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Kasia Lenhardt verstarb vor rund zwei Wochen. instagram/ kasia lenhardt

Tod von Kasia Lenhardt: Rechtsmediziner klärt über Obduktionsergebnis auf

Am 9. Februar ist Kasia Lenhardt mit nur 25 Jahren gestorben. Die Polizei gab kurz nach dem Todesfall bekannt: "Es gab gestern gegen 20.30 Uhr einen Einsatz der Polizei in Charlottenburg wegen des Verdachts eines Suizides. Es wurde eine leblose Person in der Wohnung aufgefunden. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nicht vor."

Zuvor geriet die ehemalige "GNTM"-Kandidatin in die Schlagzeilen, weil Fußballspieler Jérôme Boateng eine Woche zuvor die Trennung der beiden verkündet hatte. Vorwürfe in beide Richtungen wurden bekannt, auch die frühere Partnerin des Fußballspielers mischte sich ein. Nach Kasias Tod wurde im Netz besonders die Forderung nach einer lückenlosen Aufklärung der Todesumstände laut.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde eine Obduktion der Leiche durchgeführt. Nun nahm der zuständige Rechtsmediziner Michael Tsokos Stellung zu dem Ergebnis und wehrte sich auf Instagram gegen Vorwürfe, die seine Arbeit betreffen.

Rechtsmediziner wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Leiter der Rechtsmedizin der Berliner Charité erklärte zunächst, dass die Berliner Staatsanwaltschaft festgestellt hat, dass die Obduktion von Kasia Lenhardt keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden ergeben habe. "Das heißt, sie ist nicht umgebracht worden", stellte Tsokos klar. Und weiter:

"Immer wieder ist in den letzten Tagen in den sozialen Netzwerken kolportiert worden, sie wäre umgebracht worden und dass die Obduktion und die weiteren Untersuchungen in der Rechtsmedizin nicht sauber abgelaufen seien. Und das ist auch der Grund, warum ich mich hier in Abstimmung mit der Berliner Staatsanwaltschaft zu Wort melde."

Im Anschluss daran erklärte der Arzt, wie die Obduktion abgelaufen sei und zwar "nicht allein im stillen Kämmerlein". Nach Strafprozessordnung seien immer zwei Obduzenten vorgeschrieben, es sei ein Sektionsassistent dabei und in diesem Fall sei auch noch eine Vertreterin des Berliner Landeskriminalamtes, neben diversen Mitarbeitern der Rechtsmedizin, bei der Obduktion im Obduktionssaal anwesend gewesen.

Der Professor sei jetzt seit 25 Jahren im Bereich der Rechtsmedizin tätig und aus diesem Grund wären die Unterstellungen, die er und seine Mitarbeiter in den vergangenen Tagen in den sozialen Netzwerken teilweise lesen mussten, ziemlich erbärmlich. Er teilte dazu weiter mit:

"Dass wir korrupt seien, käuflich seien, dass wir unsere Gutachten nicht nach bestem Wissen und Gewissen erstatten würden. Das trifft einen ziemlich hart, gerade, wenn man das so lange macht und sich diesem Fach der Rechtsmedizin so verschrieben hat."

Tsokos betonte zudem: "Ein funktionierender Rechtsstaat ist immer abhängig von einer objektiven und nach neuesten wissenschaftlichen Gesichtspunkten arbeitenden Rechtsmedizin. Und das ist in Deutschland tatsächlich der Fall." Daher meinte der Professor schließlich:

"Es kann sich jeder darauf verlassen, dass die Obduktion von Kasia Lenhardt unabhängig und gewissenhaft durchgeführt wurde und die Ergebnisse völlig transparent und unverfälscht auch an die Staatsanwaltschaft kommuniziert wurden."

Zum Abschluss gab der Rechtsmediziner noch einen Hinweis, wie mit dem Tod von Kasia umgegangen werden sollte: "Der Tod, das wird sich jeder vorstellen können oder hat das schon erlebt, der Tod eines nahen Angehörigen ist für die Familie unheimlich schmerzhaft. Gerade, wenn es sich um so einen jungen Menschen handelt. Aber noch schlimmer sind Gerüchte und Gerede. Deshalb mein Hinweis als Rechtsmediziner mit 25 Jahren Erfahrung: Manchmal muss man die Toten einfach ruhen lassen."

Wenn du jemanden kennst, der Suizidgedanken hat oder selbst welche hast

Bestimmte Dinge beschäftigen dich im Moment sehr? Du hast das Gefühl, dich in einer ausweglosen Situation zu stecken? Wenn du dir im Familien- und Freundeskreis keine Hilfe suchen kannst oder möchtest – hier findest du einige anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichst du rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen du über deine Sorgen und Ängste sprechen kannst. Auch ein Gespräch via Chat oder E-Mail ist möglich.

Kinder- und Jugendtelefon: Der Verein "Nummer gegen Kummer" kümmert sich vor allem um Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 116 111.

Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Bei MuTeS arbeiten qualifizierte Muslime ehrenamtlich. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch.

Hier findest du eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland.

(iger)

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