Fortnite-Training ist die neue Mathe-Nachhilfe – wie Eltern in den USA ihre Kinder pushen

50 Dollar für vier Stunden, 20 Dollar für eine Stunde, 35 Dollar für drei Stunden – die Preise variieren, das Ziel ist immer gleich: Besser werden in Fortnite. Online bieten Trainer ihre Dienste an und versprechen, die Gamer-Skills ihrer Kunden im derzeit beliebtesten Videospiel der Welt nach vorn zu bringen. Das Geschäft scheint ziemlich gut zu laufen. Auf Seiten wie Gamer Sensei oder Bidvine haben sich nach Angaben der Seitenbetreiber seit März 1400 Trainer für Fortnite registriert.

Dass viele Spieler besser werden wollen, wundert nicht, wenn man sich anschaut, wie erfolgreich (und reich) Profi-Gamer sind. Der erfolgreichste Fortnite-Streamer, Ninja, verdient schätzungsweise 500.000 US-Dollar im Monat. Ihm folgen auf Youtube mehr als 16 Millionen Menschen.

Was dagegen skurril ist: Dass sogar Eltern inzwischen ihre Kinder ins Fortnite-Training schicken, damit die Kids besser werden. Wie das Wall Street Journal berichtet, sind die Gründe vielfältig:

Sind junge Fortnite-Spieler nun die neuen Kinderstars, deren Eltern ihren Nachwuchs vor Kameras und Mikrofone gezerrt haben – in der Hoffnung, mit dem Profit die ganze Familie zu ernähren? Das wird sich zeigen.

Vielleicht laufen die Eltern ihren Kindern aber auch irgendwann den Ruhm ab. Denn das Wall Street Journal schreibt bereits über Väter, die mit ihren Kindern Fortnite-Stunden nehmen und sich wahnsinnig freuen, dass sie selbst immer besser werden. Vielleicht ist es in diesen Familien nur noch eine Frage der Zeit bis Fortnite ein uncooles Eltern-Ding wird.

Die Faszination Fortnite kurz erklärt:

Video: watson

watson-Kolumne

Mutter: "Geht es nur darum, was das Kind braucht oder auch darum, was ich brauche?"

"Schonungslos ehrlich" – die Mama-Kolumne ohne Insta-Filter

Ein Running Gag zwischen meinem Mann und mir, bei jedem Eklat, den unser Sohn veranstaltet: "Einzelkind, beste wo gibt". Auch im Familien- und Freundeskreis witzeln wir häufig darüber, dass unser Sohn selbst daran schuld sei, dass er Einzelkind bleibe. Weil er ab der ersten Sekunde lauthals fordernd war und uns bis heute regelmäßig an unsere Grenzen bringt.

Da unser Umfeld mitbekommen hat, welche Täler wir mit einem High-Need-Baby durchschritten haben und weil ich nie verheimlicht habe, dass …

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