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EM 2028

EM 2028: Stadien, Austragungsort, Tickets und der Modus – alle Infos

LONDON - JANUARY 21: A general view of Wembley Stadium on January 21, 2007 in London, England. (Photo by Julian Finney/Getty Images)
Das Wembley-Stadion ist ein Sehnsuchtsort für Spieler:innen und Fans.Bild: Getty Images / Julian Finney
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EM 2028: Austragungsort, Stadien, Logo, Tickets und der Modus

21.06.2024, 19:15
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Auf die Europameisterschaft 2024 in Deutschland folgt das nächste europäische Turnier vier Jahre später. Gleich fünf Länder haben sich zusammengetan, um die EM 2028 auszutragen.

Wir versorgen dich hier mit allen Infos zum Turnier, blicken auf den Modus und werfen auch einen Blick auf die EM 2032.

So soll das fertige Everton-Stadion aussehen.
So soll das fertige Everton-Stadion aussehen.bild: evertonstadium.com

Der Austragungsort der EM 2028

Austragungsort der EM 2028 ist das Vereinigte Königreich mit Irland. Wo konkret gespielt wird? In gleich fünf Ländern! In England, Schottland, Nordirland, Wales und Irland.

Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Die Formulierung "Großbritannien und Irland" ist nicht korrekt, weil damit Nordirland ausgeschlossen wäre.

In einem Statement ließen die fünf beteiligten Fußballverbände verlauten: "Dies ist ein Meilenstein für den britischen und irischen Sport. Wir freuen uns, dass wir mit der innovativen Partnerschaft zwischen unseren Fußballverbänden, welche die volle Unterstützung unserer Regierungen genießt, zu den Ausrichtern ernannt wurden." Das Turnier werde "auch zum gesellschaftlichen Wandel beitragen".

Eine zweite Bewerbung gab es aufgrund des Rückzugs der Türkei nicht. Mehr dazu am Ende dieses Texts.

EM 2028: Modus doch nicht mit 32 Teams

Die Uefa hatte zwischenzeitlich die Europameisterschaft auf 32 Teams erweitern wollen. Das hätte bedeutet, dass mehr als die Hälfte aller europäischen Mannschaften bei der Endrunde dabei gewesen wären. Nach aktuellem Stand sind die Pläne vom Tisch.

Die Uefa möchte nun den Modus über mehrere Turniere testen, der bei der EM 2024 in Deutschland zum Einsatz kam: 24 Mannschaften in sechs Gruppen. Nicht nur die beiden Gruppenersten qualifizieren sich fürs Achtelfinale, sondern auch die vier besten Dritten.

EM 2028: In diesen Stadien wird gespielt

Die Europameisterschaft 2028 wird in zehn Stadien ausgetragen:

  • Belfast: Casement Park (Neubau)
  • Birmingham: Villa Park (wird renoviert)
  • Cardiff: Nationalstadion Wales
  • Dublin: Dublin Arena
  • Glasgow: Hampden Park
  • Liverpool: Everton-Stadion (Neubau)
  • London: Wembley-Stadion
  • London: Tottenham Hotspur Stadium
  • Manchester: City of Manchester Stadium
  • Newcastle: St. James’ Park

Zwei legendäre Stadien fehlen in dieser Liste: Weder an der Anfield Road in Liverpool noch in Old Trafford in Manchester steigen bei dieser EM Begegnungen.

Bemerkenswert ist der Neubau in Belfast. So sah der Casement Park im Frühjahr 2024 aus:

Preparation Work Begins For The Planned Redevelopment Of Casement Park, West Belfast, Northern Ireland 19/2/2024 A view of Casement Park as preparation works begin on its redevelopment A view of Casem ...
Bild: IMAGO images / Inpho Photography

So soll der Neubau nach Fertigstellung 2028 aussehen:

Bild
bild: casementpark.ie

EM 2028: das Logo und das Maskottchen

Noch wurde das Logo zur EM 2028 nicht vorgestellt. Es ist davon auszugehen, dass die Verbände diesen Schritt gemeinsam mit der Uefa in der nahen Zukunft nach der EM 2024 in Deutschland nachholen werden. Gleiches gilt für das Maskottchen.

An wann gibt es Tickets für die EM 2028?

Tickets für die EM 2028 werden wie schon bei vorausgegangenen Turnieren in mehreren Phasen verkauft. Beginn des Vorverkaufs dürfte 2027 sein. Dann können sich Fans wieder auf unterschiedliche Partien bewerben, ohne dass klar ist, welche Teams in den jeweiligen Begegnungen aufeinandertreffen.

In einer späteren Verkaufsphase kann man sich auf Tickets der eigenen Nationalmannschaft bewerben. Die Veranstalter haben angekündigt, dass mehr als drei Millionen Karten verfügbar sein werden.

EM 2028: Sind alle fünf Gastgeber qualifiziert?

Ein Turnier mit fünf gastgebenden Ländern ist ein Novum und wirft Fragen auf. Denn: Normalerweise sind Gastgeber automatisch qualifiziert. Doch es ist unwahrscheinlich, dass die Uefa gleich fünf Ländern einen Freifahrtschein ausstellt.

Die BBC berichtete nach der Vergabe, dass die Uefa nicht allen Ausrichtern einen automatischen Startplatz garantieren könne. Sollte die Uefa weiterhin nur zwei Gastgeber automatisch qualifizieren, könnten drei Länder leer ausgehen. Sie müssten sich dann auf regulärem Wege die Teilnahme verdienen.

Denkbar sei, dass alle fünf Gastgeber in der Qualifikation starten, aber zwei Startplätze für Länder zurückgehalten werden, die dort scheitern. Bei der Uefa soll es aber noch Vorbehalte gegen den Plan geben. Eine finale Entscheidung wird der Verband vor Start der EM-Qualifikation kommunizieren müssen.

EM 2028: Spielplan, Eröffnungsspiel, Finale

Die Vergabe der einzelnen Begegnungen und die Veröffentlichung des Spielplans stehen noch aus. Daher sind auch die Orte für das Eröffnungsspiel und das Finale noch nicht kommuniziert, wobei alles andere als ein Endspiel im Wembley-Stadion eine faustdicke Überraschung wäre.

EM 2028 nicht in der Türkei – Folgen für EM 2032

Die Türkei bewarb sich als Ausrichter für die EM 2028, nachdem das Land sich mehrfach erfolglos um das Turnier bemüht hatte. Auch für 2028 wäre die Türkei leer ausgegangen und zog daher die Kandidatur zurück.

Gleichzeitig wurde hinter den Kulissen ein Deal verhandelt: Das Land wird die EM 2032 gemeinsam mit Italien ausrichten.

Hierzu musste die Uefa ihre Regel abschaffen, dass nur benachbarte Länder ein Turnier gemeinsam ausrichten dürfen. Denn Italien brauchte Verstärkung: Der italienische Fußballverband sah sich nicht in der Lage, bis 2032 zehn EM-taugliche Stadien im Land zu haben.

FC Bayern: Kingsley Coman wohl vor dem Aus – Details zu Kompany-Plan bekannt

Bayern Münchens Kingsley Coman hat zuletzt vermehrt die Schlagzeilen beherrscht. Französische Medien berichteten, dass der Außenbahnspieler erwäge, aus Frankreichs Nationalmannschaft zurückzutreten – was ein Sprecher des Spielers inzwischen dementiert hat. Coman empfinde es als Ehre, für Les Bleus aufzulaufen, heißt es in dem Statement an "Bild".

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