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Bei Pressekonferenz nach BVB-Sieg: Favre merkt nicht, dass Mikro schon an ist

Die Borussen sind zurück. Nach dem etwas peinlichen 1:3 bei Aufsteiger Union Berlin mussten sich Borussia Dortmund und vor allem Trainer Lucien Favre viel Kritik anhören. Am Samstag gab der Klub die passende Antwort. Beim 4:0 gegen Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen bot der BVB eine überzeugende Leistung.

"Wenn du 4:0 gewinnst, ist das im Hinblick auf die letzten zwei Wochen eine gute Reaktion", sagte BVB-Neuzugang Julian Brandt nach dem Duell mit seinem Ex-Club. "Wenn du vier Tore machst, spricht das heute für unseren Angriff."

Auch Trainer Lucien Favre meldete sich nach dem Spiel auf einer Pressekonferenz zu Wort. Kurios: Als Favre den Raum betrat, bemerkte er nicht, dass das Mikrofon auf seinem Platz schon an war – und gab unfreiwillig Einblicke in seinen eigenen Gesundheitszustand.

BVB-Trainer Favre verriet den Fans ungewollt:

"Oh la la la la. Ich habe plötzlich Schmerzen."

Seit "heute Morgen um 11.20 Uhr" tue ihm das Knie weh, erfuhren die Zuschauer. Und dass das nicht das erste Mal sei.

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Bild: Screenshot

Wir wünschen gute Besserung! Leverkusen habe gut gespielt, sagte BVB-Trainer Favre danach im offiziellen Teil der Pressekonferenz noch. "Wenn sie ein Tor machen, weiß man nicht, was passiert. Wir haben gut verteidigt heute und es war sehr nötig heute, gut zu verteidigen."

Was sonst noch am Bundesliga-Spieltag geschah?

FC Bayern gegen RB Leipzig:

RB Leipzig und Meister FC Bayern boten hochklassigen Fußball, einen Sieger gab es am Ende nicht. Von dem 1:1 am Samstag profitierten am Ende vor allem die Sachsen, die nach vier Spieltagen ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen. Die Münchner dagegen sind mit acht Zählern aus vier Spielen nur Dritter – der schlechteste Saisonstart des Rekordmeisters seit fünf Jahren. "Wir haben zwei Punkte weniger als eingeplant", sagte Trainer Niko Kovac, der seine Mannschaft aber für eine "fantastische erste Halbzeit" lobte.

Noch mehr von Favre:

Hertha BSC in der Krise

Mit neuem Investor und Rekordeinkauf war Hertha BSC mit großen Zielen in die neue Saison gestartet. Nach vier Spieltagen sind die Berliner ganz unten angekommen. Gegen die ebenfalls schwach gestarteten Mainzer unterlag Hertha mit 1:2 und ist mit einem Punkt aus vier Spielen Tabellenletzter. "Wir schlucken zu einfach die Tore", schimpfte Trainer Ante Covic, der schon unter Druck steht. "Wir betreiben brutalsten Aufwand, um den Ausgleich zu erzielen. Dann kriegst du nach einer Ecke das 1:2, das ist sehr, sehr bitter."

Chaos-Duell zwischen Union und Werder Bremen

Drei Elfmeter, drei Tore, zwei Platzverweise, eine Verwarnung für den Trainer: Das Duell zwischen Aufsteiger Union Berlin und Werder Bremen hatte einiges zu bieten. Am Ende setzte sich die Bremer Notelf ohne zehn verletzte Stammspieler mit 2:1 durch. "So ein Spiel habe ich als Trainer noch nicht erlebt", gab Werder-Coach Florian Kohfeldt nach den 90 kuriosen Minuten in Berlin zu.

Eintracht kassiert Niederlage

Am Donnerstag beginnen für Eintracht Frankfurt mit dem Heimspiel gegen den FC Arsenal die erneuten Europa-League-Festwochen – die Stimmung bei den Hessen erhielt am Samstag aber einen herben Dämpfer. "Es ist ärgerlich, dass wir mit null Punkten nach Hause fahren", sagte Trainer Adi Hütter nach der zweiten Liga-Niederlage, dem knappen 1:2 beim bis dahin noch sieglosen FC Augsburg.

Heimkehr für Alexander Nübel

Zehn Jahre lang spielte Alexander Nübel beim SC Paderborn, am Sonntag geht es für den 22-Jährigen erstmals mit dem FC Schalke 04 gegen seinen Ex-Club. "Ich werde etwas aufgeregter sein als in anderen Spielen", sagte der U21-Vize-Europameister, dessen Zukunft auf Schalke noch immer ungeklärt ist. Auch der FC Bayern München soll an dem Torhüter interessiert sein. Nübel will sich in Ruhe Gedanken über seine Zukunft machen, "weil es keine einfache Entscheidung ist".

(hau/mit dpa)

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