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Bild: imago sportfotodienst

ARD-Moderatorin Julia Scharf erntet Kritik für Aussage in "Sportschau"– und wehrt sich

"Fortnite" ist in aller Munde. Bei der ersten WM des Battle-Royale-Spiels gewann am Sonntag in New York der 17-jährige Österreicher David "aqua" Wang zusammen mit seinem norwegischen Teamkollegen Emil "Nyhrox" Bergquist Pedersen den Weltmeister-Titel im Doppel.

Die beiden erspielten sich ein Preisgeld von drei Millionen Dollar (umgerechnet 2,7 Millionen Euro).

Auch die Machart des Beitrags stieß vielen Zuschauern übel auf. Ein Shitstorm im Netz folgte prompt – viele Fans des Spiels sahen sich verunglimpft.

NEW YORK, NEW YORK - JULY 27: Emil

Die "Fortnite"-Champions Emil "Nyhrox" Bergquist Pedersen (links) and Thomas "Aqua" Arnould (rechts) nach ihrem Sieg am Sonntag. Bild: Sarah Stier/Getty Images

"Fortnite"-Fans sauer auf "Sportschau": ARD-Moderatorin reagiert

ARD-Moderatorin Julia Scharf reagierte am späten Sonntagabend in einer Videobotschaft auf die Kritik. "Ich habe am Ende einen Satz zitiert, den ein Psychologe in diesem Beitrag so gesagt hat. Und zwar: Dass er viele Kinder auf seiner Station hat, die spielsüchtig sind, die er behandelt – und die teilweise im wahren Leben nicht mal mehr in der Lage sind, sich die Schnürsenkel selbst zu binden."

Scharf weiter: "Ich habe es dem Zuschauer dann selbst überlassen, ob er daraufhin das Ganze als Sport definiert oder eben nicht." Den zitierten Satz sagte im "Sportschau"-Beitrag der Hannover Arzt Frank Fischer. Wörtlich erklärte er: "Ich habe auf meiner Station viele Jugendliche, die wirklich die feste Überzeugung haben, sie werden viel Geld haben, sie werden sehr erfolgreich sein, die aber eigentlich nicht mehr in der Lage sind, sich 'nen Schnürsenkel zuzubinden."

ARD-Moderatorin kritisiert "Fortnite"

Die ARD-Moderatorin betonte in ihrer Video-Antwort an die Kritiker weiter, dass sie die Leistung der "Fortnite"-Spieler nicht schmälern wolle. Jedoch sei es ihre Aufgabe als Journalistin, Dinge kritisch zu beleuchten – dazu gehörte "in dem Fall auch die Terminologie, also nennen wir es Sport oder ist es ein anderes gesellschaftliches Phänomen".

In "Fortnite", so Scharf, gehe es darum "auf andere zu schießen, als einziger zu überleben – und ich finde in einer Welt, in einer Gesellschaft, wie wir sie heute haben, ist es schon auch wichtig, Kindern zu vermitteln, dass ein faires Miteinander einfach wichtig ist, Schwächeren zu helfen."

Scharf ist sicher: "Wovon ich auf jeden Fall Ahnung habe, ist Sport, weil ich Sportwissenschaften studiert habe." Sie habe sich mit sehr vielen Facetten des Sports tiefgehend befasst, betonte sie.

(pb)

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