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Die beiden Influencer, zu sehen in einem Youtube-Video. Bild: screenshot youtube The Way Overland

Influencer-Paar im Iran festgenommen – mutmaßlich wegen Drohnen-Fotos

Ein Paar aus Australien sitzt im Iran im Gefängnis. Das berichtete zunächst die britische Zeitung "The Times". Bei den beiden handelt es sich um eine britisch-australische Frau und ihren australischen Freund.

Das britische Außenministerium bestätigte am Mittwoch die Festnahme sowie die Festnahme einer weiteren britisch-australischen Frau. Die Festnahme erfolgte bereits im Juli, wurde aber erst jetzt bekannt.

Die Vorwürfe gegen die Personen sind unklar. Oder klingen zunächst kurios.

Influencer-Paar: Im Gefängnis wegen Drohnen-Fotos?

Die beiden Influencer sind Reiseblogger. Auf Instagram und Youtube teilen sie Fotos und Videos von ihren Trips. Der Grund für ihre Festnahme ist laut CNN die Aufnahme von "illegalen Fotos mit einer Drohne". Der Sender beruft sich dabei auf eine Quelle mit Kenntnis der Situation.

Die beiden sollen sich in einem militärischen Sperrbezirk aufgehalten haben, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Laut des Blogs des Paares wollten die beiden von Australien über Asien und den Nahen Osten nach Europa reisen. Die letzte Episode des Videoblogs auf Youtube zeigt die beiden in Pakistan. Im Iran war dann offenbar Schluss.

Seit Ende Juni gibt es keine neuen Folgen auf dem Youtube-Kanal. Auch auf den Instagram-Accounts der beiden wurden keine neuen Postings mehr veröffentlicht.

Wird man in dem Land wirklich wegen Drohnenfotos in den Knast gesteckt?

Was steckt hinter den Festnahmen?

Neben dem Paar berichtete die "Times" auch über eine britisch-australische Frau, die sich bereits seit einem Jahr im Iran im Gefängnis befinde. Sie sei zu zehn Jahre Haft verurteilt worden. Was genau ihr vorgeworfen wird, ist unklar.

Die beiden Frauen sollen im berüchtigten Ewin-Gefängnis von Teheran sein. Wo der Mann inhaftiert ist, blieb offen.

Die Festnahmen wirken willkürlich. Und offenbar sind sie das auch. Das australische Außenministerium warnte am Mittwoch: "Es besteht das Risiko, dass Ausländer – auch Australier – im Iran willkürlich festgehalten oder verhaftet werden."

Die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen nahmen in den vergangenen Wochen stark zu. Womöglich steckt also auch politisches Kalkül hinter den Festnahmen.

Der frühere Staatssekretär Alistair Burt sprach am Mittwoch in einem Interview mit BBC 4 von "Geiselnahmen".

Bereits seit Jahren sitzt die britisch-iranische Doppelstaatlerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe im Iran im Gefängnis. Sie wurde nach einem Privatbesuch bei ihren Eltern im April 2016 verhaftet.

(ll/mit dpa)

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