Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidžić beim letzten Saison-Spiel gegen den VfL Wolfsburg.
Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidžić beim letzten Saison-Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Bild: Revierfoto / Revierfoto

"Lächerlich": Warum Bayern-Boss Salihamidžić mit seinen Mané-Angeboten scheitert

11.06.2022, 08:52

Sadio Mané soll im Sommer der diesjährige Königstransfer der Bayern werden. Der Senegalese soll einem Wechsel in die Bundesliga nicht abgeneigt sein. Laut "Daily Mail" hat er schon mit Ex-Bayer Thiago Alcántara (inzwischen auch bei Liverpool) über die Möglichkeit gesprochen, dessen Haus in München zu beziehen.

Thiago (r.), damals noch bei Bayern, im Zweikampf mit seinem jetzigen Teamkollegen Sadio Mané. (Archivfoto)
Thiago (r.), damals noch bei Bayern, im Zweikampf mit seinem jetzigen Teamkollegen Sadio Mané. (Archivfoto)Bild: augenklick/firo Sportphoto / firo Sportphoto/Marcel Engelbrecht

Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidžić verhandelt derzeit mit dem FC Liverpool über einen entsprechenden Transfer. Allerdings sollen die Briten von den Ablöse-Angeboten des Bayern-Funktionärs irritiert sein, wie "The Times" berichtet.

Ablösesumme abhängig vom UCL-Titel und dem Ballon d'Or?

Demnach habe es sich bei dem ersten Angebot um ein Gesamtpaket im Wert von bis zu 25 Millionen Pfund (rund 29,2 Millionen Euro) gehandelt, beim zweiten Versuch habe Brazzo dann bis zu 30 Millionen Pfund (35 Millionen Euro) geboten. Allerdings würde Liverpool diese Summe nur kassieren, wenn Bayern in den folgenden drei Jahren jeweils die Champions League gewinnt UND Sadio Mané jedes Mal Weltfußballer wird. Beim Verpassen dieser Ziele würde die Ablösesumme auf bis zu 23,5 Millionen Pfund schrumpfen.

Dass Salihamidžić überhaupt darauf besteht, dieses Szenario in sein Angebot einzubauen, raubt ihm etwas die Glaubwürdigkeit. Die vorgeschlagenen Klauseln werden laut "The Times" von Liverpool-Funktionären als "laughable" (dt: lachhaft, lächerlich) bewertet. Inzwischen wurde auch das zweite Angebot abgeschmettert.

Zudem entspricht auch die Gesamtsumme nicht dem, was man sich bei den "Reds" vorstellt: Julian Ward, der neue Sportdirektor beim FC Liverpool, fordert für Mané angeblich ganze 42,5 Millionen Pfund (knapp 50 Millionen Euro). Dass Bayern selbst für den 33-jährigen Robert Lewandowski deutlich mehr fordert, als sie für den 30-jährigen Mané bieten, spielt Ward in die Karten. Immerhin haben beide Profis gleichermaßen nur noch ein Jahr Vertrag.

100 Millionen Euro für Darwin Núñez?

Außerdem kann Liverpool das Geld gut gebrauchen: Laut "Daily Mail" hat Jürgen Klopp es auf den 22-jährigen Darwin Núñez von Benfica Lissabon abgesehen. Demnach habe Ward schon Verhandlungen mit den Portugiesen aufgenommen. Núñez hat zwar noch drei Jahre Vertrag, soll aber unbedingt nach Liverpool wollen.

Darwin Núñez (r.) bejubelt sein Tor im Champions League-Viertelfinale gegen den LFC.
Darwin Núñez (r.) bejubelt sein Tor im Champions League-Viertelfinale gegen den LFC.Bild: NurPhoto / Pedro Fiuza

Der Mittelstürmer aus Uruguay begeisterte in der abgelaufenen Saison mit 36 Toren in 41 Pflichtspielen. In der Champions League netzte er auch gegen Liverpool zweimal ein und beeindruckte dabei Jürgen Klopp. "Er war körperlich stark, flink, hatte Ruhe im Abschluss. Gut, wirklich gut", zitiert die "Daily Mail" den deutschen Coach. "Wenn er gesund bleibt, hat er eine große Karriere vor sich."

Allerdings sollen auch Manchester United und Atlético Madrid interessiert sein. Laut dem britischen Boulevard-Blatt steht eine Ablöse von 85 Millionen Pfund (rund 100 Millionen Euro) im Raum, für Liverpool wäre es eine vereinsinterne Rekordablöse.

(kpk)

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