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President Donald Trump speaks at Trump National Golf Club Bedminster in Bedminster, N.J., Friday, Aug. 7, 2020. (AP Photo/Susan Walsh)

Der US-Präsident Donald Trump steht am 3. Novmember wieder zur Wahl. Bild: ap / Susan Walsh

Als Trump wirre Theorie über Joe Biden verbreitet, unterbricht er sich selbst

Donald Trump ist bekannt dafür, dass er am liebsten Wahlkampf betreibt, indem er das gegnerische Lager schlechtredet. Dass der US-Präsident hierbei keine moralischen Grenzen kennt, hat er bereits mehrfach bewiesen.

Er verbreitete einst mehrfach den rassistischen Verschwörungsmythos, wonach der ehemalige US-Präsident Barack Obama gar nicht in den USA geboren sei.

Nun macht Trump dasselbe bei seinem jetzigen Gegenspieler, dem demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. Bei einem Auftritt in Pennsylvania verbreitete Trump eine entsprechend krude Theorie.

Trump über Biden: "Er wurde nicht hier geboren"

Trump behauptete auf der Bühne, dass Joe Biden gar nicht in jenem Staat geboren sei. Biden kam 1942 in Scranton in Pennsylvania auf die Welt. Das zweifelte Trump nun an.

"Er sagt, dass er hier geboren wurde. Aber wisst ihr, er ging vor 70 Jahren. Er ging vor einer sehr langen Zeit. Er wurde nicht geboren in...", sagte Trump. Anschließend unterbrach er sich selbst mitten im heiklen Satz, den er nicht vollendete. Trump setzte jedoch erneut an.

"Ich sehe das anders. Er sagt, er ist hier geboren. Aber er verließ Scranton, als er 8, 9 oder 10 war. Deswegen sehe ich es anders. Er wurde nicht hier geboren. Er verließ Scranton. Ok?"

Biden habe "das letzte halbe Jahrhundert" in Washington verbracht und andere Länder wie China die US-Jobs stehlen lassen, so Trumps Zusammenfassung von Bidens Biografie.

Bis zum 10. Lebensjahr in Scranton

Als Biden zehn Jahre alt war, siedelte seine Familie nach Claymont in Delaware über. Über Jahrzehnte war Biden anschließend Senator für Delaware. Das ändert jedoch nichts daran, dass er in Scranton in Pennsylvania geboren wurde.

Dasselbe Spiel hatte Trump übrigens kürzlich bei Kamala Harris gespielt: Er stellte offen infrage, ob die oppositionelle Vizepräsidentschaftskandidatin als Tochter von Einwanderern die zweithöchste Position im Staat besetzen darf. Bei einer Pressekonferenz auf einen entsprechenden Verschwörungsmythos angesprochen, der in rechten Kreisen die Runde macht, sagte Trump, er habe "gehört, dass sie nicht die Anforderungen erfüllt".

Die Twitter-User trauten indes ihren Ohren nicht und machten sich über Trump und seine Biden-Theorie lustig.

"Eine 'Birther'-Theorie zu viel. Macht Amerika wieder zurechnungsfähig?"

"Er hat nicht verstanden, wie er das letzte Mal gewonnen hat. Deswegen wiederholt er alles. Vielleicht hilft es ja."

"Ich wurde in Phoenix geboren. Meine Eltern zogen weg, als ich 3 Monate alt war. Ich bin recht sicher, dass ich trotzdem in Phoenix geboren wurde."

(hau)

Trump hält bei Wahlkampfauftritt an unbelegten Wahlbetrugsvorwürfen fest

Die Menschen in den USA haben gewählt. Joe Biden ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Donald Trump will seine Niederlage jedoch nicht anerkennen. Alle Informationen im Newsblog von watson.

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Amtsinhaber Trump indes behauptet, die Demokraten um Herausforderer Joe Biden wollten ihm durch Betrug diesen Sieg wegnehmen. Auf Twitter erklärte er sich selbst zum Gewinner und erkannte Bidens …

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