Aus der Euro 2020 wird die Euro 2021.
Aus der Euro 2020 wird die Euro 2021.Bild: Getty Images Europe / Dan Istitene

Coronavirus: Uefa verschiebt Fußball-EM auf Sommer 2021

17.03.2020, 13:4117.03.2020, 17:51

Jetzt ist es offiziell: Die Europäische Fußball-Union hat die EM 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr in den Sommer 2021 verschoben. Die Entscheidung traf das Uefa-Exekutivkomitee nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag.

  • Zunächst hatten dem entsprechenden Vorschlag am Dienstag bereits die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt.
  • In einer weiteren Videokonferenz segneten noch die 55 Nationalverbände den Vorschlag ab, ehe das Exekutivkommitee die endgültige Entscheidung vermeldete.
  • Das Turnier sollte in diesem Jahr vom 12. Juni bis zum 12. Juli in zwölf Ländern ausgetragen werden, das Eröffnungsspiel sollte in Italiens Hauptstadt Rom stattfinden. Als deutscher Spielort war München vorgesehen.
  • Stattdessen wird das Turnier nun im Jahr 2021 ausgetragen werden, vom 11. Juni bis zum 11. Juli.

Wie das Coronavirus den Spielplan durcheinander wirbelt

Angesichts der raschen Verbreitung des Virus ruht derzeit in fast allen europäischen Ligen der Spielbetrieb. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hatte am Montag beschlossen, dass in der Bundesliga und 2. Bundesliga bis mindestens 2. April nicht gespielt wird.

Auch die Champions League und die Europa League sind bis auf weiteres ausgesetzt. Wie es mit diesen beiden Wettbewerben weitergehen soll, blieb zunächst unklar.

Nach der der Uefa erklärte sich auch die Fifa bereit, für die verschobene EM Platz im Kalender zu machen. Im Sommer 2021 hätte eigentlich die Fifa-Klub-Weltmeisterschaft stattfinden sollen. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn "mehr Klarheit über die Situation herrscht", werde man entscheiden, "wann die neue Fifa-Klub-Weltmeisterschaft angesetzt werden soll: später im Jahr 2021, 2022 oder 2023", teilte Fifa-Präsident Gianni Infantino am Dienstag mit.

Die Uefa widersprach indes Medienberichten, wonach sie von den Vereinen und Ligen umgerechnet rund 300 Millionen Euro für eine Verschiebung der EM verlange.

Bis zuletzt hatte die Uefa noch strikt am Terminkalender für die Euro festgehalten. Durch die Verschiebung hätten die nationalen Ligen nun den dringend benötigten Puffer, um die Saison noch im Sommer zuende spielen zu können.

(as/ll/sid)

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