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Amazon-Nutzer:innen geraten in das Visier von Internet-Betrüger:innen.Bild: dpa / Mohssen Assanimoghaddam
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Amazon-Kunden werden vor neuer Betrugsmasche gewarnt

14.12.2022, 11:04
Helen Kleinschmidt
Helen Kleinschmidt
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Eine beliebte Art, Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, sind Phishing-Mails. Zwar gibt es den Spam-Ordner, der die meisten Mails dieser Art herausfiltert, doch einige landen trotzdem im Posteingang und gefährden die Nutzer:innen. Nun werden Amazon-User:innen dazu angehalten, möglichst genau auf den Inhalt der eingehenden E-Mails von (angeblich) Amazon zu achten.

Amazon-Kunden müssen vorsichtig sein

Die Verbraucherzentrale meldet seit einigen Tagen, dass vermehrt Amazon-Nutzer:innen ins Visier von Betrüger:innen geraten sind. Mit Phishing-Mails versuchen diese, sensible Daten ihrer Opfer zu ergattern.

Wenn man eine Mail mit folgendem Betreff bekommt, ist also Vorsicht geboten: "Amazon-Konto gesperrt: Wir haben ein Problem mit Ihrem Rechnungskonto und Ihr Kontostatus wurde vorübergehend gesperrt. Melden Sie sich an und aktualisieren Sie Ihre Kontoinformationen."

In der Mail wird angegeben, dass das Amazon-Konto "aus Sicherheitsgründen" gesperrt werden musste. Deshalb werden die Kund:innen darum gebeten, ihre Rechnungsinformationen des Kontos zu aktualisieren. Dafür gibt es einen prominenten gelben Button mit der Aufschrift: "Mein Konto aktualisieren".

Wenn diese Mail im Posteingang landet, sollte man sie in den Spam-Ordner verschieben.
Wenn diese Mail im Posteingang landet, sollte man sie in den Spam-Ordner verschieben.bild: screenshot / verbraucherzentrale.de

So verhalten sich Amazon-Kunden bei Betrugsmail richtig

Wenn man dieser Aufforderung "innerhalb der nächsten 24 Stunden" nicht nachkomme, werde das Konto dauerhaft gesperrt. Das ist laut der Verbraucherzentrale gewollt, "um zeitlichen Druck aufzubauen".

Was ist nun zu beachten?

Die Verbraucherzentrale rät, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Es handelt sich um einen klaren Betrugsversuch, mit denen Cyberkriminelle an geheime Daten wie Kreditkarteninformationen gelangen wollen. Am besten sollte man die Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben, wo sie eigentlich hingehört. Zwar kann man die Nachricht auch einfach löschen, doch durch die Markierung als Spam kann das System dazulernen.

Auf keinen Fall aber sollte man den Button anklicken und die gewünschten Daten angeben.

Daran erkennt man eine Phishing Mail

Neben dem zeitlichen Druckaufbau sind die E-Mail-Adresse des Absenders oder der Absenderin sowie die unpersönliche Anrede Indizien für eine Phishing Mail. Empfänger:innen werden hier lediglich mit "Guten Tag" angeschrieben. Normalerweise setzt Amazon allerdings noch den Namen der Kund:innen dahinter.

Außerdem kann man mit einem Blick auf die offizielle Amazon-Website überprüfen, ob die Informationen der Mail der Wahrheit entsprechen.

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Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde am 29. Januar um 16.30 Uhr mit Veränderungen neu veröffentlicht. Grund hierfür ist, dass Obi auf unsere Berichterstattung reagiert und seine Sicht der Dinge verdeutlicht hat.

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