Franz BECKENBAUER nach Augeninfarkt auf dem rechten Auge fast blind. Archivfoto: Franz BECKENBAUER (Ehrenpraesident FC Bayern Muenchen) vor der Meisterschale, Einzelbild,angeschnittenes Einzelmotiv,Portraet,Portrait,Portr

Franz Beckenbauer möchte ein klares Statement von FC Bayern-Trainer Hansi Flick zu dessen Zukunft. Bild: www.imago-images.de / bFrank Hoermann/SVEN SIMON

FC Bayern: Franz Beckenbauer fordert klare Ansage von Flick

Beim FC Bayern kehrt keine Ruhe ein. Nach dem Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain und dem anhaltenden Streit zwischen Sport-Vorstand Hasan Hasan Salihamidžić und Trainer Hansi Flick ist die Stimmung sowieso schon angespannt. Erschwerend hinzu kommt, dass Flick seine Zukunft offen lässt. Bei "Sport1" fordert Ehrenpräsident Franz Beckenbauer Flick jetzt auf, sich schnellstmöglich zu äußern.

"Natürlich muss er sich zu irgendetwas bekennen", sagt Beckenbauer. Und weiter: "Er sagt, dass er bleibt und einen gültigen Vertrag bis 2023 hat. Dann erübrigt sich die Nachfrage sowieso, denn dann ist alles gesagt. Aber wenn er das nicht macht, sind die Spekulationen natürlich offen. Mit denen muss er dann leben. Dann kann er aber nicht sagen 'nächste Frage', sondern muss darauf eingehen."

Keine entscheidende Stimme bei Transferentscheidungen

Zuletzt wich Flick Fragen zu seiner Zukunft aus und gab kein klares Statement ab. Unzufrieden könnte der Trainer sein, weil er bei Transferentscheidungen nicht mitreden darf – obwohl das vor seinem Dienstantritt eigentlich so abgesprochen war.

Auch hierzu vertritt Beckenbauer eine klare Meinung und sagt: "Der Trainer gehört mit dazu. Das ist doch die wichtigste Person, der muss doch wissen, auf welcher Position er welchen Spieler braucht". Auch er war Trainer und erinnert sich, dass die Kaderplanung damals gemeinsam gemacht wurde. "Das muss eine Einheit sein, da müssen alle an den Tisch. Es kann nicht sein, dass nur Einzelgespräche stattfinden. Da muss eine klare Linie her, da muss auch das Präsidium einbezogen werden."

Beckenbauer glaubt aber nicht, dass Flick bei den Entscheidungen nicht genug eingebunden wird. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand bei solchen Entscheidungen einen Alleingang macht. Trainer und Teammanager sind ja eng miteinander verbunden. Da kann keiner am Ende sagen, er hätte nichts davon gewusst."

Sorgen macht sich Beckenbauer trotz allem nicht um den FC Bayern. "Solange Karl-Heinz Rummenigge oder Uli Hoeneß noch in der Verantwortung sind, bleibt es alles im Rahmen", sagt er. Doch Rummenigge wird sein Amt zum Ende des Jahres niederlegen, dann übernimmt Oliver Kahn die Aufgabe als Vorstandsvorsitzender.

(pas)

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