Co-Trainer des FC Bayern Miroslav Klose freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein Lazio Rom.
Co-Trainer des FC Bayern Miroslav Klose freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein Lazio Rom.
Bild: IMAGO / Sven Simon

Klose über seinen Ex-Verein: So wollen die Bayern Lazio Rom schlagen

23.02.2021, 17:18

Die intensiven Wochen gehen für den FC Bayern weiter. Nachdem die Generalprobe in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt vor dem Champions League-Achtelfinale misslang, wartet am Dienstagabend Lazio Rom auf den deutschen Rekordmeister.

Vor dem ersten K.o.-Runden-Spiel des Titelverteidigers erklärt WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose, seit Sommer 2020 Co-Trainer der Bayern, worauf es gegen die Italiener ankommt. Er muss es wissen, hat er doch selbst fünf Jahre dort gespielt.

Klose: Corona und Verletzungen schwächen Bayern-Kader

Die vergangenen Wochen liefen für die Verhältnisse des FC Bayern maximal passabel. Nach der 2:1-Niederlage gegen Frankfurt rückt Verfolger Leipzig bis auf zwei Punkte an die Münchener heran. Für Hansi Flick und sein Team ist das in dieser Phase der Saison ein eher ungewöhnlicher Zustand. Doch die Herausforderungen der Corona-Pandemie strapazieren den Verein, während der eng getaktete Spielplan weiter durchgezogen werden muss.

"Wir müssen verhindern, (...) dass die Römer von hinten raus spielen können. Unser Pressing ist da wichtig. Gegendruck sind die Italiener nicht gewohnt."
Miroslav Klose

Durch eine Infektion mit Covid-19 fielen zuletzt sowohl Leon Goretzka, als auch Thomas Müller aus. Hinzu kommen verschiedene Verletzungssorgen unter anderem bei Javi Martinez. "Unsere Jungs puschen sich in jedem Spiel, sie versuchen immer Gas zu geben, aber es geht nicht immer so einfach. Und ein Gegner wie Frankfurt investiert richtig", erklärt Miroslav Klose gegenüber dem Magazin "Kicker". Ein Lazio Rom kann das ebenfalls.

"Mirek, es ist Lazio"

Klose weiß noch genau, wie er von der Auslosung dieses Gegners erfuhr: "Wir hatten damals Training mit den Ersatzspielern, ein paar Jungs waren noch auf dem Platz geblieben, Thomas Müller sagte: Mirek, es ist Lazio". Miroslav Klose freut sich sehr darauf, nach Rom zurückzukehren und auf seinen Wunschgegner zu treffen.

Der Weltmeister von 2014 glaubt, aus alten Zeiten noch zu wissen, wie sein Ex-Verein zu bespielen ist. "Wir müssen nach dem ersten auch den zweiten und dritten Sprint ansetzen, weil dadurch unsere Abwehr entlastet wird", hebt der 42-Jährige hervor. "Wir müssen gegen Lazio wie in der zweiten Hälfte in Frankfurt Druck machen und verhindern, dass die Römer mit ihren Kombinationen von hinten heraus spielen können. Unser Pressing ist da wichtig. Gegendruck sind die Italiener nicht gewohnt."

In der Defensive liegen laut Klose die Schächen von Lazio. "Da kann man sie packen. Wir müssen vorne draufgehen und versuchen, den Ball früh zu gewinnen", sagt er. Auf der anderen Seite warnt er vor den gefährlichen Waffen der Hauptstädter im Angriffsspiel. Das hohe Pressing provoziert Konteranfälligkeiten, die Rom – allen voran Toptorjäger Ciro Immobile – sofort bestrafen kann. "Es wird wichtig sein, da eine gute Balance zu haben."

Immobile gegen Lewandowski: Wer ist besser?

Ciro Immobile ist in der Serie A einer der Toptorjäger und misst sich jede Woche mit Namen wie Zlatan Ibrahimovic, Christiano Ronaldo oder Romelu Lukaku. 2020 gewann er den Goldenen Schuh als Europas bester Torschütze. Ihm gegenüber steht Weltfußballer Robert Lewandowski. Der Pole trifft auch in dieser Saison wie er will und jagt mit 26 Toren aus 21 Spielen die Bestmarke von Gerd Müller, der 1971/72 40 Toren in einer Bundesliga-Saison schoss.

Für Klose ist klar wer, der Topstürmer Europas ist: "Lewandowski sehe ich täglich im Training, den kann ich umfassender beurteilen. Ihn halte ich für besser, er ist komplett und das Maß aller Mittelstürmer."

(vdv)

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