Thilo Kehrer (l.) und Timo Werner sind mit den Einsatzzeiten bei ihren Vereinen unzufrieden.
Thilo Kehrer (l.) und Timo Werner sind mit den Einsatzzeiten bei ihren Vereinen unzufrieden. Bild: www.imago-images.de / imago images

Forderung nach mehr Spielzeit: Zwei DFB-Stars planen Vereinswechsel

29.03.2022, 11:06

Bei der Nationalmannschaft läuft es für Timo Werner seit Hansi Flick Bundestrainer ist. In sechs Spielen unter dem DFB-Coach erzielte der Angreifer sechs Tore.

Bei seinem Klub Chelsea ist der 26-Jährige jedoch nicht mehr als ein guter Ersatzspieler. Seinen Platz in der Startelf hatte er erst an Sommerneuzugang Romelu Lukaku verloren und mittlerweile an DFB-Kollege Kai Havertz.

In der aktuellen Saison kommt Werner in 14 Premier-League-Spielen gerade mal auf ein Tor und eine Vorlage – viel zu wenig, um im WM-Jahr von Hansi Flick für die Endrunde in Kader nominiert zu werden. Daher plant der Stürmer laut Sport-1-Informationen einen Abgang im Sommer, der ihn zurück nach Deutschland führen könnte.

Chelsea darf aktuell keine Spieler verkaufen

Im Rahmen der Nationalmannschaft erklärte DFB-Coach Flick bereits, dass die Spieler Verantwortung übernehmen müssten und selbst einschätzen müssen, was für ihre Zukunft richtig sei. Der 56-Jährige macht aber auch klar: "Wir wollen ihn so gut es geht unterstützen, weil er enorme Qualitäten hat."

Noch steht Werner beim amtierenden Champions-League-Sieger in London bis 2025 unter Vertrag. Doch laut Sport1 würde ihm der Klub keine Steine in den Weg legen, wenn ein Verein 40 Millionen Euro oder mehr bietet. Chelsea hatte im Sommer 2020 53 Millionen Euro an RB Leipzig bezahlt.

Das Problem: Aufgrund der Sanktionen der britischen Regierung gegen Chelsea und Eigentümer Roman Abramowitsch, darf der Klub mit Spielern aktuell kein Geld verdienen. Vertragsverlängerungen und Spielerverkäufe sind untersagt.

BVB gilt als Interessent für Werner

Dennoch soll Werner-Berater Volker Struth Gespräche mit einigen Vereinen führen – unter anderem auch Borussia Dortmund. Erst vor Kurzem hatte Struth mit Niklas Süle einen seiner Klienten zum BVB transferiert. Mit dem Innenverteidiger versteht sich Werner gut.

Doch die BVB-Bosse seien noch nicht komplett überzeugt, dass Werner der geeignete Ersatz für Erling Haaland ist. Die Priorität des Klubs liege aktuell eher auf der Verpflichtung von RB Salzburg Karim Adeyemi. Doch die Verhandlungen mit dem österreichischen Klub stocken seit einigen Wochen, weil sich die Klubs nicht über die Ablösesumme einig werden.

Zudem hätte Dortmund wohl ein Problem, Werners Gehalt zu bezahlen. Bei Chelsea soll er 16 Millionen Euro brutto im Jahr verdienen – hinter Lukaku, Havertz und N'Golo Kante steht er im Gehaltsranking des Teams auf Platz 4. Beim BVB gelten Marco Reus und Mats Hummels mit knapp 11 Millionen Euro Jahresgehalt als Top-Verdiener.

Kehrer plant Wechsel erst nach der WM

Ähnlich wenig Spielzeit wie Timo Werner hat auch Thilo Kehrer im Star-Ensemble von Paris Saint-Germain. Hansi Flick hält viel vom vielseitig einsetzbaren Defensivmann, doch bei Paris spielt er selten über 90 Minuten.

Dennoch will der 25-Jährige nach Sky-Informationen über den Sommer hinaus in der französischen Hauptstadt bleiben. Seinen 2023 auslaufenden Vertrag will er aber nicht verlängern und den Verein anschließend ablösefrei verlassen.

Kehrer hoffe demnach, sich mit guten Leistungen bei der Weltmeisterschaft für einen Top-Klub zu empfehlen.

(lgr)

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