Freibad statt Strand: Viele Influencer sind viel seltener im Urlaub als du denkst!
Freibad statt Strand: Viele Influencer sind viel seltener im Urlaub als du denkst!
Bild: imago/montage watson

Freibad statt Strand – So dreist schummeln Influencer bei ihren Fotos

08.04.2019, 14:0009.04.2019, 12:48

"Instagram ist eine Scheinwelt", sagen sie. "Das ist alles nicht echt", sagen sie. "Glaube nicht, was du siehst", sagen sie. Und da haben sie Recht. Wie sehr sie Recht haben, zeigen wir hier.

Dass auf der Influencer-Plattform Photoshop verwendet wird, weiß man. Aber zu welchen Tricks manche Content Creators greifen, um besonders eindrucksvolle Bilder zu schießen, grenzt bereits an Genialität – oder ist es alles nur eine Frage der Perspektive?

Der Klassiker: Die nicht vorhandende Blumenwiese

Das sollst du denken:

  • "Guck mal, eine verwunschene Blumenwiese und dann noch dieses Licht! Bestimmt wurde dieser Shot in einem traumhaften Ort irgendwo in Südamerika geschossen. Oh man, ich würde auch mal wieder so gerne in den Urlaub. Ganz weit weg."

Mit Klick auf den Pfeil offenbart der für seine ehrlichen "hinter den Kulissen"-Shots bekannte Fotograf Calob Castellon dann aber, wo das Bild tatsächlich entstanden ist. Nämlich richtig unglamourös an der Straße.

Und so ists während des Shootings (vielleicht) wirklich:

  • "Pass auf, da ist Hundekacke! Kannst du dich aber vielleicht so direkt neben den frischen Haufen knien? Da ist das Licht am besten."

Der Urlaub, der niemals war

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

⛄️

Ein Beitrag geteilt von ·•Ȋ Ň Ƀ Ã Ŗ•·🌊🦋 (@_inbar_cohen_) am

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

This is an indoor beach

Ein Beitrag geteilt von Jemma (@jemma_.louise) am

Was man denkt:

  • "Oh, wow! Da will ich auch mal hin. Shit, kann ich mir dieses Jahr überhaupt noch einen Trip leisten? Ja, nach Brandenburg vielleicht..."

Dabei würde das schon reichen, denn gefakte Bilder von Urlauben in vermeintlich tropischen Ländern gibt es fast mehr als Sand am Meer. Besonders beliebte Locations für Shootings, die nach einer absoluten Traum-Vacation aussehen sollen, sind Indoor-Bäder wie das "Tropical Island" bei Berlin.

Der Influencer so:

  • "Ich tagge nur die richtige Location, wenn ich von den Betreibern des Bades bezahlt werde. Sonst wird so getan, als wären das die Bahamas!"

Himmlische Watte

Du so beim Durchscrollen:

  • "Wow! Was für ein tolles Bild. Wie die das wohl gemacht haben?"

Und Calob so beim Shooten:

  • "Eine Produktion dieser Art ohne Hilfe durchziehen zu müssen, ist echt ätzend, ich habe einfach nicht genug Arme! Aber ich bin mir sicher, es wird sich lohnen, denn das mit der Watte als Wolkenersatz ist eine richtig geile Idee!"

Das halbe Outfit

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

INSTAGRAM VS REALITY You guys know I advocate for self-care often, but I recently recognized that failing to show the reality of my life outside of Instagram is setting false and unrealistic standards, so I wanted to show what the typical "behind the scenes" looks like while I'm creating content. It's so easy to get caught up in comparing your appearance, social life, and success to people you follow on social media, so this is a friendly reminder that not everything is as glamorous as it looks. I'm guilty of creating the "perfect illusion" on social media. Even though this is a silly example, it illustrates just how silly social media can be. No one effortlessly sits around with their makeup perfectly done in flattering lighting and angles. The truth is, most of the time I get ready just to create content, I have to chase good lighting around my house because it's freezing outside, my mom takes my photos, and my dogs all watch. We all put out only the best version of ourselves, and that's totally okay! But if you don't recognize that it's normal and human to have bad days, take bad photos, and just generally feel off sometimes, social media can really magnify our insecurities and doubts about ourselves. I recently started a journey of learning to love myself, and it started with my mental health, and no longer comparing myself to unrealistic standards set by Instagram, so I hope I can inspire you to do the same. I have been using Better Help for a while now, and am so excited to be partnering with them to share this service with you all. Better Help is an app that offers affordable online counseling services, and is an amazing way to talk to a licensed therapist at your own convenience. Click the link in my bio to learn more. @betterhelp #ad

Ein Beitrag geteilt von madeline ford (@madelineaford) am

Du so:

  • "Wow, was für ein tolles Licht und was hat sie da an? Ist das Kleid verlinkt? Ich muss es haben!"

Die Instagrammerin so:

  • "Ich stehe in Wirklichkeit in der Abendsonne auf dem Balkon meiner Freundin, trage untenrum eine Jogginhose mit Weihnachtsmuster (übrigens tun das auch die meisten YouTuber also nicht zwangsläufig X-Mas inspiriert aber auf jeden Fall bequem!) und das hier ist ganz nebenbei eine Werbung für eine App, die bei psychischen Problemen helfen soll. Bye" Ja, bye!

Tränen, die nicht trocken und Fenster, ohne Glas

Du scrollst und denkst:

  • "Oh, was hat das arme Mädchen bloß? Ist das eine Werbung für eine neue Serie? Ist bestimmt richtig dramatisch! Wem sie wohl nachschaut? Es kann nur ihre große Liebe sein!"

Und Calob so beim Einkaufsbummel im Baumarkt:

  • "Schatz, kannst du dich mal so richtig peinlich da vor dieses Ausstellungsstück für Rolläden knien und traurig gucken? Wenn du weinen kannst, wein!"
Kanntest du die Tricks der Influencer schon? Schreib es uns in die Kommentare!

23 mal Instagram-Einheitsbrei

1 / 25
23 mal Instagram-Einheitsbrei
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Ein Schweizer beklagt sich über... surprise: Deutsche!

Reportage

watson-Journalistin macht Datenstriptease: Das wissen Google, Apple und Zalando über mich

Ich kaufe meine Kleider online, fahre mit Uber, poste Fotos auf Instagram und in meiner Wohnung genügt ein Machtwort in Richtung Alexa, damit die "digitale Sprachfee" von Amazon die Heizung um ein Grad wärmer stellt.

Damit gebe ich viel über mich preis. Aus Bequemlichkeitsgründen nehme ich das – wie viele andere – in Kauf. Dennoch bin ich neugierig: Wie tief in unser Privatleben dringen die Tech-Giganten ein?

Mit Verweis auf die neue EU-Datenschutzverordnung habe ich bei Netflix, Apple, Amazon und …

Artikel lesen
Link zum Artikel