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Die junge Frau verlässt ihr Haus nach der Impfung: So sieht der neue Impffilm aus. bild: screenshot / youtube

"Hello Again": Spahn will mit Carpendale-Video für Impfungen werben

Eine Frau tritt auf die Straße, schaut sich, mit einem Lächeln im Gesicht und einem Impf-Pflaster an der Schulter um, und atmet tief ein – dazu läuft ein Cover von "Hello Again" des Sängers Howard Carpendale. So sieht der neue Werbeclip des Gesundheitsministeriums aus, der die Menschen ab Freitag davon überzeugen soll, sich impfen zu lassen. Ob das Freiheitsgefühl nach der Impfung bei den Deutschen ankommt, bleibt abzuwarten.

Der Spot soll zeigen, wie die Welt aussehen könnte, wenn wir die Pandemie – dank hoher Impfrate – tatsächlich hinter uns lassen.

TV-Werbespot für Corona-Impfung: Spahn will Emotionen wecken

In dem Video sieht man die Szenen, die viele von uns in den letzten Jahren vermisst haben: Eine Geburtstagsparty mit Freunden, laufender Schulbetrieb, volle Konzerthallen und Stadien.

Dazu sendet das Gesundheitsministerium eine deutliche Botschaft: "Holen wir das volle Leben zurück". Das Video ist Teil einer Kampagne des Ministeriums unter Jens Spahn, um die Impfquote in Deutschland voranzutreiben.

Mit der Kampagne "#Ärmelhoch" ruft das Gesundheitsministerium zum Impfen auf. Auch im Werbeclip sieht man den Appell an die Bevölkerung: "Jede Impfung zählt".

Howard Carpendale und Freiheitsgefühl

Die Lyrics von Howrd Carpendales Song "Hello Again", wollen eine Atmosphäre des Wiederauflebens erzeugen: Deutschland sagt wieder "Hallo" zur Welt und zu einem Leben in der Normalität. "Ich will dir gegenüber stehen / Möchte dir in die Augen sehen", heißt es in dem Werbevideo.

Ob das Video mit dem Gefühl der Leichtigkeit und Lebensfreude bei der Bevölkerung ankommt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Derzeit sind in Deutschland 48 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Rund 60,4 Prozent der Deutschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten. Seit Wochen erleben die Impfzentren in Deutschland, dass der Andrang nachlässt. Es gab bereits Berichte über Impfdosen, die Gefahr laufen aufgrund mangelnder Nachfrage entsorgt werden zu müssen.

(lfr)

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