Nachhaltigkeit
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Natur pur: Umweltfreundlich reisen macht Spaß und man erlebt mehr. (Symbolbild) Bild: Getty Images

Nachhaltig reisen: So holst du das Beste aus deinem Urlaub, ohne verzichten zu müssen

In den Urlaub fahren und gleichzeitig die Umwelt schützen: das geht. Zumindest gibt es Mittel und Wege, mit denen du deine Reise deutlich nachhaltiger gestalten kannst, ohne auf den Spaß dabei verzichten zu müssen.

Zugegeben: Wenn du umweltfreundlicher Urlaub machen willst, kann es sein, dass du ein bisschen mehr planen musst. Dass nachhaltiges Reisen allerdings grundsätzlich kompliziert, teuer und unbequem sein muss, stimmt nicht.

Am Ende kommt es auf die richtige Organisation an – und du solltest dir sehr bewusst machen: Worauf kommt es dir bei deinem Urlaub am meisten an? Und wo kannst du Kompromisse machen?

Hier findest du sieben Tipps zum nachhaltigen Urlaub.

Nimm dir Zeit für deine Reise

Zug- und Busreisen nehmen meist mehr Zeit in Anspruch. Das muss kein Nachteil sein: Wenn dir vor ewig langen Busfahrten graut, teil dir deine Anreise in Abschnitte ein und mach zwischendurch Halt an weiteren schönen Orten, bevor du an deinem eigentlichen Wunschziel ankommst.

So erlebst du bei deiner Reise auch mehr. Anstatt zum Beispiel zwei Wochen am Strand in Griechenland herumzuhängen, nimm dir ein paar Tage Zeit für die Anreise und leg Zwischenstopps in Kroatien, Montenegro, Albanien ein.

Buch deine Tickets rechtzeitig

Gerade günstige Zugtickets sind schnell weg. Mit Glück findest du noch Last-Minute-Angebote auf Seiten wie Ltur. Auch Vergleichsportale für Buslinien bieten oft günstige Bahntickets, wie zum Beispiel hier.

Wenn weder Bus- noch Bahnfahren dein Ding ist, kannst du vielleicht zumindest gemeinsam mit Freunden ein Auto mieten. Wenn ihr mit mehreren Personen gemeinsam fahrt, ist das immer noch besser als zu fliegen. Deine Freunde haben keine Zeit? Dann kannst du nach potenziellen Reisegefährten auch auf Plattformen wie "Travelbuddies" schauen. Der Vorteil: Nebenbei lernst du neue Leute kennen.

Versuch, kleiner und näher zu denken

Natürlich klingen Reiseziele wie Thailand, Costa Rica oder Neuseeland spannend – du musst dir auch nicht verbieten, diese Länder jemals zu bereisen. Aber vielleicht muss eben nicht jeder Urlaub in die Ferne gehen.

Überlege, welche Alternativen näher sind: Strände in Italien, Spanien oder Kroatien sind auch traumhaft. Die Alpen sind quasi um die Ecke. Selbst Deutschland hat tolle Natur, die manchmal nur eine S-Bahn-Fahrt weit entfernt ist.

Frag dich: Was willst du von deinem Urlaub?

Wenn du eigentlich nur entspannen willst, ist der Langstreckenflug mit garantiertem Jetlag vielleicht gar nicht das Richtige. Du willst Abenteuer? Dann könntest du dir überlegen, ob du nicht mehr erlebst, wenn du kreativ wirst bei deiner Anreise: Vielleicht kannst du Strecken mit dem Fahrrad oder sogar zu Fuß zurücklegen.

Oder willst du eine andere Kultur erleben? Auch dafür musst du in Europa glücklicherweise keine weiten Strecken zurücklegen. Gerade viele osteuropäische Länder gelten noch als Geheimtipp. Oder hast du schon mal Urlaub in Serbien, Bulgarien oder Estland gemacht?

Vergiss das "Ganz oder gar nicht"-Prinzip

Nachhaltig leben muss nicht immer Verzicht bedeuten, sondern vor allem: Alternativen finden. Vielleicht nimmst du dir vor, nur noch einmal pro Jahr zu fliegen – und dafür deine absoluten Traumziele zu erfüllen. Oder du tauschst den Langstreckenflug gegen eine kürzere Strecke.

Bevor du dich allerdings schlecht fühlst, weil dein Reisevorhaben nicht hundert Prozent umweltfreundlich ist und du aus Frust den Langstreckenflug mit All-Inclusive-Hotel und Pool buchst, denk dran: Wenn wir alle nur ein bisschen verändern und uns dabei gut fühlen, bewirkt das am Ende mehr, als wenn wir dauernd schlecht gelaunt sind.

Nimm Trinkflaschen von Zuhause mit

Egal ob du an den Strand willst, einen Städte-Trip oder eine Bergtour machst: Du wirst viel unterwegs sein, und du wirst unterwegs Durst haben. Damit du nicht ständig unterwegs Plastikflaschen kaufen musst, steck am besten eine feste Trinkflasche von Zuhause ein. Dann kannst du deine Flasche einfach in deiner Unterkunft auffüllen.

Informiere dich allerdings vorher, ob du in deinem Urlaubsland Leitungswasser trinken kannst. Hier findest du zum Beispiel eine Liste mit Ländern, in denen du bedenkenlos aus dem Hahn trinken kannst. Ansonsten gibt es auch kleine Wasserfilter für die Reise oder Flaschen, in die ein Filter bereits integriert ist – frag am besten mal im Outdoorshop nach.

Wirf einen genauen Blick auf deine Unterkunft

Der Nachhaltigkeits-Trend hat auch schon die Hotel- und Hostel-Branche erreicht – mittlerweile findest du ein breites Angebot von Unterkünften, die auf Umweltfreundlichkeit setzen. Webseiten wie "Book it Green" oder "Eco Bnb" können dir bei deiner Suche helfen.

Generell kannst du dir überlegen, ob du für deinen Urlaub nicht lieber ein Hostel mit einer Gemeinschaftsküche oder eine Ferienwohnung buchen willst: Solche Unterkünfte sind vielleicht weniger luxuriös, manchmal musst du sogar deine eigenen Handtücher bringen (es gibt übrigens auch leichte Reisehandtücher aus Microfaser oder Baumwolle).

Dafür gibt es Möglichkeiten, eigene Snacks frisch zuzubereiten, sodass du unterwegs Verpackungsmüll (und auch ein wenig Geld) sparst. Dafür könntest du auch faltbare Brotdosen von Zuhause mitnehmen, die leergefuttert, weniger Platz einnehmen. Auf kulinarische Abenteuer musst du deswegen natürlich nicht verzichten.

(ak)

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