Nachhaltigkeit
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Das Gebiet, in dem die Bohrungen durchgeführt werden sollen, ist die Heimat von Eisbären und Rentieren. Bild: www.imago-images.de / Cavan Images

Umstrittene Ölbohrungen in Naturschutzgebiet: Trump will vor Abgang Fakten schaffen

Die Regierung des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump will bei den geplanten umstrittenen Erdölbohrungen in einem Naturschutzgebiet in Alaska Fakten schaffen. Das Innenministerium rief Unternehmen am Montag auf, ihr Interesse an Bohrungen in bestimmten Landparzellen im Arctic National Wildlife Refuge anzumelden.

Der Schritt erfolgt rund zwei Monate vor dem Amtsantritt des neugewählten Präsidenten Joe Biden, der gegen Erdöl- und Erdgasbohrungen in der Region ist.

Das Innenministerium hatte im August grünes Licht für Bohrungen in der Küstenregion im Norden des Bundesstaates Alaska gegeben, die Heimat für Eisbären, Rentiere und viele andere Tiere ist. Das sorgte umgehend für scharfe Kritik von Umweltschützern.

Nun kündigte das Innenministerium eine 30-tägige Phase an, in der Unternehmen ihr Interesse an bestimmten Parzellen in einem knapp 650.000 Hektar großen Gebiet anmelden können. Das ist eine Vorstufe für eine spätere Versteigerung der Bohrlizenzen. Das entsprechende Dokument soll am Dienstag offiziell veröffentlicht werden.

Biden ist gegen Pläne – und für Klimaschutz

Der US-Kongress hatte vor drei Jahren grundsätzlich Bohrungen in dem Naturschutzgebiet genehmigt. Damals hatten Trumps Republikaner die Mehrheit in beiden Kongresskammern. Seit Anfang 2019 haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus.

Trump ist ein erklärter Klima-Skeptiker und Förderer der heimischen Erdölindustrie. In seiner Amtszeit hat er zahlreiche Umweltauflagen gelockert, um der Wirtschaft entgegenzukommen. Der neugewählte Präsident Biden dagegen, der das Amt am 20. Januar antreten soll, hat den Klimaschutz zu einem seiner obersten Politikziele ausgerufen. Die Rechte für die Ölbohrungen könnten aber noch vor dessen Amtsantritt verkauft werden.

Trump hat seine Niederlage gegen Biden bei der Wahl vom 3. November bislang nicht eingestanden. Der Präsident spricht ohne Belege von angeblichem Wahlbetrug und hat eine Reihe von Klagen eingereicht.

(ftk/afp)

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