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Die Pornodarstellerin Stormy Daniels , die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, hatte nach eigenen Angaben 2006 eine Affäre mit Trump. Bild: Geisler-Fotopress

Pornodarstellerin Stormy Daniels verklagt ihren ehemaligen Anwalt

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels hat im Streit über eine angebliche Affäre mit US-Präsident Donald Trump eine neue Klage eingereicht.

Diesmal gegen ihren eigenen früheren Anwalt. In der Klage wirft Daniels dem Rechtsanwalt Keith Davidson vor, eine "Marionette" des Präsidenten zu sein und sie durch eine Zusammenarbeit mit Trumps Anwalt Michael Cohen betrogen zu haben. Trump soll demnach von der Zusammenarbeit der beiden Anwälte gewusst haben.

Die Pornodarstellerin wirft Cohen und ihrem ehemaligen Anwalt Davidson nun vor, seit Januar in dem Fall zusammengearbeitet zu haben. Cohen habe so versucht, Stormy Daniels zu seinem und zu Trumps Vorteil "zu benutzen und zu manipulieren", erklärt ihr neuer Anwalt Michael Avenatti.

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Trumps Anwalt Michael Cohen soll mit Daniels früherem Anwalt unter einer Decke gesteckt haben Bild: LOUIS LANZANO/newscom

Cohen und Davidson haben demnach unter anderem den "Plan ausgeheckt", Stormy Daniels die Affäre bei einem Auftritt im Fernsehsender Fox News öffentlich dementieren zu lassen. Die Klageschrift listet zudem angebliche Textnachrichten von Cohen und Davidson auf.

In einer Mitteilung von Januar bezeichnet Cohen Davidson demnach als "Freund", in einer anderen Mitteilung weist er Davidson an, alle Interviews und Erklärungen von Daniels zu überwachen.

Ein Sprecher Davidsons wies die Vorwürfe als "unerhört albern" zurück. Cohens Anwalt Brent Blakely sagte im Sender CNN, die Klage sei "ein PR-Gag und sonst nichts."

Die Pornodarstellerin, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, hatte nach eigenen Angaben 2006 eine Affäre mit Trump. Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl unterzeichnete Clifford eine Vereinbarung mit Trumps Anwalt Cohen, in der sie sich verpflichtete, das angebliche Abenteuer nicht auszuplaudern. Im Gegenzug zahlte Cohen ihr 130'000 Dollar. Clifford will aus der Schweigevereinbarung aussteigen und ist deswegen vor Gericht gezogen.

Das Weiße Haus hat die Affäre wiederholt dementiert. Trump hatte zunächst bestritten, von der Überweisung gewusst zu haben. Später räumte er aber ein, er habe seinem Anwalt das Geld erstattet.

(pbl/afp)

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