Anna-Maria Ferchichi und Bushido in der Doku "Unzensiert – Bushido's Wahrheit".
Anna-Maria Ferchichi und Bushido in der Doku "Unzensiert – Bushido's Wahrheit".Bild: dpa / -

Ultimatum gesetzt: Rapper droht Bushido – er soll seine Amazon-Doku löschen

03.12.2021, 16:21

Ende November ging die sechsteilige Doku "Unzensiert – Bushido's Wahrheit" auf Amazon Prime Video online. Dafür wurden der Rapper, seine Frau Anna-Maria Ferchichi und ihre Kinder zwei Jahre lang begleitet. Unter anderem wird darin der Polizeischutz, unter dem Bushido derzeit mit seiner Familie steht, thematisiert, sowie die Trennung von ihm und seinem ehemaligen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker, die mittlerweile seit Jahren die Medien und die Justiz in Deutschland beschäftigt.

Weil Abou-Chaker angeblich vorhatte, Bushidos Frau und seine Kinder zu attackieren, stehen die Ferchichis bis heute unter Polizeischutz. Dass der Rapper mit der Polizei kooperiert, gefiel jedoch lange nicht all seinen Wegbegleitern. In der Doku bekommt unter anderem Capital Bra einiges an verbalen Attacken ab, aber auch Ali Bumaye wird mit etlichen diskreditierenden Aussagen durch Bushido und seine Frau bedacht.

Die Deutschrap-Szene reagiert nun nach und nach auf die sechs Folgen – und insbesondere Ali will nun drastische Schritte ergreifen, sollte Bushido nicht bald die Dokumentation auf Amazon wieder löschen lassen.

Ali Bumaye mit Drohung gegen Bushido

In "Unzensiert – Bushido's Wahrheit" wirft Bushido Ali vor, er hätte sich ebenso wie er von Arafat trennen wollen, das aber nie in die Tat umgesetzt. Alis Name wird in der Doku zwar ausgepiepst, anhand der Mundbewegung und des Kontextes ist allerdings erschließbar, dass es um ihn geht.

Ali habe Bushido seinerzeit versichert, mitzuziehen, wenn er sich von Arafat trennt. Er habe sich nicht mehr "wie einen Hund" behandeln lassen wollen, Ali und sein Bruder hätten sich sogar Waffen besorgt, offenbar, um dem Wunsch nach der Trennung Nachdruck zu verleihen. Bis heute befindet sich Ali jedoch an der Seite seines Cousins Arafat, auch Anna-Maria scheint dafür wenig Verständnis zu haben, verteidigt ihn aber ein stückweit, indem sie sagt, dass Ali als Familienmitglied keine andere Wahl habe, genau wie Bushido zu einem früheren Zeitpunkt.

All das will Ali nicht auf sich sitzen lassen. Er versprach seiner Fan-Gemeinde auf Instagram schon mal, dass er auf die Dokumentation reagieren wolle: "Schulde ich jedem, der mich liebt", meinte er dazu. Bushido antwortete prompt, und spielte dabei auf die schlechte Wohngegend an, in der Ali Bumaye angeblich wohnt: "Kümmer dich lieber weiter um deinen vollgepissten Aufzug."

Doch damit sollte sich das Thema auf Alis Seite noch nicht erledigt haben. Bevor er seine Sicht der Dinge in einer Reaktion schildern will, stellte er Bushido ein Ultimatum. Darin heißt es: "Seit langer Zeit ist das Maß längst übervoll. Keine Ahnung wie es dazu kommen konnte und wie weit du noch gehen willst, aber du nimmst heutzutage bedeutend zu viel Platz in meinem Leben ein. Und all das vorwiegend mit Lügen, Falschanschuldigungen und Filmen, die nur du kennst. Aber es ist eben 'Bushidos unzensierte Wahrheit', nicht wahr?" Dann fügte er drohend an:

"Wenn du ein Mensch bist, nimm zurück, was zurückgenommen werden muss. Entschuldige dich bei allem Betroffenen, nimm die Doku runter. Mach es nicht noch schlimmer."
Bild: Screenshot / Instagram / alibumaye

Dafür gebe Ali Bushido bis Freitag 15 Uhr Zeit. Würde er auf das Angebot nicht eingehen, "kommen mal ein paar Sichtweisen und Beweise zutage, die nicht aus deiner Feder stammen", ergänzte Ali. Darauf ging Bushido vorerst noch nicht weiter ein.

Cashmo und Manuellsen sprachen über Bushidos Doku

Die Kritik an der Doku auf Amazon hörte damit allerdings lange noch nicht auf. Auch der Rapper Haftbefehl stellte einige von Bushidos Aussagen infrage, die er in der Reihe tätigte. Noch eine Spur härter drückten es die Künstler Cashmo und Manuellsen aus. Sie stellten Bushidos Kinder in den Fokus ihrer Ausführungen, und dass sie durch den Polizeischutz keine normale Kindheit erleben würden. Cashmo erklärte nach dem Gespräch mit Manuellsen auf Instagram direkt an Bushido gewandt:

"Es ist traurig, dass durch diese Sachen, die du gemacht hast, die Kinder nicht die Freiheit haben, mit dem Fahrrad durch die Gegend zu fahren, Blödsinn zu machen, irgendwo auf Bäume zu klettern. Diese ganzen Sachen bleiben denen verwehrt, weil die sich nicht frei bewegen können. Das ist sehr traurig und schade, die können gar nichts dafür."

Zusätzlich rät Cashmo ihm: "Geh mal mit Vernunft an die Sache ran. Vielleicht wenden sich die Dinge dann zum Positiven. Mach's einfach einmal anders, als du immer gemacht hast." Dass sich der Rapper von den Abou-Chakers losgesagt und dafür an die Polizei gewandt hat, habe nichts an seiner Situation geändert.

Schließlich fügt er an: "Du fickst unsere Mütter, du machst dich über körperliche Defizite von anderen aus der Szene lustig. Was hast du am Ende des Tages geändert? Nichts. Und ich denke da solltest du mal anfangen. Dich wirklich zu verändern."

(cfl)

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