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Das Geschlecht des Kindes wurde anhand einer Farbe mitgeteilt. bild: screenshot Instagram

Influencer-Paar erntet Kritik für dekadente Dubai-Inszenierung

"Gender Reveal"-Partys sind mittlerweile ein weltweiter Trend. Dabei geht es darum, das Geschlecht seines ungeborenen Babys auf möglichst kreative Weise bekannt zu geben. Oftmals kommt dabei Pyrotechnik zum Einsatz oder andere Farbspiele, die dann über das Geschlecht des Babys Aufschluss geben sollen. Pink steht dabei meistens für ein Mädchen, Blau für einen Jungen.

Wie gefährlich der Einsatz solcher Pyrotechnik sein kann, zeigt das jüngste Beispiel aus den USA. Ein Paar hatte bei einer "Gender Reveal"-Party in El Dorado im US-Bundesstaat Kalifornien eine Pyrotechnik-Kanone eingesetzt, die einen fatalen Buschbrand auslöste. Es ist eines der vielen Feuer, die derzeit in Kalifornien wüten.

Influencer-Paar mit dekadenter "Gender Reveal"-Party

In Dubai hat ein syrisch-kanadisches Influencer-Paar den Hype um die "Gender Reveal"-Party nun auf die Spitze getrieben. Ungeachtet der heftigen Waldbrände im Westen der USA feierten Anas Marwah und seine Ehefrau Asala eine "Gender Reveal"-Party der Extraklasse. Zwar ohne gefährliche Pyrotechnik, aber dafür mit umso größerer Show.

Um das Geschlecht ihres zweiten Babys (eine Tochter haben sie schon) öffentlich bekannt zu geben, ließen sie das höchste Hochhaus Dubais, Burj-Khalifa, mit einer Lasershow anleuchten. Das ganze Spektakel wurde gefilmt und anschließend gepostet. Auf ihrem YouTube-Kanal hat die Familie sieben Millionen Abonnenten, auf Instagram folgen ihnen 2,6 Millionen.

Das Paar wusste eigenen Angaben zufolge bis zu dem Event selbst nicht, welches Geschlecht ihr Baby haben würde.

Als das Hochhaus schließlich blau leuchtet, ist die Freude groß. Familie und Freunde feierten die Neuigkeit gemeinsam, die ein oder andere Träne wurde vergossen. Satte 95.000 Dollar kostete die Show. Wer sie gezahlt hat, ist unklar.

Scharfe Kritik in den sozialen Medien

Doch die Reaktionen in den sozialen Medien waren nicht nur freudig.

Neben den vielen Glückwünschen gab es auch kritische Stimmen. Eine Userin twitterte: "Leute geben irre viel Geld für eine 'Gender Reveal'-Party aus, kurz nachdem eine solche halb Amerika in Brand gesteckt hat... Das entspricht Dubai mehr als alles andere."

Ein Nutzer kommentierte beispielsweise: "In einer Zeit, in der Menschen ihr Leben, ihren Job und all das verlieren, so eine Gender Reveal-Party zu machen. (...) Da hätte ich mir mehr Rücksicht gewünscht." Er verwies auf den Krieg in Syrien, die Explosion im Libanon und die Corona-Krise auf der ganzen Welt.

Eine andere Person kritisierte, das syrisch-kanadische Paar hätte mit dem Geld auch die vom Krieg betroffenen Bürger in Syrien unterstützen können: "Was ist mit den Menschen in Syrien? Könnt ihr auch etwas Gutes für sie tun? Könnt ihr auch eine schöne Nachricht gegen deren Leiden senden? Ich bin sicher, das wird viel weniger kosten."

Auf Twitter kommentierte ein Nutzer: "Anstatt Geld aus dem Fenster zu werfen, hätte man stattdessen für eine würdige Sache für Kinder spenden können (...) Ich will nicht lügen, ich bin empört."

(lau)

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