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Gegen Gérard Depardieu laufen Vorermittlungen wegen Vergewaltigung

Filmstar Gérard Depardieu hat nach einer Anzeige in Frankreich den Vorwurf der Vergewaltigung zurückgewiesen. Depardieu bestreite jeglichen sexuellen Übergriff, jegliche Vergewaltigung, jegliches Vergehen, sagte sein Anwalt Hervé Temime dem Sender BFMTV. "Eine Anschuldigung dieser Art ist das Gegenteil von dem, was er ist." 

Den Angaben vom Donnerstag zufolge geht es um Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe, die eine Komikerin und Tänzerin in der Region Aix-en-Provence zur Anzeige gebracht hat.

Die Pariser Staatsanwaltschaft führt Vorermittlungen wegen Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen, wie aus Justizkreisen bestätigt wurde.

Eine solche Untersuchung ist ein übliches Vorgehen nach einer Anzeige. Dabei gehen die Ermittler den Anschuldigungen nach und ermitteln, ob sie Indizien für ein Fehlverhalten finden. Damit ist noch kein Ermittlungsverfahren gegen Depardieu eingeleitet, für das Ermittler schwerwiegende oder übereinstimmende Indizien gegen einen Verdächtigen haben müssten. ("Le Parisien")

Depardieu ist einer der berühmtesten französischen Schauspieler. 

Er ist unter anderem für seine Rollen in  "Graf von Monte Christo" und "Obelix" bekannt.

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Bild: imago

Anwalt Temime sagte, Depardieu sei von der Anschuldigung erschüttert. Diese tue ihm sehr weh, weil sie unbegründet sei. Er bedauerte es, dass die Untersuchung öffentlich wurde, und rief zur Zurückhaltung in der Berichterstattung auf. Er werde jedes Mal Anzeige stellen, wenn Depardieu diffamiert werde. "Herr Depardieu wird natürlich an der Untersuchung mitwirken und auf die Fragen antworten, die ihm gestellt werden."

Vor einigen Jahren hatte der Schauspieler aus Protest gegen die seiner Meinung nach reichenfeindliche Politik des damaligen französischen Präsidenten François Hollande die russische Staatsbürgerschaft angenommen.

(gam/afp/dpa)

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