Meeting of an European grey wolf (Canis lupus) and a brown bear (Ursus arctos)

Bären und Wölfe werden im Alternativen Park im Schwarzwald aufgenommen. Bild: iStockphoto / belizar73

Gute Nachricht

Alternativer Wolf- und Bärenpark nimmt Tiere aus schlechter Haltung auf

Bären, Wölfe und zwei Luchse sind im Alternativen Wolf- und Bärenpark im Schwarzwald zu Hause. Sie alle teilen ein ähnliches Schicksal: In der Vergangenheit wurden sie schlecht behandelt, mussten zum Beispiel im Zirkus auftreten oder wurden in winzigen Zoogehegen eingesperrt. In ihrem neuen Heim soll es anders werden, dafür will Wildbiologin Sabrina Reimann sorgen.

Reimann, die den Park leitet, erklärt gegenüber dem SWR, was diesen so besonders macht. Da ist zum einen die Weitläufigkeit: Insgesamt zehn Hektar umfasst die Anlage. Die Größe des Parks soll dafür garantieren, dass die Tiere sich wohlfühlen und genügend Platz zum Auslauf haben. Anders als im Zoo leben die Tiere hier nicht in einem engen Gehege, und die Besucher des Parks müssen manchmal mit einem Fernglas nach den Tieren suchen, weil sie eben nicht so nah an ihnen dran sind. Für die Tiere bedeutet das: endlich Freiheit.

Tiere sollen so natürlich wie möglich leben

Denn in der Vergangenheit hatten die Tiere davon in der Regel nicht viel. Reimann erzählt dem SWR von der berührenden Geschichte des Bären Agonis. Der wurde als Junges in einem Restaurant angebunden, vermutlich zur Belustigung der Gäste. Davon ist der Bär noch jetzt gezeichnet, denn er hat sich den Tick angewöhnt, am Daumen zu nuckeln. Da er als Junges keine Milch von seiner Mutter erhielt, versuchte er so, Fressen von den Restaurant-Besuchern zu bekommen. Im Park soll er sich nun frei entfalten können und muss keine Angst vor Menschen oder Hunger haben.

Die Tiere im Alternativen Wolf- und Bärenpark werden weitestgehend in Ruhe gelassen. Zäune und Kameras sind zwar aufgestellt, aber nur, um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten. "Das ist ganz bewusst so gemacht, dass wir nicht mit den Tieren interagieren", sagt Reimann. "Wir rufen sie nicht beim Namen, wir sprechen nicht mit ihnen und trainieren sie in keiner Art und Weise. Wir wollen, dass sie hier so natürlich wie möglich leben."

Doch warum werden die Tiere dann nicht einfach freigelassen? Dafür sind sie zu sehr an den Umgang mit Menschen gewöhnt, erklärt die Tierpark-Leiterin. Die Bären würden beispielsweise in Mülltonnen nach Fressen suchen und nicht in der freien Natur überleben können.

Instinkte zurückgewinnen, Freiheit spüren

Neben den positiven Effekten für die Tiere verfolgt der Park noch ein anderes Ziel. Reimann sagt, dass den Besuchern auch verdeutlicht werden soll, dass Tiere nicht in engen Zoogehegen gehalten werden müssen und eine verhaltensgerechte Tierhaltung anders aussehen kann. Davon können sich Interessierte jetzt wieder selbst ein Bild machen: nach einer langen Schließung aufgrund der Corona-Pandemie sind nun wieder Besuche im Park möglich.

(sb)

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