BVB-Geschäftsführer Hans Joachim Watzke hat inzwischen auf das Haaland-Interview reagiert.
BVB-Geschäftsführer Hans Joachim Watzke hat inzwischen auf das Haaland-Interview reagiert. Bild: dpa / Frank Rumpenhorst
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"Kann ich nicht nachvollziehen": BVB-Boss Watzke reagiert auf Haaland-Kritik

16.01.2022, 12:15

Die Zukunft von Erling Haaland ist seit Monaten das Dauerthema beim BVB und beschäftigt mittlerweile fast die ganze Fußball-Welt. Aufgrund einer Ausstiegsklausel kann der 21-jährige Ausnahmestürmer, trotz eines bis 2024 datierten Vertrags, bereits in diesem Sommer seinen Klub für 75 Millionen Euro verlassen. Die BVB-Verantwortlichen erklärten zuletzt, dass sie sich mit Haaland und dessen Umfeld bald zusammensetzen wollen, um bis zum Februar eine klare Antwort vorliegen zu haben.

Der Norweger selbst hat sich in all der Zeit ruhig zurückgehalten. Nach dem klaren 5:1-Sieg über Freiburg am Freitagabend, sprach Haaland im Interview mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Jan Aage Fjörtoft beim norwegischen Streaming-Sender "Viaplay Fotball" das erste mal über seine Situation und fand dabei deutliche Worte über seinen Arbeitgeber Borussia Dortmund. Der Klub dränge ihn - und genau deshalb werde er "bald eine Entscheidung treffen" müssen.

Haaland fühlt sich unter Druck gesetzt

In den vergangenen sechs Monaten habe Haaland entschieden, nichts zu sagen - aus Respekt vor Dortmund. "Aber jetzt hat der Klub angefangen, mich zu einer Entscheidung zu drängen." Alles was er wolle ist Fußball spielen - "Denn dann bin ich am besten. Nicht, wenn mir andere Dinge durch den Kopf gehen", sagte der BVB-Profi.

Am liebsten würde er eine Entscheidung noch aufschieben:

"Wir sind in einer harten Phase mit vielen Spielen, ich will eigentlich nur Fußball spielen, aber das kann ich nicht."

"Wir können nicht bis Mai warten"

In einer ersten Reaktion auf die brisanten Aussagen des Ausnahmestürmers bat BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke um Verständnis für die Situation des Klubs. Aus BVB-Sicht dränge die Frage, ob Haaland weiter in Schwarz-Gelb auflaufen will oder den Verein im Sommer verlässt. "Erling ist ein spontaner Mensch und noch ein junger Bursche, der darf das, das ist kein Problem. Aber er muss auch ein bisschen Verständnis für unsere Situation haben. Wenn er morgen wach wird, wird er das haben", sagte Watzke der "Funke Mediengruppe".

Den Vorwurf, Haaland unter Druck gesetzt zu haben, wies er von sich: "Es gibt aktuell weder Gespräche noch Termine, daher kann ich das nicht nachvollziehen." Der Verein könne nicht bis Mai warten, "das wird ihm auch einleuchten. Dass man irgendwann mal über die Zukunft spricht, muss er als Profi auch verstehen."

Er selber habe "ein Topverhältnis" zu Haaland und würde sich freuen, wenn dieser entscheide bei den Borussen zu bleiben. "Und wenn es anders kommt, werden wir das auch lösen."

(abd)

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