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DFB-Team: Sané erklärt Ausraster bei Österreich-Debakel

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Leroy Sané (l.) ist beim DFB-Spiel gegen Österreich vom Platz geflogen.Bild: IMAGO / GEPA pictures
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DFB-Team: Leroy Sané erklärt seinen Ausraster gegen Österreich

23.11.2023, 17:33
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Eigentlich sollte beim DFB-Team unter Julian Nagelsmann doch alles besser werden. Machte der Start des Bundestrainers mit einem Sieg gegen die USA und einem Remis gegen Mexiko den Fans noch Hoffnungen, so folgte in der November-Länderspielpause die heftige Ernüchterung.

Auf das enttäuschende 2:3 gegen die Türkei folgte ein noch schwächerer Auftritt gegen Österreich. Die deutsche Nationalmannschaft musste sich am Dienstagabend mit 0:2 in Wien geschlagen geben – und warf dabei reichlich Fragen auf.

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Es fing bei grundlegenden Dingen wie der gemeinsamen, leidenschaftlichen Arbeit gegen den Ball an. Zu einfach machte es das DFB-Team den Gastgebern, zu widerstandslos wirkte die deutsche Elf. Und auch in Ballbesitz, eigentlich die ausgemachte Stärke der Mannschaft, ging wenig bis gar nichts.

DFB-Team: Leroy Sané sorgt für den Aufreger des Abends

Schon zur Pause führte Österreich verdient mit 1:0, einzig Kevin Trapp hatte ein deutlicheres Ergebnis nach 45 Minuten verhindert. Wirklich besser wurde es nach dem Seitenwechsel nicht, vielmehr folgte der größte Aufreger des Abends. Leroy Sané, in den letzten Monaten einer der besten Deutschen, ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen.

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Leroy Sané holte sich in Wien den ersten Platzverweis seiner Profikarriere ab.Bild: IMAGO / Ulmer / Teamfoto

Nach einem Zweikampf mit dem Mainzer Phillipp Mwene brannten dem Bayern-Star die Sicherungen durch. Er packte seinen Gegenspieler ungestüm am Hals und schubste ihn wuchtig zu Boden. Es folgte eine kleine Rudelbildung, an deren Ende ausgerechnet der als Enfant terrible bekannte Marko Arnautović Sané beruhigen musste.

An der Berechtigung des Platzverweises gab es indes überhaupt keine Zweifel. Auch nicht beim Täter selbst. Nach dem Spiel wandte er sich via X, ehemals Twitter, an seine Fans.

"Ein Abend zum Vergessen in Wien. Ich habe mich für die Aktion bei meinen Mannschaftskollegen in der Kabine entschuldigt. Das darf mir bei aller Emotion und bei allem Ehrgeiz nicht passieren, gerade in unserer aktuellen Situation", schrieb der deutsche Nationalspieler und ergänzte: "Ein großes Sorry auch an unsere Fans. Wir haben viel Arbeit vor uns, damit 2024 ein erfolgreiches Jahr für uns wird."

Der 27-Jährige, für den es im 402. Spiel als Profi der erste Platzverweis war, stellte sich spät am Abend zudem auch noch in der Mixed Zone. "Das Spiel geht auf meine Kappe, das darf mir nicht passieren", gab er sich dabei schuldbewusst und unterstrich deutlich: "Keinen Vorwurf an die Jungs, keinen Vorwurf an meinen Gegenspieler."

Ohne um Verständnis für seinen Ausraster zu bitten, versuchte Sané schließlich noch zu erklären, was da in ihm vorgegangen war. "Ich war frustriert über meine eigene Leistung – heute, aber auch schon gegen die Türkei", blickte er dabei auch auf das Spiel in Berlin. Dort hatte er ebenfalls nicht an seine guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen können, ließ etwa das 2:0 liegen.

Leroy Sané droht eine lange Strafe im DFB-Dress

Wann genau der 27-Jährige diesen Aussetzer wiedergutmachen kann, ist momentan noch offen. Einerseits hat der DFB fürs kommende Jahr bis dato offiziell keine Testspiele vereinbart, andererseits droht Sané eine längere Strafe. Die Regularien der zuständigen Fifa sehen für Tätlichkeiten eine Mindestsperre von drei Partien vor.

Wichtig ist in dem Fall, dass die Sperre nicht für die Heim-EM gelten würde, sofern sie den Umfang von vier Spielen übersteigen sollte. Derart viele Testspiele dürften während der beiden Länderspielpausen im März sowie im Juni vor Turnierbeginn nämlich noch aufs deutsche Team zukommen.

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Die Saison des FC Bayern könnte noch eine gute Wendung nehmen. Am Mittwochabend legten die Münchener in der Champions League einen starken Auftritt hin, setzten sich gegen den FC Arsenal mit 1:0 durch. Der knappe Heimsieg genügte, um nach dem 2:2 in der Vorwoche erstmals seit vier Jahren wieder ins Halbfinale der Königsklasse einzuziehen.

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