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5 Punkte, die zeigen, dass Twitter ein Problem mit Antisemitismus hat

Antisemitismus ist ein Problem, das offensichtlich größer wird. Das zeigen Vorfälle auf öffentlichen Plätzen, an Schulen und Äußerungen von rechten Politikern. Aber auch in den sozialen Netzwerken werden antisemitische Ressentiments verbreitet.

So zeigt eine neue Studie der Anti-Defamation League (ADL), wie sich Antisemitimsus bei Twitter äußert.

So haben die Forscher gearbeitet

Die Menschenrechtsorgansiation hat das soziale Netzwerk über den Zeitraum von einem Jahr ausgewertet. Mit Hilfe von Schlagwörtern wurde Twitter quantitativ nach antisemitischem Inhalt durchsucht. Mitarbeiter analysierten in einem zweiten Schritt ausgewählte Tweets, um zu bestimmen, welche Tweets tatsächlich antisemitisch waren und bei welchen Mitteilungen die Schlagwörter nur sarkastisch oder kritisch verwendet wurden.

Wir haben die 5 wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Die Anzahl der antisemitischen Tweets hat zugenommen

"Sicher, 4,2 Millionen Tweets sind eine kleine Zahl angesichts der Milliarden Tweets, die jährlich verbreitet werden. Aber das sollte nicht in Abrede stellen, dass Juden Twitter als vergiftete Umgebung wahrnehmen."

Auszug aus der Studie

Hier sieht man die Zunahme der Tweets:

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Antisemitische Tweets nehmen nach bestimmten Nachrichten stark zu

So konnte die ADL feststellen, dass rund um den Weinstein-Skandal antisemitische Tweets stark zugenommen hatten. Der Skandal um den jüdischen Filmproduzenten Harvey Weinstein wurde von einem Artikel der "New York Times" im Oktober letzten Jahres ausgelöst.

Ein Beispiel aus der Studie:

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Verschwörungstheorien sind ein markanter Teil des Problems

Eine der bekanntesten Verschwörungstheorien in dem Zusammenhang: die Rothschild-Verschwörung.

Dabei wird behauptet, die jüdische Bankiers-Familie Rothschild versuche seit dem 19. Jahrhundert durch Währungsmanipulation das Weltgeschehen zu ihren Gunsten zu beeinflussen. So würde die Familie hinter der russischen Revolution stecken, hätte Nazi-Deutschland unterstützt und hätte 9/11 finanziert.

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Der Holocaust wird geleugnet

Viele der antisemitischen Tweets verbreiteten auch den Glauben, der Holocaust sei von Juden nur erfunden worden, um aus Mitleid Kapital schlagen zu können.

Holocaust-Leugnung versteckt sich oftmals in Attacken gegen "Zionismus" oder "Zionisten", was den Antisemitismus der Tweets aber nicht abschwächt, wie dieses Beispiel zeigt:

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Das können soziale Netzwerke dagegen tun

"Wir hoffen, die Studie wird den Betreibern von Plattformen zeigen, wie akut das Problem ist und dass sie innovative Wege finden müssen, um den Online-Haß zu bekämpfen."

Joanthan Greenblatt, CEO der Anti-Defamation League

Twitter solle künstliche Intelligenz nutzen, um antisemitische Inhalte schneller finden zu können. Bislang filtere das Netzwerk hauptsächlich gewalttätige Bilder, doch das reiche nicht. Auch das Löschen von Accounts sei zwar eine sinnvolle Maßnahme, aber müsse vor allem durch gesellschaftliche Diskussionen unterstützt werden.

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