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In this frame from video, people leave the Capital Gazette newspaper after multiple people have been shot on Thursday, June 28, 2018, in Annapolis, Md. (WJLA via AP)

Bild: WJLA/ap

Fünf Tote nach Schießerei in Zeitungsredaktion nahe Washington

Nach einer tödlichen Schießerei in einem Zeitungshaus in Annapolis spricht die Polizei von einem "gezielten Angriff". Es habe zuvor Drohungen gegen die Zeitung gegeben. Fünf Menschen verloren ihr Leben.

Bei dem Festgenommenen, der auch mit Rauchgranaten bewaffnet war, handelt es sich den Behörden zufolge um einen Mann Ende Dreißig aus dem Bundesstaat Maryland. Es werde geprüft, ob er für die Drohungen verantwortlich sei, die die Zeitung im Internet erhalten habe. Nähere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

Über den Täter sagte ein Polizeisprecher: "Nach meinen Erkenntnissen war er verärgert über die Zeitung als Ganzes." Der Mann habe nicht einzelne Reporter gezielt als Opfer ausgesucht. Der Täter sei vorbereitet gewesen, hieß es.Der Sender NBC hatte zuvor berichtet, der Tatverdächtige habe vor Jahren einen Rechtsstreit mit dem Blatt ausgetragen – und diesen verloren.

Ein Reporter der betroffenen Zeitungsredaktion schrieb auf Twitter: "Ein Einzelschütze hat in meinem Büro auf mehrere Menschen geschossen. Einige davon sind tot." Nach Schilderung von Augenzeugen haben sich Beschäftigte unter Schreibtischen versteckt, um sich vor den Schüssen zu schützen.

"Es gibt nichts Beängstigenders als zu hören, wie mehrere Menschen erschossen werden, während man unter seinem Tisch hockt und hört, wie der Schütze neu lädt", schrieb Davis. Gegen die Zeitung habe es Drohungen im Internet gegeben, sagte der Interims-Chef der Polizei des Bezirks Anne Arundel, Bill Krampf.

Die "Capital Gazette" zählt zu den ältesten Tageszeitungen in den USA. Sie ist das Lokalblatt für die Region und gehört zur Gruppe der "Baltimore Sun". Die Zeitungsredaktion befindet sich in einem mehrstöckigen Bürogebäude in Annapolis, der Hauptstadt von Maryland, unweit der US-Hauptstadt Washington. 170 Menschen seien aus dem Gebäude, in dem sich mehrere Unternehmen befinden, in Sicherheit gebracht worden, sagte Krampf.

Am Donnerstag schrieb US-Präsident Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter wie bei den Vorfällen zuvor, seine "Gedanken und Gebete" seien bei den Opfern und ihren Familien. Er dankte zudem allen Helfern.

Der Gouverneur des Bundesstaates Maryland, Larry Hogan, zeigte sich betroffen. "Ich war völlig bestürzt, als ich von dieser Tragödie in Annapolis erfuhr", schrieb er auf Twitter. Er forderte die Bevölkerung auf, allen Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen zeigte sich "zutiefst schockiert" über den Vorfall. "Das ist eine neue Tragödie für den Journalismus, Opfer einer zunehmenden Gewalt gegen Journalisten auch in Demokratien", erklärte Generalsekretär Christophe Deloire.

Trotz des Angriffs will die Zeitung am Freitag (Ortszeit) erscheinen. Einige Journalisten arbeiteten nach der Tat mit ihren Laptops auf einem Parkdeck. Der Andruck wurde nach hinten verschoben. "Ich weiß nicht, wie viele Seiten es geben wird, aber wir arbeiten zu dritt", sagte der Reporter Chase Cook. Die 1727 in Annapolis gegründete "Capital Gazette" gehört zur größeren "Baltimore Sun".

(dpa/aj)

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