Helene Fischer und Bülent Ceylan treten während der Aufzeichnung der Helene-Fischer-Show in der Messehalle 6 auf. Am 25.12.2019 um 20.15 Uhr wird die Helene Fischer Show im ZDF ausgestrahlt.
Helene Fischer und Bülent Ceylan traten 2019 zusammen auf und sangen eine Heavy-Metal-Version von "Atemlos".Bild: dpa / Rolf Vennenbernd
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"Helene hat mich nicht direkt gefragt…": Bülent Ceylan verrät überraschendes Geheimnis über Helene Fischer

04.02.2022, 16:3104.02.2022, 18:32

Bülent Ceylan gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Comedians Deutschlands. Nach Auftritten in Fernsehsendungen wie dem "Quatsch Comedy Club" oder "Ottis Schlachthof" wurde der gebürtige Mannheimer spätestens 2011 einem größeren Publikum bekannt, als RTL ihm mit "Die Bülent Ceylan Show" sein eigenes Format gab. Die Sendung kam insgesamt auf fünf Staffeln. Einen großen Erfolg konnte Bülent auch mit seiner Teilnahme an der ersten Staffel "The Masked Singer" verbuchen: Als Engel kam er bis ins Finale und landete auf dem dritten Platz.

Nun will der 46-Jährige seine Popularität für einen guten Zweck nutzen. In dem ZDF-Format "Don't Stop The Music" lernen Kinder aus benachteiligten Familien mit Bülent Ceylan zusammen ein Instrument, um gemeinsam bei einem Konzert aufzutreten. Die vierteilige Serie wird in der Woche vor Ostern von Dienstag, 12. April, bis Donnerstag, 14. April, jeweils ab 22.15 Uhr ausgestrahlt und endet mit einer Doppelfolge.

Vorab hat Bülent Ceylan mit watson über das Projekt geredet und erklärt, warum ihm die Show am Herzen liegt und erzählt, welches Ereignis ihn während der Dreharbeiten am meisten berührt hat. Außerdem plaudert er über seine Bekanntschaft mit Helene Fischer und wie sie dafür sorgte, dass er mit einem anderen Promi Freundschaft schloss. Nicht zuletzt verrät der Mannheimer auch ganz ehrlich, was er von "The Masked Dancer" hält.

watson: Wir sprechen heute über ein neues Format, bei dem du mitmachst. Kannst du kurz erklären, um was es bei "Don't Stop The Music" geht?

Bülent Ceylan: Es geht darum, benachteiligten Kindern einer Berliner Schule Musikinstrumente beizubringen, sodass wir nach einem dreiviertel Jahr in der Lage sind, auf einer großen Bühne zu stehen und vor Publikum zu musizieren. Und es sind ca. 50 Kinder daran beteiligt.

"Das Ganze wird sehr vernachlässigt und wir versuchen mit dieser Sendung da zu helfen und auch die Bildungspolitik wachzurütteln, dass da was passieren muss."

Wieso ist so ein Projekt an der Schule so wichtig?

Man muss dazu sagen, ungefähr 80 Prozent der Kinder an der Schule sind "lernmittelbefreit", d.h. sie kommen aus einkommensschwächeren Familien und haben eher nicht die Möglichkeit, ein Instrument zu lernen, weil es einfach sehr teuer ist und weil die Lehrer zu wenig Zeit haben. Ich habe mir dazu mal eine Zahl angeschaut: 23.000 Musiklehrer fehlen deutschlandweit.

Ihr versucht mit dem Format entgegenzuwirken.

Das Ganze wird sehr vernachlässigt und wir versuchen mit dieser Sendung da zu helfen und auch die Bildungspolitik wachzurütteln, dass da was passieren muss.

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Bülent Ceylan spricht über seine neue Show "Don't Stop The Music".Bild: imago images / Thomas Bartilla

Wie genau sieht deine Rolle dann in diesem Format aus?

Ich bin sozusagen nicht "Big Brother", sondern mehr so ein Freund der Kinder, der immer wieder guckt, dass das alles am Laufen bleibt. So soll das die Sendung auch rüberbringen, dass ich derjenige bin, der schaut, was denn die einzelnen Gruppen machen, wie weit sie sind, ob wir dieses Projekt, dieses Ziel schaffen.

Und wie lief das?

Ich bin ganz guter Dinge. Die "Berliner Stadtmusikanten" sind die Musiklehrer, die da auch mir an dieser Schule helfen, dass die Kinder Geige lernen, Schlagzeug, Trompete und im Chor singen. Es ist wirklich ein großes Ding.

Was für Kinder machen bei dem Projekt mit?

Es sind ca. 50 Kinder der Grundstufe, die in Berlin bis zur sechsten Klasse geht, ein Großteil ist zwischen 8 und 10 Jahren alt. Mit dabei sind auch Kinder mit geschiedenen Eltern oder Eltern, die ganz andere Probleme haben. Das sind teilweise auch geflüchtete Kinder, die jetzt an der Schule sind, die besser Deutsch können als ihre Eltern. Das sind auch schwierige Familiensituationen. Und ich bin so derjenige, der das versucht, immer aufzufangen, der mit ihnen darüber redet, ich bin der Mann für alles. Und wichtig ist, dass es um die Kinder geht und gar nicht so sehr um mich. Und das habe ich auch den Kindern gesagt: Ihr seid die Stars hier, nicht ich.

Welche positiven Erfahrungen hast du während der Dreharbeiten gesammelt?

Das ist das Schöne an dieser Sendung, dass man gesehen hat, dass den Kindern die Musik so gut geholfen hat, dass sie in anderen Fächern besser geworden sind. Und das wird noch mal wissenschaftlich in der Sendung ausgelegt aufbereitet von Experten. Einer Professorin für Musikpädagogik, aber auch von einem Neurologen, der belegt, was die Musik im Gehirn macht, was das für die Emotionalität ausmacht, für die Integration und und und.

"Er war so fasziniert und das hat mich echt beeindruckt. Man muss es den Kindern einfach anbieten. Man muss ihnen diese Möglichkeit geben. Dafür ist auch die Schule verantwortlich und da muss das Geld her."

Ja, absolut. Und du hast gerade erzählt, du bist der Motivator der Kinder, die da mitmachen. Sie erzählen auch aus ihrem Leben. Ist dir da irgendeine Geschichte besonders im Gedächtnis geblieben, die dich besonders berührt hat?

Es sind viele Geschichten dabei, von denen ich sage, dass das Kinder in Deutschland in diesem Alter gar nicht erleben sollten. Also nicht mal Erwachsene dürften solche Sachen erleben.

Und ein spezielles Erlebnis?

Da war ein Junge, der sehr auffällig war in der Klasse, total rebellisch. Und dann gucken wir "Hänsel und Gretel" bei den Proben. Plötzlich war er so fixiert, so ruhig und konzentriert. Dann sagte er zu mir: Er hat so was noch nie in seinem Leben gesehen. Er war so fasziniert und das hat mich echt beeindruckt. Man muss es den Kindern einfach anbieten. Man muss ihnen diese Möglichkeit geben. Dafür ist auch die Schule verantwortlich und da muss das Geld her. Da muss sich die Politik drum kümmern.

Bülent Ceylan will ein Vorbild für andere Kinder sein.
Bülent Ceylan will ein Vorbild für andere Kinder sein.Bild: imago images / Michael Kremer

Gibt es auch eine Botschaft, die du den Kindern in der Sendung vermitteln wolltest?

Da komme ich wieder als großer Bruder ins Spiel, der den Kindern zu verstehen gibt: "Hey Leute, ich bin nur einer von euch und ich weiß, warum ich da und dort bin. Nicht weil ich einfach nur Glück hatte, sondern ich war auf dem Gymnasium. Ich bin drangeblieben, ich bin ehrgeizig." Sie sollen sehen, wenn man dranbleibt und übt, dann kann man auch ein kleines Musikstück auf der Bühne aufführen.

"Ich hatte noch diese Möglichkeit, aber meine Eltern hätten mich nie von alleine dazu gebracht. Insofern habe ich da schon gemerkt, wie wichtig das ist, Unterstützung zu bekommen."

Welche Erfahrung hast du in diesem Zusammenhang gemacht, als Kind mit Migrationshintergrund?

Ich selbst hatte auf dem Gymnasium einen Lehrer, der sehr engagiert war und der gesagt hat, wir müssen alle ein Instrument lernen. Und mein Vater, Türke, meinte dann, ich habe noch die Geige vom Urgroßvater, die kannst du nehmen. Die war natürlich kaputt und im Keller, die hat mein Vater reparieren lassen.

War die Geige dein Wunschinstrument?

Ich hatte gar nicht die Möglichkeit, vielleicht Gitarre zu spielen, was ich lieber gemacht hätte, so ein Instrument konnten wir einfach nicht kaufen. Und dann habe ich Geige gelernt. Ich hatte noch diese Möglichkeit, aber meine Eltern hätten mich nie von alleine dazu gebracht. Insofern habe ich da schon gemerkt, wie wichtig das ist, Unterstützung zu bekommen.

Man sieht ja auch an dir, wozu es führt, wenn man dann eben die richtigen Impulse hat. Du hast viele Shows gemacht, warst zuletzt bei "Das Traumschiff" zu sehen. Florian Silbereisen hat erzählt, dass er den Kontakt zu dir durch Helene Fischer bekommen hat. Hat dich dann Helene gefragt, ob sie die Nummer rausgeben kann oder wie ist das abgelaufen?

Ja, natürlich hat man darüber gesprochen. Aber ich denke, das war sowieso schon klar, irgendwie. Wobei Helene hat mich nicht direkt gefragt. Helene gibt natürlich eigentlich nicht einfach so eine Nummer weiter, ist ja klar, aber dadurch, dass es Florian war und Florian sich ja nicht sagt: "Okay, jetzt stalke ich mal den Bülent", war das schon okay.

"Helene ist sehr vertrauenswürdig, aber in dem Fall hat sie gedacht, sie tut Bülent einen Gefallen und wir haben auch darüber geredet."

Wie ging es dann weiter?

Er hat mir erst eine Sprachnachricht geschickt und ich dachte echt erst, das ist jetzt eine Veräppelung. Und dann war er es aber wirklich und er hat gleich gesagt: "Ich hab die Nummer ganz frech von Helene genommen. Ich hoffe, das ist in Ordnung." Mittlerweile sind wir gut befreundet und ich bin froh, dass er mich so frech angerufen hat.

Und gut, dass Helene deine Nummer rausgegeben hat.

Helene ist sehr vertrauenswürdig, aber in dem Fall hat sie gedacht, sie tut Bülent einen Gefallen und wir haben auch darüber geredet. Wahrscheinlich hat sie auch versucht, mich zu erreichen und hat es nicht geschafft oder ich habe in einem Gespräch überhört, dass sie erzählt hat, dass Florian mit mir sprechen möchte.

Helene Fischer und Bülent Ceylan bei ihrem gemeinsamen Auftritt 2019.
Helene Fischer und Bülent Ceylan bei ihrem gemeinsamen Auftritt 2019.screenshot zdf

Wie war die Erfahrung, beim "Traumschiff" mitzuspielen?

Es war wunderbar. Natürlich gab es Menschen, die das toll fanden und welche, die das doof fanden. Aber ich sag mal so, ich kenne "Traumschiff" schon, seit ich Kind bin und ich hätte so oder so mitgemacht. Das ist so kultig, da geht es gar nicht darum, jetzt hier die emotionale oscarreife Vorstellung zu geben, sondern es geht darum, dabei zu sein, Spaß zu haben – auch für die Zuschauer. Und ich fand das total toll dabei zu sein. Und ich würde immer wieder auf das Schiff wollen.

"Aber ich glaube, er macht das Beste draus, er macht das wirklich ganz gut und man hat wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Musiker, auf die Sängerinnen und Sänger."

Du hast gerade erzählt, dass zwischen dir und Florian eine Freundschaft entstanden ist. Hast du auch sein "DSDS"-Debüt verfolgt? Wie findest du ihn als "DSDS"-Juror?

Also ich finde, es hat mehr Niveau und es macht mir mehr Spaß, es anzuschauen, als wenn man nur sieht, wie die Leute immer nur gedisst werden. Es ist so erfrischend, das habe ich auch dem Florian geschrieben. Irgendwie bin ich drangeblieben, es ist richtig gut.

Das hat ihm bestimmt gefreut zu hören.

Das braucht man dann ja, wenn so eine Sendung neu startet. Klar und es ist ja auch so: Natürlich ist es nicht einfach und man ist Dieter Bohlen gewohnt. Jetzt muss man die Sendung irgendwie neugestalten. Aber ich glaube, er macht das Beste draus, er macht das wirklich ganz gut und man hat wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Musiker, auf die Sängerinnen und Sänger. Das zeichnet ihn aus.

War dir das bei deiner Sendung auch wichtig, dass man mit den Kindern richtig umgeht und nicht in einem schlechten Licht dastehen lässt?

Mir war es wichtig, dass die Kinder nicht vorgeführt werden, sondern dass die Kinder, die das wollen, am Ende auch gut dastehen. Darauf hat das ZDF gut geachtet, dass keiner vorgeführt wird, sondern dass alle am Ende davon profitieren und dass alle mit einem guten Gefühl rausgehen. Und das ist das Schöne. Da konnte ich dem ganzen Team absolut vertrauen. Man muss bei so einem Projekt wirklich sehr feinfühlig sein und drauf achten und ich würde sagen, das ZDF als öffentlich-rechtlicher Sender achtet da noch einmal zehnmal mehr drauf als andere.

Zum Schluss muss ich dich als "The Masked Singer"-Teilnehmer der ersten Staffel auch einmal zu "The Masked Dancer" befragen. Hast du es geschaut und wie fandest du es?

Ich muss sagen, ich habe leider keine Zeit gehabt, das zu gucken. Ich persönlich finde aber immer noch "The Masked Singer" am spannendsten, das war die Magie dieser Show bisher, dass man unter Masken gesungen hat. Das war das, was den Unterschied gemacht hat.

"Aber auch wenn ich vielleicht einen Shitstorm auslöse: Ich finde es nicht so spannend."
Im Januar lief die erste Staffel von "The Masked Dancer".
Im Januar lief die erste Staffel von "The Masked Dancer".Bild: dpa / Rolf Vennenbernd

Es gab ja auch den Vorwurf, dass das erfolgreiche "The Masked Singer"-Format etwas zu sehr durch "The Masked Dancer" strapaziert wurde.

Ich sage mal: weniger ist manchmal mehr. Wobei ich das auch nicht schlecht fand, die Idee an sich und so weiter. Aber auch, wenn ich vielleicht einen Shitstorm auslöse: Ich finde es nicht so spannend.

"Bei vielen Shows denkt man sich, Leute lasst es doch so wie es ist. Und ich habe gedacht: "Oh, sie machen jetzt 'The Masked Dancer', ich glaube nicht, dass es so erfolgreich sein wird, wie 'The Masked Singer'".

Dieser Meinung waren viele. Was glaubst du, war das Problem von "The Masked Dancer"?

Ich denke, das Problem ist oft bei Shows, wenn sie super funktionieren, dann will man sie richtig aussaugen. Wenn das funktioniert, muss man dann noch ausbauen und am Ende ist es dann immer eine Überreizung. Ist vielleicht zu viel des Guten.

Bülent Ceylan belegte in der ersten Staffel von "The Masked Singer" den dritten Platz.
Bülent Ceylan belegte in der ersten Staffel von "The Masked Singer" den dritten Platz.Christoph hardt/future image

Denkst du, es wird eine weitere Staffel geben?

Bei vielen Shows denkt man sich, Leute lasst es doch so wie es ist. Und ich habe gedacht: "Oh, sie machen jetzt 'The Masked Dancer', ich glaube nicht, dass es so erfolgreich sein wird, wie 'The Masked Singer'". Und letzten Endes zeigt es sich ja auch an der Quote. Und ich denke, dass auch ProSieben sich das gut mit einer zweiten Staffel überlegen wird. "The Masked Singer" hingegen glaube ich, kann noch viele Jahre laufen. Die ganze Magie darf aber nicht verloren gehen.

Also Bülent Ceylan bei "The Masked Dancer" werden wir nicht erleben?

Ein Tänzer wird aus mir nicht mehr. Wenn man mich auch fragen würde, das ist nichts für mich und ich würde mir den Rücken verrenken und dann würde man an meiner Haltung sofort sehen, dass ich es bin.

Welche Pläne hast du noch für 2022?

Ich hoffe doch, wenn jetzt Corona dem Ende zu geht, wie manche Virologen sagen, dass ich wieder ganz viel touren kann, dass ich wieder live auf der Bühne stehen werde.

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