May 30, 2020, Washington, DC, USA: Crowds protesting the killing of George Floyd clash with police in the blocks just north of the White House and Lafayette Square in Washington, DC. Washington USA - ZUMAmj3 20200530zafmj3002 Copyright: xJayxMallinx

In Washington, D.C. gab es auch Proteste. Bild: www.imago-images.de / Jay Mallin

Tod von George Floyd: Adidas und Nike legen Rivalität für besondere Botschaft bei

Die Sportartikelhersteller Nike und Adidas zeigen sich gemeinsam solidarisch mit den Hunderttausenden US-Amerikanern, die nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen brutalen Polizeieinsatz gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstrieren. Damit legen die beiden Konkurrenten eine alte Rivalität beiseite – zumindest für einen Moment.

Das US-amerikanische Unternehmen Nike hatte am Samstag ein Video mit dem Titel "Don't do it" in Anlehnung an den Werbespruch "Just do it" auf Twitter gepostet. Damit will der Konzern die Demonstranten in den Städten der USA unterstützen. "Let's all be part of the change" ("Lasst uns alle Teil der Veränderung sein") heißt es in dem einminütigen Clip.

Adidas teilt Video von Nike auf Twitter

Konkurrent Adidas reagierte darauf und retweetete das Video als Zeichen der Solidarität. Mit den Zeilen "Together is how we move forward. ⁣Together is how we make change" ("Gemeinsam gehen wir nach vorne, gemeinsam schaffen wir Veränderung") kommentierte Adidas das Video.

Nike wiederum antwortete mit einem Herz auf die freundschaftliche Geste. Die Twitter-Nutzer feierten die Unternehmen für die Aktion.

So schreibt ein Nutzer: "Pandemics and racism unites Nike and Adidas" ("Bei Pandemien und Rassismus vereinigen sich Nike und Adidas"). Die beiden Sportartikelhersteller gellten international als schärfste Konkurrenten.

Adidas wegen gestoppter Mietzahlung in Kritik

Es ist nicht das erste Mal, dass Nike sich gesellschaftlichen Themen annimmt. Für Aufsehen sorgte 2019 die Kampagne "Believe in something", "Glaube an etwas", deren Gesicht der Ex-Quarterback Colin Kaepernick war. Kaepernick hat keinen Job in der NFL mehr bekommen, seit er vor Spielen gegen Polizeigewalt demonstrierte und bei der Nationalhymne auf die Knie gegangen war.

Adidas war zuletzt in der Corona-Pandemie in die Kritik geraten, als der Konzern ankündigt hatte, Mietzahlungen aussetzen zu wollen. Und das, obwohl das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Gewinn von zwei Milliarden Euro eingenommen hatte.

Nachdem Kritik an diesem Schritt auch aus der Politik laut geworden war, machte Adidas einen Rückzieher und entschuldigte sich.

(lau)

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