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Die Schauspielerin im Werbeclip ist froh nach der Impfung zur Normalität zurückzukehren. bild: screenshot / youtube

Neue Werbung für Corona-Impfung: Spahn und Gesundheitsministerium kassieren Lacher

Das Bundesministerium für Gesundheit startet eine neue Offensive bei der Impfkampagne. Mit einem Werbeclip will das Ministerium unter Jens Spahn versuchen, die Leute zur Impfung zu bewegen. Das Video zeigt Szenen, in denen die Menschen ein Leben wie vor der Pandemie führen: Geburtstagspartys mit Freunden und gefüllte Fußballstadien. Dazu läuft ein Cover des 80ies-Hits "Hello Again" von Howard Carpendale. Bei den Followern auf Twitter kommt das ganze nur bedingt gut an.

Einige verstehen die Impfkampagne nicht als Ansporn, sich impfen zu lassen, sondern eher als Druckmittel. Ein Nutzer schreibt, es sei "hoffentlich eher so gemeint, dass einem so lange Howie vorgespielt wird, bis man sich doch lieber impfen lässt." Sein Urteil lautet: "Vielleicht gar nicht doof..."

Impf-Spot: Musikwahl kommt bei vielen nicht gut an

Viele User können der Musikwahl aber kein Lachen abgewinnen, sondern reagieren mit Unverständnis. "Wie viele Dosen muss man intus haben, um so drauf zu sein wie Ihr?", stellt jemand dem Gesundheitsministerium eine nicht ganz ernst gemeinte Frage.

Ein anderer stellt sich das Team-Meeting vor, bei dem die Idee entwickelt wurde und postet dazu einen Raum voller Äffchen, die vor einem Flipchart sitzen. Dazu schreibt er: "Bei dem Bullshit wüsste man ja schon gerne wie so ein Meeting abläuft: Ha, die Uschi Glas ist der letzte Schrei. David Hasselhoff ist total knorke. Howard Carpendale ist dufte" und spielt darauf an, dass die Impfkampagne etwas aus der Zeit gefallen wirkt.

In der nächsten Pandemiewelle heißt es dann: "Hello Again Corona"

Manche fühlen sich aber offenbar in der Zeit zurückversetzt und genießen den Carpendale-Hit. "Mit einem meiner Lieblingshits von Howard Carpendale werden wir ab morgen für die Impfung werben. Holen wir uns das Gefühl der wilden 80er Jahre zurück!", schreibt ein Nutzer – wie ernst er das meint, lässt er offen.

Doch den Meisten gefällt das Lied nicht und ein Nutzer schreibt: "Diese #HelloAgain-Nummer nervt instant." Der User findet aber den Hashtag nützlich, denn der könne im Herbst wiederverwendet werden, falls es zu einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen kommen sollte – dann hieße es "Hello Again Coronvirus". "Das Hashtag können wir im Herbst noch gut gebrauchen", schreibt er.

(lfr)

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