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Die Niagara Bar in New York. Bild: http://niagaranyc.com

WC-Kritzelei in New York könnte Hunderttausende US-Dollar wert sein

Dass man an der Toiletten-Wand einer Bar ein Kunstwerk von unschätzbaren Wert findet, ist in den meisten Fällen eher unwahrscheinlich. Doch die Zeichnungen eines japanischen Künstlers in der Niagara Bar im New Yorker East Village sorgen jetzt für Schlagzeilen.

Denn sie könnten richtig, richtig wertvoll sein, berichten der US-Sender CNN und das Kunst-Portal "Artnet News".

Der Griff zum Filzstift des künstlerischen Bar-Besuchers vor rund 10 Jahren hat einen ganzen Comic-Band an Zeichnungen an die Wände der Toilette der Niagara Bar gebracht.

Das Bild stammt von der Instagram-Seite der Niagara Bar. Die Figur erinnert an Joey Ramone, dem Leadsinger der New Yorker Punk-Band Ramones. "Hey! Ho! Let's Go!" – für den Ohrwurm braucht ihr euch nicht bedanken.

Verantwortlich für die vermeintlichen Kritzeleien ist höchstwahrscheinlich Yoshitomo Nara. Das Werk "Knife Behind Back" des japanischen Künstlers wurde erst kürzlich für 25 Millionen Dollar bei Sothebys in Hong Kong versteigert.

Die Zeichnung "Knife Behind Back"

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Bild: artnews.com

Der ehemalige Manager von Nara, Tim Blum, bestätigte "Artnet News", in einer Nacht mit dem Künstler in der Bar gewesen zu sein. Nach ein paar Drinks sei der Künstler mit einem Filzstift auf die Toilette gegangen und habe die Damen- wie die Herrentoilette mit seinen Zeichnungen verschönert. Ein weiteres Graffiti am Bahnhof hätte für Nara dann auf dem Polizeirevier geendet, meinte Tim Blum.

Die Nara-esken Zeichnungen werden von dem Sotheby's-Mitarbeiter David Schrader laut CNN auf mehrere Hunderttausend Dollar geschätzt. Der Wert der Skizzen sei allerdings gemindert worden durch einen fehlenden Nachweis zum Urheber.

Vom Management der Niagara Bar gibt bis jetzt kein offizielles Statement. Ein Barkeeper des Ladens mutmaßt gegenüber CNN aber, was mit Naras Skizzen passiert. Diese seien schon lange ein Teil der Bar und würden das auch bleiben, schließlich seien auch alle schon hinter einer dünnen Plastikschicht in Sicherheit gebracht worden.

Der Künstler selbst würde sein Werk auch nicht verkaufen wollen, meinte sein ehemaliger Manager Blum.

Blum sagte:

"Es passierte in der Hitze des Augenblicks. Nara ist an keiner Verkaufsdiskussion interessiert, aber es ist definitiv Geld wert."

cnn

Naras Zeichnungen werden wohl auch weiterhin ein Kunst-Schatz an einem sehr ungewöhnlichen Ort bleiben.

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