Zum Auftakt hat der Apple-Chef den begriff "Service" definiert.
Zum Auftakt hat der Apple-Chef den begriff "Service" definiert.screenshot apple.com
Digital

Apple präsentiert seinen Netflix-Konkurrenten, Game-Abo und mehr, aber ... 🧐

25.03.2019, 20:1425.03.2019, 20:16
Daniel Schurter/ watson.ch

Apple hat es im Steve Jobs Theater krachen lassen und auf seiner Keynote diverse neue Dienste präsentiert. Doch bei den Preisen schwiegen Tim Cook und Co.

Das Wichtigste zunächst in Kürze:

  • Im Herbst soll der neue Video-Streamingdienst "Apple TV Plus" in über 100 Ländern weltweit starten. Verfügbar sei er auf allen Apple-Geräten, jeweils über die neue Apple-TV-App. Der Preis wurde nicht verraten. 😏
  • Apple lanciert einen Spiele-Abo-Dienst, der ab Herbst in 150 Ländern verfügbar sein soll. iPhone, iPad, Mac und Apple TV werden unterstützt. Und es sollen sich auch 100 exklusive Titel spielen lassen – online und offline. Der Preis wurde allerdings nicht verraten. 😏
  • Apple lanciert eine Kreditkarte, die in Verbindung mit dem Bezahldienst Apple Pay genutzt werden kann. Die Karte gibts in Kooperation mit Goldman Sachs und Mastercard, kostet keine Gebühren und bietet Cashback. Sie soll diesen Sommer für US-Kunden verfügbar sein. 😒
  • Die "Apple New"-App, die es bislang nur für englischsprachige User gibt, wird zum Zeitungskiosk. Die User sollen auf dem iPad, iPhone und Mac digitale Hochglanz-Magazine lesen. Monatliches Abo: 9.99 US-Dollar. Vorerst nur in den USA und in Kanada verfügbar (sowohl auf Englisch als auch Französisch). Später im Jahr soll "Apple News Plus" in Australien lanciert werden und in Großbritannien.

"Apple TV Plus" (Streamingdienst)

Der iPhone-Hersteller lanciert, wie kolportiert, einen eigenen Video-Streamingdienst. Name: Apple TV Plus.

Das Angebot sei werbefrei und es seien auch Downloads auf die unterstützten Geräte möglich, mit der neuen Apple-TV-App. Und der Preis? Wurde nicht verraten. 🙈

screenshot apple.com

Einige der speziell vorgestellten TV-Shows:

  • US-Moderatorin Oprah Winfrey will mithilfe von Apple und ihren neuen Sendungen die Welt verbessern. In einer gehe es um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.
  • Steven Spielberg warb für das Remake der legendären US-Serie "Amazing Stories".
  • Der US-Comedian Kumail Nanjiani (gebürtiger Pakistani, bekannt aus "Silicon Valley") präsentierte eine eigene Show namens "Little America".
  • «The Morning Show», mit Reese Witherspoon, Jennifer Aniston und Steve Carell ("The Office").
  • Science-Fiction-Serie "See", mit Jason Momoa aus "Aquaman".
  • Für Kinder gibt's eine neue "Sesamstraße".

Ein Promo-Video:

"Apple Arcade" (Spiele-Abo)

Der iPhone-Hersteller lanciert einen Game-Dienst, mit dem Spieler für eine Monatsgebühr Zugriff auf eine große Auswahl von Computerspielen haben. Name: Arcade. Der Dienst sei für iOS-Geräte, macOS (Mac) und tvOS (Apple TV) verfügbar und biete neue Titel, die auch offline gespielt werden können. Es gebe keine Werbeeinblendungen und es seien auch keine zusätzlichen Käufe (In-App) erforderlich.

Verfügbarkeit: "Diesen Herbst". In rund 150 Ländern. Ob Deutschland dazu gehört, wurde noch nicht verraten.

  • Es sind laut Ankündigung 100 exklusive Titel enthalten, die es noch nirgends sonst zu spielen gibt.
  • Besonderen Wert lege man auf Datenschutz, wurde an der Präsentation betont. Es würden keine Daten über die Spieler ausgewertet, respektive an Dritte weitergegeben.
Mit an Bord ist Hironobu Sakaguchi, der Mann hinter "Final Fantasy".
Mit an Bord ist Hironobu Sakaguchi, der Mann hinter "Final Fantasy".screenshot: apple.com

Das Promo-Video

Neue "Apple TV"-App

  • Es gibt eine neue App namens "Apple TV", die verschiedene Anbieter und Sender bündelt.
  • Die neue App kommt ab Mai für Kunden in über 100 Ländern mit einem Softwareupdate auf iPhone, iPad und Apple TV und im Herbst 2019 auf den Mac.
  • Die User können sogenannte "Channels" abonnieren.
  • Die TV-App gibts auch für Roku und FireTV von Amazon. Das sei ein Riesenschritt für Apple, wird kommentiert.
  • Das neue TV-Streaming-Angebot soll zum Start in 100 Ländern verfügbar sein.
Apple kooperiert mit zahlreiche US-Inhalteproduzenten.
Apple kooperiert mit zahlreiche US-Inhalteproduzenten.screenshot: apple.com

"Apple Card"

Apple lanciert eine eigene Kreditkarte, die in der Wallet-App auf dem iPhone (virtuell) mitgeführt und in der ganzen Welt verwendet werden kann. Name: Apple Card.

Die gebührenfreie Apple-Kreditkarte gibt's in Kooperation mit Goldman Sachs und Mastercard. Sie bietet eine Cashback-Funktion: Je mehr man damit bezahlt, desto größer fällt Ende Monat der zurückerstattete Betrag aus. Apple Music und Co. liefern ebenfalls 3 Prozent Cashback.

Es gibt laut Ankündigung keine Verzugsgebühren, keine Jahresgebühr und keine Gebühren für internationale Einkäufe. Sie sei sicherer, da keine Kreditkartennummer übertragen werde und auch keine Unterschrift nötig sei.

Und der Haken? Sie soll "im Sommer" in den USA verfügbar sein. Und vorerst nur dort.

"Apple weiß nicht, was Sie kaufen, wo Sie gekauft haben oder wie viel Sie bezahlten."
Jennifer Bailey, Apple
Jennifer Bailey, die Apple-Pay-Vizepräsidentin, stellt den Service vor.
Jennifer Bailey, die Apple-Pay-Vizepräsidentin, stellt den Service vor.screenshot: apple.com

"Apple News Plus"

"Apple News" ist laut Tim Cook die Nachrichten-App Nummer 1. Hoffentlich sind das keine Fake News!

Der iPhone-Hersteller lanciert "Apple News Plus".

Das ist ein Service, mit dem Apple-Kunden journalistische Inhalte im Abo beziehen können: Über 300 digitale Magazine mit allen erdenklichen Themen, von Politik bis Lifestyle.

Die Beiträge bekannter Medien und großer Verlage werden spezifisch für iOS-Geräte wie das iPad aufbereitet und können interaktive Cover und weitere Elemente enthalten.

screenshot: apple.com

Einige bekannte Anbieter:

  • "National Geographic"
  • "Wired"
  • "Rolling Stone"
  • "Vogue"
  • "Wall Street Journal"

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