BARCELONA, SPAIN - 2022/09/30: The logo of the fast fashion clothing brand H&M is seen on top of store entrance. (Photo by Davide Bonaldo/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)
Immer mit dem Modetrend zu gehen, schadet der Umwelt – Kreislaufwirtschaft ist die langfristige Lösung.Bild: LightRocket / SOPA Images
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Leihen statt kaufen: Bei H&M und Marc O'Polo kannst du Mode mieten

23.12.2022, 11:21

Weihnachten steht vor der Tür, da will man sich natürlich schick anziehen. Aber, wie das oft so ist – der Schrank gibt nichts Passendes her. Also geht man shoppen und kauft sich etwas Neues, das man schlimmstenfalls nur ein oder zweimal trägt, bis es wieder aus der Mode gekommen ist.

So oder ähnlich ist es uns allen schon einmal ergangen. Fast Fashion ist real – und belastet die Umwelt enorm. Doch mittlerweile denken manche Unternehmen einen Schritt weiter und etablieren ein System, das es ermöglicht, Mode nur zu leihen, statt neu zu kaufen.

Kleidung bei H&M einfach leihen statt kaufen

Bei H&M Rental kann man sich als Mitglied der Modekette eine Auswahl an Kleidungsstücken aus der aktuellen Kollektion sowie Archiv-Raritäten leihen. Dafür muss zuerst ein persönlicher Beratungstermin mit einer oder einem H&M-Rental-Stylist:in vereinbart werden. Der Termin soll laut H&M etwa eine halbe Stunde dauern. Danach kann man bis zu drei Teile für fünf Tage mitnehmen.

Die Preise für die Ausleihe pro fünf Tage beginnen ab 15 Euro, sind aber von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Für Kleidungsstücke und Schuhe liegt der durchschnittliche Mietpreis für fünf Tage bei 25 Euro. Aktuell werden auch extra glamouröse Kleider für die Festtage zum Ausleihen angeboten, hier starten die Preise bei 35 Euro.

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Immer zeitgemäß und gut gekleidet, aber weitaus ressourcenschonender – mit geliehener Kleidung.bild: pexels / Aleksandr Neplokhov

Von H&M werden diese dann geprüft und anschließend professionell gereinigt, damit die nächste Person sich an der Leihgabe erfreuen kann.

Mode von Marc O'Polo mieten – so geht's

Auch das Modeunternehmen Marc O'Polo bietet dafür seit Neuestem einen Service im eigenen Onlineshop an. Damit alles reibungslos verläuft, wurde eine Kooperation mit dem Leasing-Fashion-Anbieter Unown gestartet. Seit über einem Jahr bietet Unown bereits eine Auswahl der Frauenklamotten von Marc O’Polo auf der eigenen Plattform zur Miete an.

Die Miet-Option ist jetzt im eigenen Online-Shop verfügbar.
Die Miet-Option ist jetzt im eigenen Online-Shop verfügbar.bild: marc o'polo

Jetzt soll Kund:innen der Verleih noch einfacher gemacht werden – denn Marc O'Polo hat sich dazu entschieden, die Miet-Option für Kleidung in den eigenen Onlineshop zu integrieren.

Linda Ahrens, Managing Partner von Unown, sagt dazu gegenüber Fashion Network: "Seit unserem Start im Jahr 2019 sehen wir, wie gut unser Modell ankommt, weil es nachhaltig, erschwinglich und flexibel ist. Deshalb wollten wir den nächsten Schritt gehen und das Mietmodell auch in anderen Onlineshops integrieren."

Bis zu zwei Monate kann man die Kleidung mieten

Das Mieten ist ganz easy. Man entscheidet sich zu Beginn, wie lange man die Kleidung behalten möchte. Zur Auswahl stehen fünf Tage, zwei Wochen oder ein beziehungsweise zwei Monate. Der Preis ist abhängig davon, wie lange man die Kleidung mietet.

Ist die Leihfrist erreicht, kann man die Miete entweder verlängern, den Artikel kaufen oder zurückschicken. Im Anschluss wird die Kleidung professionell und umweltschonend gereinigt. Ein Service für eventuelle kleinere Reparaturen ist inklusive. Danach steht das Kleidungsstück wieder für andere zum Verleih zur Verfügung.

"Nachhaltigkeit endet in Zukunft nicht bei den Rohstoffen und der Herstellung des Produkts. Entscheidend wird auch sein, dessen Lebenszyklus zu optimieren", sagt CEO Maximilian Böck. Er will es vor allem jungen Kund:innen ermöglichen, Trends auszuprobieren, ohne Ressourcen zu verschwenden.

Die Umstellung von Marc O'Polo und H&M ist ein erster Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft.

Laut Greenpeace-Umfrage: Mehrheit für Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse

Zwei Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher sind einer Umfrage zufolge für eine Abschaffung der Mehrwertsteuer auf klimafreundliche pflanzliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse. In der Umfrage für die Organisation Greenpeace gaben das 67 Prozent der Befragten an. Bei denjenigen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1500 Euro im Monat war die Zustimmung mit 84 Prozent noch größer, wie die Umfrage ergab.

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