21.08.2020, Belarus, Minsk: Maxim Znak (M), Rechtsanwalt und Mitglied des Koordinierungsrats der Opposition, trifft am Hauptquartier des Untersuchungskomitees, bei dem er zum Verhör vorgeladen wurde, ein. Die belarussischen Behörden haben einen Leiter von streikenden Fabrikarbeitern festgenommen und Protestierenden mit strafrechtlichen Anklagen gedroht. Die Demonstranten gehen landesweit auf die Straßen, um gegen den belarussischen Präsidenten Lukaschenko zu protestieren. Foto: Sergei Grits/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Maxim Znak (M), Rechtsanwalt und Mitglied des Koordinierungsrats der Opposition. Bild: AP / Sergei Grits

Opposition: Belarussischer Anwalt Znak von "maskierten Männern" festgenommen

In Belarus ist der Oppositionsanwalt Maxim Znak nach Angaben seiner Unterstützer von "maskierten Männern" festgenommen worden. Wie der Pressedienst des oppositionellen Koordinationsrates im Onlinedienst Telegram mitteilte, wollte Znak am Mittwochmorgen an einer Videokonferenz teilnehmen, blieb dieser aber fern. Die Gruppe veröffentlichte ein Foto von Snak, wie er von maskierten Männern abgeführt wird.

Der Rechtsanwalt war eines der letzten beiden noch auf freiem Fuß in Belarus verbliebenen Mitglieder des Koordinierungsrates. Am Montag war die Mitstreiterin von Znak in dem Gremium, die bekannte Oppositionelle Maria Kolesnikowa, nach Angaben der Opposition von Unbekannten in Minsk entführt worden. Am Dienstag hatten Augenzeugen gesagt, sie habe sich an der Grenze einer Abschiebung in die Ukraine widersetzt; nach Angaben des belarussischen Grenzschutzes befindet sie sich derzeit "in Gewahrsam".

Seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 9. August demonstrieren die Menschen in Belarus gegen den seit 26 Jahren autoritär regierenden Staatschef Alexander Lukaschenko. Sie werfen der Regierung massiven Betrug bei der Wahl vor, die Lukaschenko nach offiziellen Angaben mit 80 Prozent der Stimmen gewonnen haben soll.

(lin/afp)

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