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Whatsapp: Das müsst ihr über den neuen Agent-Smith-Trojaner wissen

16.07.2019, 08:35

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem neuen Whatsapp-Wurm "Agent Smith" und dessen Namensgeber Agent Smith aus den Matrix-Filmen. Während sich der Bösewicht aus den Filmen quasi ungesehen ausbreitete, konnte man der Android-Malware quasi dabei zuschauen, wie sie Stück für Stück Smartphones auf der ganzen Welt infizierte. Jetzt ist sie auch in Deutschland angekommen.

Wie gefährlich ist "Agent Smith"

Entdeckt hat die Malware erstmals die IT-Sicherheitsfrima Check Point vor gut einer Woche. Smith tarnt sich deren Informationen zufolge als Google-App. Laut Check Point haben sich betroffene Personen die Anwendung aus dem App Store 9App heruntergeladen. Dort tauchte sie geschickt getarnt als Gratis-Spiel, als kostenloses Tool oder Porno-App auf.

Hat sie erst einmal ein Gerät infiziert, nutzt die Malware bereits bekannte Schwachstellen im Betriebssytem Android, um Zugriff auf zentrale Funktionen zu bekommen.

Hat sie das geschafft, kopiert die "Agent Smith" sozusagen bestehende Apps wie Whatsapp und ersetzt sie durch eigene Klone. Die verwickeln euch dann zwar nicht in epische Faustkämpfe, zeigen euch aber betrügerische Werbebanner an.

Wie viele Smiths gibt es schon?

Insgesamt hat "Agent Smith" schon rund 25 Millionen Geräte befallen. Die meisten davon finden sich in Indien, Pakistan und Bangladesch. Check Point will aber auch schon rund 42.000 infizierte Geräte in Deutschland entdeckt haben.

Wer also plötzlich Werbung auf seinem Smartphone sieht, ist vermutlich von "Agent Smith" betroffen. Die Malware könnte künftig aber auch leicht für gefährlichere Angriffe, vom Kreditkartendatendiebstahl bis hin zum Abhören der Nutzer, eingesetzt werden, schließlich hat sie theoretisch Zugriff auf zahlreiche Funktionen auf euren Telefonen.

Es kommt immer öfter zu solchen Zwischenfällen. Das liegt auch daran, dass viele Sicherheitslücken in den Systemen sehr spät geschlossen werden, und viele User sich nicht um die nötigen Updates kümmern.

Einfacher Rat zum Schluss deshalb: Immer das neuste Sicherheits-Update installieren und Apps nach Möglichkeit nur aus dem App-Store von Google herunterladen. Wenn ihr nicht demnächst seltsame Werbung sehen solltet, seid ihr sicher. Falls doch: Solltet ihr euer Gerät neu aufsetzen.

(mbi)

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