Nachhaltigkeit
Elephant tusks

Der internationale Handel mit Elfenbein ist seit 1989 verboten. Trotzdem werden dafür jedes Jahr etwa 20.000 Elefanten gewildert. Bild: iStockphoto / nekaland

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Artenschutz: Neuer DNA-Test überführt Wilderer

Etwa 20.000 Elefanten werden jedes Jahr für den Elfenbeinhandel gewildert – diese erschreckende Zahl teilte die Tier- und Naturschutzorganisation Pro Wildlife mit. In Teilen Asiens und Afrikas seien Elefanten deshalb bereits ausgerottet. Doch der internationale Handel mit Elfenbein bricht nicht ab, obwohl er seit 1989 eigentlich verboten ist. Was es den Behörden bisher so schwer gemacht hat, Elfenbeinprodukte zu überprüfen und den Wilderern auf die Spur zu kommen, ist der extrem niedrige DNA-Gehalt der Stoßzähne.

Denn die geringe DNA-Menge macht es für die Behörden besonders schwierig, herauszufinden, woher die dazugehörigen Elefanten stammen. Doch nur wenn der genaue Herkunftsort bekannt ist, können die Behörden die Wilderer ausfindig machen. Eine neue Technologie, die im Fachmagazin „Journal of Legal Medicine“ vorgestellt wurde, soll nun aber bereits mit winzigen Mengen an Erbgut die Quelle des Elfenbeins bestimmen können.

Hotspots erkennen und den Schwarzmarkt stoppen

Forscher identifizierten mit der neuen Methode laut einer Mittelung der Flinders Unviersität auch alte Elfenbeinproben in winzigen Stücken zu 100 Prozent korrekt. Adrian Linacre, Zoologe und Experte für Kriminaltechnik an der australischen Universität, sagte, dass mit den Tests die exakte Region identifiziert werden könne, in der die Elfenbeinwilderer aktiv seien. Es sei nun möglich, "Hotspots für Elfenbeinwilderei" zu identifizieren und damit dem derzeit "florierenden globalen Schwarzmarkt" für exotische Tiere etwas entgegenzusetzen, berichtete der "Tagesspiegel".

Dass der internationale Handel mit Elfenbein nicht abnimmt, obwohl er eigentlich verboten ist, liegt daran, dass der nationale Handel in einigen asiatischen Ländern noch immer genehmigt ist. In Thailand zum Beispiel darf zwar kein Elfenbein von afrikanischen Elefanten verkauft werden, das Gesetz erlaubt jedoch den Besitz von Elfenbein von asiatischen Elefanten. Bisher war es allerdings schwierig, zu bestimmen, woher das Elfenbein stammte, deshalb konnten die Behörden oft nicht eingreifen, auch wenn sie illegale Aktivitäten vermuteten. Dank des neuen DNA-Tests könne jetzt jedoch, so Liancre, der "rechtliche Status beschlagnahmter Elfenbeinprodukte" klassifiziert werden.

(sb)

Gute Nachricht

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Das Elefantenleben ist kein leichtes: Wilderer wollen mit ihren Stoßzähnen aus Elfenbein Geld verdienen, in der traditionellen ostasiatischen Medizin werden eben diese als Heilmittel gehandelt. Und dann sind da noch ständig diese schlecht gekleideten Touristen, die auf Safari ihr Smartphone so lange auf die Dickhäuter richten, bis sie möglichst possierlich dreinschauen.

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