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Bespricht in seinem aktuellen Programm "große Gefühle" – und beleidigt Helene Fischer: Atze Schröder. Bild: imago images / Joachim Sielski/ montage: watson

Atze Schröder beleidigt Helene Fischer – Spruch unter Gürtellinie

Ruhrpott-Komiker Atze Schröder ist mal wieder unterwegs. Mit Pilotenbrille und Lockenkopf erzählt er in "Echte Gefühle" von den großen Problemen Deutschlands (Fake News, Filter-Selfies, Instagram, die wichtigen Dinge eben) und reißt besonders lustige Witze über seine Promi-Kollegen.

Bei einem Auftritt in Braunschweig zog er nun in bester Proll-Manier über Schlagerstar Helene Fischer her. Die begleitet ihn schon seit längerem durch seine Witz-Programme und darf sich diesmal besonders abfällige Kommentare anhören. So verlieh Atze Schröder nun Helene Fischer folgendes Attribut: "Nuttig, aber mit Niveau." Das berichtet die "Braunschweiger Zeitung".

Die Outfits von Helene Fischer gleichen in der Wahrnehmung des Ruhrpott-Komikers also denen von Sexarbeiterinnen, sehen aber doch irgendwie niveauvoll aus.

Das ist lustig, weil alle Sexarbeiterinnen das gleiche tragen? Und alle gemeinsam kein Niveau haben, was auch immer das bedeuten mag, wenn Atze Schröder dafür die Messlatte legt?

So genau wissen wir auch nicht, wo da der Witz vergraben liegen soll – vermutlich irgendwo fernab des guten Geschmacks. So hatte der Comedian sein neues Programm ja auch angekündigt. Dabei werde sich garantiert alles unter der Gürtellinie abspielen, versprach er.

Zumindest, was Helene Fischer angeht, darf man wohl festhalten: Versprechen eingehalten, Promi beleidigt und obendrein auch Frauen, die als Sexarbeiterinnen tätig sind. Schmieriger Alt-Herren-Humor auf Kosten anderer verkauft sich eben auch 2020 noch gut.

Er schlug Angebot von Helene Fischer aus

Ob Atze Schröder und Helene Fischer in der nächsten Zeit mal gemeinsam auftreten werden, erscheint nach solchen Witzen fraglich. Der Comedian will auch gar nicht, wie er schon vor Jahren der "Neuen Osnabrücker Zeitung" verriet. Der erzählte er 2015, er sei gefragt worden, ob er in Helene Fischers TV-Show Schlagzeug spielen wolle.

Er habe abgelehnt: "Nichts gegen Helene Fischer, die ist eine sehr nette Person, aber das war dann doch nichts für mich", begründete er seine Entscheidung. Außerdem schlage sein Herz immer weniger fürs Fernsehen.

Helene muss sich immer wieder sexistische Bemerkungen anhören

Die Schlager-Queen indes muss sich nicht zum ersten Mal Witze gefallen lassen, die vor allem ihre Erzähler lustig finden, ansonsten aber eher unter die Kategorie Sexismus fallen. Die bayerische Comedian Lizzy Aumeier etwa befand, Helene Fischer sei ein "Russen-Flitscherl", was sich mit "Russen-Flittchen" ins (Hoch-)Deutsche übersetzen lässt, und der Deutsch-Russin damit unterstellt, sie sei "leicht zu haben".

2018 sorgte Helene mit dem Albumcover für "Flieger – The Mixes" für Gesprächsstoff. Dafür hat sie sich in schwarzem Body und weißem Blazer ablichten lassen, die Hände vor dem Schritt verschränkt, was gleich zur Frage führte, was sie denn da drunter anhabe?

Nicht, dass es jemanden etwas angehen würde, schließlich kann sie tragen, was sie will und sich fotografieren lassen, wie sie will.

So dürfte es nicht zuletzt auch dank Komikern wie Schröder oder Aumeier noch ein wenig dauern, bis die Kleidung eines Menschen nicht mehr als Material für Comedy dienen muss.

(pcl)

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