04.11.2020, Berlin: Patrick Losensky (vorne), bekannt unter dem K

Fler auf der Anklagebank im Amtsgericht Tiergarten. Bild: dpa / Paul Zinken

Fler vor Gericht: Warum der Prozess gegen den Rapper geplatzt ist

Der Prozess gegen den Rapper Fler ist im ersten Anlauf gescheitert. Weil der Angeklagte weiterhin erkrankt sei, habe das Amtsgericht Berlin-Tiergarten das Verfahren aussetzen müssen, teilte Gerichtssprecherin Lisa Jani am Freitag mit. Ein Termin für einen neuen Prozessstart stehe noch nicht fest.

In dem Prozess geht es um eine Reihe von Straftaten. Dem 38-jährigen Fler, bürgerlich Patrick Losensky, werden unter anderem Beleidigung, Sachbeschädigung, versuchte Nötigung und Fahren ohne Führerschein vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er immer wieder verschiedene Menschen beleidigte.

Im Internet habe er einen anderen Künstler als "Bastard" und "ekeligen Hund" bezeichnet. Es handelt sich dabei um Bushido. Der Musiker soll laut Anklage wiederholt auch Polizisten minutenlang beschimpft haben. Einem Journalisten soll er gedroht haben, ihm die Zähne auszuschlagen.

04.11.2020, Berlin: Patrick Losensky (vorne), bekannt unter dem Künstlername «Fler», geht als Angeklagter zu einem Saal im Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Die Vorwürfe gegen den Rapper lauten auf Beleidigung, versuchte Nötigung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Sachbeschädigung, und verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen. Der Verteidiger des 38-Jährigen erklärte, es gehe um «viele kleine Delikte». Beleidigungen seien im Rapper-Milieu üblich und seien auch Ausdruck der künstlerischen Freiheit. Foto: Paul Zinken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Fler im Treppenhaus des Amtsgerichts Tiergarten. Bild: dpa / Paul Zinken

Woran der Prozess gescheitert ist

Zu Prozessbeginn am 4. November hatte Fler zu den Vorwürfen geschwiegen. Am zweiten Verhandlungstag am 25. November war der Rapper nicht erschienen. Seine Verteidiger hatten dem Gericht ein ärztliches Attest vorgelegt, nach dem der Angeklagte derzeit verhandlungsunfähig sei. Die Richter setzten daraufhin einen Verhandlungstag am Freitag für den Fall an, dass der Musiker wieder genesen ist.

Weil der Prozess nun nicht innerhalb der dreiwöchigen Unterbrechungsfrist fortgesetzt werden konnte, muss das Verfahren ausgesetzt und zu einem späteren Zeitpunkt neu aufgerollt werden.

(om/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Sido verrät: Das war der Grund für seinen Rauswurf bei "The Voice"

In der neunten Staffel von "The Voice" nahm Sido im Jahr 2019 neben Alice Merton, Mark Forster und Rea Garvey auf dem Jurystuhl Platz. Doch in der darauffolgenden Staffel war der Rapper nicht mehr Teil des Juroren-Teams. ProSieben teilte damals mit: "Für die Jubiläumsstaffel bereiten wir eine neue Konstellation unter den Coaches vor. Wer in der zehnten Staffel auf den roten Stühlen sitzt, werden Sat.1 und ProSieben rechtzeitig bekannt geben." Als weiterer Grund wurde genannt, dass der stetige …

Artikel lesen
Link zum Artikel