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Anne Will teilte einen Tweet zu Hans-Georg Maaßen, löschte ihn dann aber wieder. Bild: screenshot ard

Nach Kritik: Anne Will löscht auf Twitter Antisemitismus-Vorwurf

Bei "Anne Will" ging es am Sonntagabend hoch her. Zu Gast war der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, der von Klimaaktivistin Luisa Neubauer gehörig in die Mangel genommen wurde. Dabei warf Neubauer dem CDU-Rechtsaußen Hans-Georg Maaßen das Verbreiten "rassistischer und antisemitischer Inhalte" vor und forderte CDU-Chef Armin Laschet zum Handeln auf.

Konkret warf Neubauer Maaßen vor, Inhalte antisemitischer Blogs zu verbreiten. Laschet wollte das nicht glauben und widersprach: "Ich sage Ihnen, er ist nicht Antisemit und er verbreitet auch keine antisemitischen Texte, und wenn er es täte, wäre es ein Grund zum Parteiausschluss." Das Ganze zog weite Kreise und wurde auch in den sozialen Medien, insbesondere auf Twitter, diskutiert.

Auch die Moderatorin der Sendung, Anne Will, beteiligte sich an der Diskussion. Auf Twitter teilte sie einen Thread des Blogs "UnionWatch", der darlegt, in welcher Weise Maaßen antisemitische Inhalte teilt und verbreitet. Später löschte sie diesen allerdings wieder. Inzwischen ist auch klar, was sie dazu bewegte.

Thread-Ersteller: Enttäuscht, aber verständnisvoll

Der Thread-Ersteller zeigte sich enttäuscht darüber, dass Anne Will ihre Empfehlung wieder rückgängig machte, gab sich aber auch verständnisvoll:

Hinweis zur Löschung stammte von rechtskonservativem Redakteur

Brisant an der Sache: Offenbar löschte Will ihren Tweet, nachdem sie von einem Redakteur der rechtskonservativen "NZZ" dazu aufgefordert wurde. Dieser bezeichnete den Thread-Ersteller als "keine seriöse Quelle", weil er die "Übergänge zwischen CDU/CSU und rechtem Terror für fließend" halte.

Nach der Löschung ließen sich diverse Accounts auf Twitter zu triumphierenden Kommentaren hinreißen – ironischerweise solche, die ganz gerne über angebliche "Cancel Culture" stöhnen. Einen weiteren Thread, der Maaßens Verbreitung von antisemitischen Inhalten belegt und den Will ebenfalls geteilt hatte, ließ sie aber stehen:

Neubauer lag richtig

Übrigens lässt sich Neubauers Aussage, Maaßen verbreite die Inhalte antisemitischer Webseiten, recht einfach belegen. Maaßen teilte im Februar einen Artikel des Blogs "unz.com". Der Besitzer und Betreiber Ron Unz ist ein Antisemit, ein Holocaustleugner und verbreitete unter anderem die antisemitische Verschwörungserzählung vom Ritualmord.

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Bild: screenshot twitter

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