Die weiße Giraffe hat den seltenen Gen-Defekt Leuzismus.
Die weiße Giraffe hat den seltenen Gen-Defekt Leuzismus.Bild: Ishaqbini Community Conservancy/ / Uncredited / dpa
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Zum Schutz gegen Wilderer: Seltene weiße Giraffe mit GPS-Sender getrackt

21.11.2020, 12:1121.11.2020, 12:10

Er ist vermutlich der letzte seiner Art: der weiße Giraffenbulle. Er ist extrem selten und befindet sich deshalb in großer Gefahr, denn Wilderer haben es wegen seiner besonderen Fellfarbe auf ihn abgesehen. Jetzt haben Wildhüter das Tier mit einem GPS-Sender ausgestattet, um es immer im Blick zu haben und zu beschützen.

Verantwortlich für das weiße Fell der Giraffe sei der kenianischen Wildparkbehörde (KWS) zufolge ein Gen-Defekt namens Leuzismus. Diese führt bei Tieren dazu, dass Fell und Federn weiß und die darunterliegende Haut rosa sind, weil die Haut keine Melanozyten, also farbstoffbildende Zellen, enthält. Gefährlich ist dieser Defekt nicht nur, weil die Tiere von Fressfeinden leichter erkannt werden können, sondern auch aufgrund des gesteigerten Interesses von Wilderern. Erst im März 2020 wurden in Kenia eine der seltenen weißen Giraffen und ihr ebenso weißes Kalb erschossen.

Ein männliches Tier, das ebenfalls die weiße Fellfärbung aufweist, ist jetzt das einzige verbliebene Tier dieser Art auf der Welt, wie die Wildtierschutz-Organisation Ishaqbini Hirola Conservancy berichtet. Laut Ishaqbini Hirola Schutzgebiet befindet sich am Horn des letzten Exemplars ein Peilsender. Ranger wollen nun stündlich prüfen, wo genau sich das Tier befindet. Somit könne man "dieses einzigartige Tier vor Wilderern schützen", heißt es weiter. An dem Einsatz beteiligte sich die kenianische Wildparkbehörde (KWS).

Die Ishaqbini Hirola Community Conservancy wurde nach eigenen Angaben von den umliegenden Gemeinden gegründet, um das Ökosystem zu schützen und gleichzeitig den Gemeindemitgliedern eine Lebensgrundlage zu bieten. Demnach werden bislang insgesamt 58 Menschen aus den Gemeinden in dem Reservat angestellt. Es liegt im Bezirk Garissa im Osten Kenias nahe der Grenze zu Somalia.

(sb/dpa)

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