Die Youtuberin Dagi Bee muss für ein kürzlich erschienenes Video viel Kritik einstecken.
Die Youtuberin Dagi Bee muss für ein kürzlich erschienenes Video viel Kritik einstecken. Instagram/ Dagi Bee

Dagi Bee entschuldigt sich nach Rassismus-Eklat: "Hätte ich besser wissen müssen"

16.02.2021, 17:19

Dagi Bee hat nicht nur auf Instagram mit über 6,3 Millionen Abonnenten eine riesige Fangemeinde. Auch auf Youtube haben sie fast vier Millionen Menschen abonniert. Seit mehr als neun Jahren ist sie besonders auf der Videoplattform kräftig im Geschäft und hat sich auch kurzerhand ein Make-up-Business aufgebaut. Ihre 16-jährige Schwester Leni Marie ist ebenfalls in das Influencer-Business eingestiegen und betreibt einen eigenen Youtube-Account.

Kürzlich veröffentlichten die beiden ein Food-Video mit dem Titel "Die Spicy Ramen Challenge". Für diesen Clip hagelte es nun Kritik. Rassismus-Vorwürfe wurden laut, weil Dagi sich darin sehr abfällig über den Geruch eines Geschäfts äußert, in dem sie für die Challenge eingekauft hatte. Das Video mit den Originalaussagen wurde mittlerweile gelöscht. Dagi nahm die Anschuldigungen nun zum Anlass, um sich auf Instagram für die Aufnahmen zu entschuldigen und klar Stellung zu beziehen.

Dagi Bee äußert sich zu Video

"Ich habe einen Fehler gemacht. Vor ca. einem Monat ist auf Lenis Kanal ein Youtube-Video erschienen, an dem ich beteiligt war", sagte sie zu Beginn des Posts. Bevor sie sich nun erkläre, möchte sich Dagi zuerst bei allen entschuldigen, die durch die von ihnen getätigten und veröffentlichten Aussagen verletzt, enttäuscht und beleidigt worden seien. Und weiter:

"Die Aussage über den Supermarkt stand unseres Empfindens nach niemals im Zusammenhang mit einer Kultur. Für uns hatte es dieselbe Bedeutung, als würde man über jeden beliebigen Supermarkt sprechen. Daher fiel es mir anfangs auch schwer, die aufkommenden Rassismus-Vorwürfe nachzuvollziehen, aber Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und diese ist berechtigt."

Die 26-Jährige betonte, dass Leni den Kommentar nicht böse meinte. Auch sie habe ihn in dem Moment nicht als beleidigend gegenüber einer Kultur aufgefasst. "Solche Vorwürfe lassen mich aber natürlich nicht kalt. Ich möchte niemanden diskriminieren und beleidigen, nicht bewusst und schon gar nicht unbewusst. Daher habe ich mich informiert und mich mit Betroffenen ausgetauscht", so Dagi. Das Problem dabei sei, dass Kommentare genau dieser Art das seien, was man unter Alltagsrassismus verstehe:

"Die Erkenntnis war schockierend für mich, denn ich sehe mich nicht als Rassistin, sondern ganz im Gegenteil sogar als Anti-Rassistin."
Dagi Bee äußert sich zu den Rassismus-Vorwürfen.
Dagi Bee äußert sich zu den Rassismus-Vorwürfen.Bild: Instagram/ Dagi Bee

Dennoch gab Dagi zu: "Der Kommentar war respektlos und verletzend, vor allem für diejenigen, die schon lange mit Vorurteilen und Klischees wie diesem zu kämpfen haben." Dies hätte die Influencerin in ihrer Position und mit ihrer Reichweite besser wissen müssen. Dafür entschuldigte sie sich zum Schluss.

Dagis Schwester entschuldigt sich auch

Ihre Schwester veröffentlichte auf Instagram ebenfalls ein Statement zu dem Rassismus-Eklat. Leni erklärte: "Das Video ist nicht mehr online zu finden, nicht, weil ich das Thema unter den Teppich kehren will, sondern, weil ich niemanden verletzen möchte." Zudem sagte sie:

"Als ich über den Zustand des Landes gesprochen habe, stand das für mich nicht im Zusammenhang mit einer Kultur oder Nationalität. Für mich hatte es keine andere Bedeutung, als würde ich über einen beliebigen Supermarkt sprechen. Aber das ist genau das Problem, dass das Bewusstsein dafür fehlt. Der Kommentar war rassistisch, das weiß ich jetzt."
Leni Marie bezieht ebenfalls Stellung.
Leni Marie bezieht ebenfalls Stellung.Bild: Instagram/ Leni Marie

Die 16-Jährige sagte, sie habe das Glück gehabt, die Situation von einer Freundin, deren Eltern aus Afrika stammen, erklärt zu bekommen. "Sie hat mir erklärt, wie häufig sie, ihre Familie und auch Freunde von anderen gehänselt wurden aufgrund von Klischees, eines fremden Geruchs durch andere, eher unbekannte Gewürze." Zukünftig werde sie mehr darauf achten, sensibler zu sein und ihre Sprache und ihr Handeln zu reflektieren.

(iger)

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