Soccer Football - 2022 World Cup - Germany squad announcement - DFB Campus, Frankfurt, Germany - November 10, 2022 Germany coach Hansi Flick during the announcement REUTERS/Kai Pfaffenbach
Hansi Flick hat seinen Kader für die WM in Katar verkündet. Bild: reuters / KAI PFAFFENBACH
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Flick verkündet DFB-Aufgebot für WM in Katar ++ Suche nach Atommüll-Endlager verzögert sich

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10.11.2022, 19:00

Flick gibt DFB-Aufgebot für WM in Katar bekannt

Bundestrainer Hansi Flick hat am Donnerstagmittag in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main die 26 Spieler, mit denen die deutsche Nationalmannschaft an der umstrittenen WM in Katar teilnimmt, verkündet. Viele Entscheidungen des Bundestrainers waren bereits vor der offiziellen Bekanntgabe an durchgesickert.

So bleibt Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus der Turnier-Pechvogel des DFB-Teams. Der 33 Jahre alte Offensivspieler wird die Endrunde mit einer Sprunggelenksverletzung verpassen. Und auch Mats Hummels, Weltmeister von 2014, ist nicht in Katar dabei. Dafür sind seine Teamkollegen Karim Adeyemi und der erst 17-jährige Youssoufa Moukoko im Aufgebot.

Robin Gosens, Shootingstar der EM im vergangenen Jahr, wird überraschend nicht zum Team gehören. Dafür hat sich der Bundestrainer auf der linken Abwehrseite für Freiburgs Kapitän Christian Günter entschieden.

Erst am Dienstag haben Flick und sein Team endgültig über den Kader entschieden. Er bezeichnete die Zeit als "sehr intensiv."

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Zudem machte er deutlich, dass das er und das Team vor Ort auf die Missstände in Katar aufmerksam machen wollen. Die Konzentration solle jedoch auf dem Sport liegen.

Das deutsche Team
Tor: Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen, Kevin Trapp Abwehr: Armel Bella-Kotchap, Matthias Ginter, Christian Günter, Thilo Kehrer, Lukas Klostermann, David Raum, Antonio Rüdiger, Nico Schlotterbeck, Niklas Süle Mittelfeld/Angriff: Karim Adeyemi, Julian Brandt, Niclas Füllkrug, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Mario Götze, Ilkay Gündogan, Kai Havertz, Jonas Hofmann, Joshua Kimmich, Youssoufa Moukoko, Thomas Müller, Jamal Musiala, Leory Sané,

Ministerium: Suche nach Atommüll-Endlager dauert länger als bis 2031

Die Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll kann nach Angaben des Bundesumweltministeriums nicht mehr wie angestrebt bis 2031 abgeschlossen werden. Das gehe aus einem Dokument der für die Suche beauftragten Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) hervor, teilte das Ministerium am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Söder für Ende der Maskenpflicht in Zügen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für ein Ende der Maskenpflicht in Zügen ausgesprochen. "Es ist wenig verständlich, warum es in der Bahn eine Maskenpflicht gibt, im Flieger aber nicht", sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deutschland sei jetzt in einer Phase, in der die Eigenverantwortung in den Vordergrund rücke.

04.06.2021, Bayern, München: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung seine FFP-2-Maske ab. Foto: Pet ...
Markus Söder sieht die Eigenverantwortung im Vordergrund.Bild: dpa / Peter Kneffel

Jeder könne sich impfen lassen oder eine Maske aufsetzen, wenn er das wolle, sagte Söder. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sei weiter besondere Vorsicht geboten. Ansonsten sollten aber Schutzmaßnahmen schrittweise heruntergefahren werden. Der bayerische Ministerpräsident sprach sich zudem dafür aus, die Isolationspflicht neu zu definieren. Infizierte sollten demnach nur noch zu Hause bleiben, wenn sie Symptome haben.

Bundestag beschließt das neue Bürgergeld

Der Bundestag hat nach einer heftigen Debatte das von der Ampel-Koalition geplante Bürgergeld auf den Weg gebracht. SPD, Grüne und FDP stimmten mit ihrer Mehrheit für das Gesetz. In namentlicher Abstimmung stimmten 385 Abgeordnete für das Gesetz, 261 dagegen. Es gab 33 Enthaltungen. Das Bürgergeld soll mit dem Jahreswechsel schrittweise das heutige Hartz-IV-System ablösen. Allerdings ist dafür noch eine Zustimmung im Bundesrat nötig, der voraussichtlich am Montag darüber entscheidet. Die Union hat damit gedroht, das Bürgergeld dort zu blockieren, weil es aus ihrer Sicht die Motivation senkt, eine Arbeit anzunehmen.

Die Ampel-Pläne für das Bürgergeld sehen eine Erhöhung des heutigen Regelsatzes von 449 Euro für Alleinstehende auf 502 Euro vor. Arbeitslose sollen zudem künftig weniger durch angedrohten Leistungsentzug (Sanktionen) unter Druck gesetzt und dafür bei Weiterbildungsmaßnahmen stärker unterstützt werden. Zudem sollen Vorgaben zur erlaubten Vermögenshöhe und zur Wohnungsgröße bei Leistungsbeziehern gelockert werden.

Mehr zur heftigen Debatte liest du hier.

Biden will wohl nächstes Jahr über Kandidatur entscheiden

US-Präsident Joe Biden will voraussichtlich Anfang kommenden Jahres entscheiden, ob er im Jahr 2024 noch einmal kandidieren wird. "Meiner Meinung nach werden wir Anfang nächsten Jahres ein Urteil fällen", sagte der Demokrat im Weißen Haus. Er habe die Absicht, wieder bei der Präsidentenwahl anzutreten. Es sei aber letztlich eine Entscheidung der Familie. "Ich denke, alle wollen, dass ich kandidiere, aber wir werden es besprechen." Er werde eine Entscheidung nicht davon abhängig machen, was sein Vorgänger tue, sagte er mit Blick auf den republikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump.

President Joe Biden speaks in the State Dining Room of the White House in Washington, Wednesday, Nov. 9, 2022. (AP Photo/Susan Walsh)
US-Präsident Joe Biden könnte ein Stein vom Herzen gefallen sein: Die Ergebnisse für die Demokraten bei den Midterms fielen nicht so schlecht aus wie vorausgesagt. Bild: AP / Susan Walsh

Bei der Wahl am Dienstag hatten die Demokraten besser abgeschnitten als von vielen Demoskopen erwartet. Weiterhin nicht ausgeschlossen ist, dass sie die Mehrheit im Repräsentantenhaus und Senat - oder zumindest in einer der beiden Kongresskammern - halten. Bis es Klarheit gibt, könnten noch mehrere Tage oder gar Wochen vergehen. Den Republikanern werden etwas bessere Chancen eingeräumt, eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus zu gewinnen. Im Senat könnte ein einzelner noch zu vergebender Sitz ausschlaggebend sein.

Bundesverfassungsgericht: Windräder im Wald möglich

Die Bundesländer dürfen nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Windräder im Wald nicht generell verbieten. Ein solches Windkraft-Tabu an Standorten in Waldgebieten wie in Thüringen sei verfassungswidrig, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung der Karlsruher Richter hervor. Gegen einen Verbotspassus im Ende 2020 geänderten Thüringer Waldgesetz hatten private Waldbesitzer Verfassungsbeschwerde eingelegt – mit Erfolg.

ARCHIV - 20.04.2021, Baden-Württemberg, Seebach: Auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald steht ein Windrad. Im Vordergrund ist ein Teil der Vegetation des Hochmoores zu sehen. (zu dpa: «Windräder im W ...
Windrad auf der Hornisgrinde im NordschwarzwaldBild: dpa / Uli Deck

Der Beschluss der Karlsruher Richter hat Signalwirkung, weil es nach einer Untersuchung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages auch in mehreren anderen Bundesländern ein ausnahmsloses Verbot von Windkraftanlagen in Forstgebieten gibt. Oft ist der Bau der Anlagen im Wald konfliktgeladen.

(mit Material von dpa/AFP)

Umstrittene Mund-zu-Geste: Nur zwei DFB-Stars wollten sie
Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.

Es war das Streitthema der WM: Die One-Love-Binde, mit der die DFB-Elf gemeinsam mit anderen europäischen Vereinen ein Zeichen in Katar setzen wollte. Als diese Verboten wurde, war das Geschrei groß. Der Druck auf die Mannschaft, stattdessen ein anderes Zeichen zu setzen, aber auch. So hatte sich die Nationalmannschaft vor dem Japan-Spiel eine andere Protestform überlegt: Die ging jetzt in die WM-Geschichte als die Mund-zu-Geste ein.

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