen, mit erheblichen sicherheitspolitischen und strategischen Risiken für uns und unsere Verbündeten."

(mbi/dpa)

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