Leben
Bild

Von wegen Heirat und Kinder: Experte berichtet, warum Single-Frauen am glücklichsten sind

Wer als Frau single ist, der bekommt eines auf jeden Fall frei Haus: Mitleid. "Verstehe gar nicht, warum dich keiner will." "Für eine Person kochen?! Lohnt sich das überhaupt?"

Als Singles sind Frauen irgendwie nicht so ganz komplett, so die landläufige Meinung. Und daher auch nicht so ganz glücklich. Mitleid ist also angebracht?

Nicht wirklich. Denn Singlefrauen geht es ganz gut. Sogar ziemlich gut. Im Gegensatz übrigens zu Singlemännern. Dass erklärte zumindest gerade erst Paul Dolan, Verhaltensforscher an der London School of Economics.

"Wenn sie ein Mann sind, sollten sie unbedingt heiraten. Wenn sie eine Frau sind, können sie es ruhig lassen."

Paul Dolan "The Guardian"

Männer, das zeigen soziologische Studien schon seit längerem, ziehen viel Nutzen aus romantischen Beziehungen. Sie leben gesünder, sie haben bessere Beziehungen zu Familie und Freunden, sie verdienen sogar mehr Geld. Frauen hingegen ziehen aus Beziehungen keine so großen Vorteile. Und es zeigt sich sogar: Wenn sie nicht in einer Beziehung sind, geht es ihnen sogar am Allerbesten.

"Die glücklichste und gesündeste Untergruppe sind Frauen, die nie verheiratet waren und keine Kinder haben."

Paul Dolan, "The Guardian"

In den Untersuchungen, von denen Dolan berichtet, gaben verheiratete Probanden zwar ein recht hohes Glückslevel an, aber eben nur, solange der Partner oder die Partnerin mit im selben Raum war. Wenn sie alleine waren, sah das Bild schon anders aus. Dann waren die Singles glücklicher.

Was Singles allerdings wirklich weniger zufrieden macht, führt Dolan an, ist das Stigma, mit dem Single-Sein nach wie vor verbunden wird. In anderen Worten: Wer ständig bemitleidet wird, der fühlt sich irgendwann wirklich schlecht. Ganz ohne Grund.

(gw)

Diese 16 Bilder zeigen, wie blöd unsere Gesellschaft doch manchmal ist

Dr. G-Punkt über Frauen und Pornos

Play Icon
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Ich hatte mein Leben nicht so geplant": Sandra hat Krebs und lebt von Hartz IV

Hier sprechen regelmäßig Menschen, die von Armut betroffen sind.

Sandra (Name von der Redaktion geändert) ist 41 Jahre alt und alleinerziehende Mutter eines sechsjährigen Sohnes, der chronisch krank ist. Im Mai 2015 bekam sie die Diagnose Krebs, seitdem lebt sie von Hartz IV. Aus gesundheitlichen Gründen kann Sandra nicht mehr arbeiten gehen – und wird es wohl auch nie mehr können. Zuvor hat sie als Schreibkraft in einem Büro gearbeitet und war in Elternzeit. Ihre Krebsdiagnose erhielt Sandra, als sie gerade einmal drei Wochen wieder gearbeitet hatte.

Sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel