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"I can do me!" – Emma Amour ist selbst ihre beste Liebhaberin. Bild: iStockphoto/gettyimages

Ein Hoch auf die Masturbation! Eine Ode an die rechte Hand

Männertechnisch herrscht bei Emma zurzeit tote Hose, in ihrem eigenen Höschen aber läuft es umso runder. Warum? Weil sie selber ihre beste Liebhaberin ist.

Ob ich eine gute Liebhaberin bin, frage ich mich letztens, während ich durch die dunklen Gassen der Stadt gehe. Eine Frage, auf die ich zwei Antworten habe.

  1. Ich weiß es nicht. Vielleicht eher nicht.

    Vor allem am Anfang. Kenne ich einen Mann und seinen Penis noch nicht gut, ertappe ich mich dabei, keine Ahnung zu haben, was ich genau machen soll, wenns zur Sache geht. Viel Druck? Wenig Druck? Tempo? Nur mit der Hand? Nur Mund? Beides? Hoden integrieren? Sein lassen? Mit oder ohne Gleitmittel?
  2. Ich bin die allerbeste Liebhaberin auf der ganzen Welt.

    Meine eigene allerbeste Liebhaberin auf der ganzen Welt. Wenn ich will, kann ich innerhalb zwei Minuten kommen. Ich weiß das, weil ich mal die Zeit gestoppt habe. Aus Neugier.

Den besten Sex habe ich mit mir selber

Grundsätzlich aber führe ich natürlich keinen Wettkampf gegen mich selber. Schon gar nicht in Zeiten wie diesen. Aktuell herrscht in meinem Leben nämlich Männerflaute. Von Tinder bin ich gelangweilt, für Partynächte ist's mir zu kalt, und alle Verflossenen sind irgendwie auch gerade nicht reaktivierbar. Was wie ein Klagelied klingt, ist weiß Gott keines. Weil eben: Den besten Sex habe ich sowieso mit mir selber.

Schauen wir den Tatsachen ins Auge. Die meisten Männerhände im Höschen sind etwas hilflos. Entweder rubbeln sie zu fest rum oder am falschen Ort.

Oder stecken übereuphorisch zu viele Finger aufs mal rein. Oft fehlt es den Herren, wie auch mir bei ihnen, an Feingefühl und Geduld.

Nicht so, wenn ich selber Hand anlege. Ich weiß ganz genau, wo sich die Berührung am besten anfühlt, welcher Druck der richtige ist und was ich tun muss, um ganz bediengungslos in Fahrt zu kommen.

Mit LL Cool J oder Whitney Houston zum Höhepunkt

Auch entscheide ich ganz alleine, ob ich auf Kopfkino oder Pornhub will. Ob ich meine rechte Hand oder die linke einsetze, den Vibrator aus dem Nachttischchen krame oder ob es mir die Duschbrause besorgen soll. Oder ob ich alles vereine und auf eine lange Me-Session setze. Ob ich dazu LL Cool J oder Whitney Houston höre. Ich bin der Boss, der entscheidet, ob mir die Sinne nach einem Quickie oder sehr langsamer Luststeigerung durch Unterbrechungen im richtigen Moment stehen.

Als wäre das alles nicht grandios, fantastisch, hervorragend und wundervoll genug, ist es beim Ego-Liebesspiel komplett scheißegal, ob meine Beine rasiert, meine Haare gewaschen und meine Wimpern getuscht sind. Und welche Unterhose ich trage. Schwarze hübsche Spitze? Brauch ich nicht. Ausgeleierte verwaschene Baumwollschlüpfer mit 1000 kleinen farbigen Heißluftballons drauf? Ja, Mann.

Nachdem ich gekommen bin, will ich noch eimal kommen. Und eventuell noch einmal. Dann aber will ich das tun, was mein Herz nach dem Sex am höchsten schlagen lässt: Aufs Sofa flätzen und "Germany’s Next Topmodel" gucken. Oder "Game of Thrones". Und dabei meine Heißluftballon-Unterhose tragen und Buchstabensuppe direkt aus der Pfanne essen.

Du schönes Leben, du bist mir ein himmlisch-galaktisch-wunderbarer Freund.

Adieu,

Bild

Bild: watson.ch

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Dann schick sie per Mail an Emma: emma.amour@watson.ch

Emma Amour ist ...

... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons neue Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch jeden Freitag deinen Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie auch Emma, wirst auch du mit deiner Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.

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