Lena Meyer-Landrut.
Lena Meyer-Landrut.Bild: instagram/lenameyerlandrut

Lena Meyer-Landrut richtet Botschaft an alle, die sie für freizügige Fotos kritisieren

25.07.2019, 10:32

Wer in sozialen Netzwerken im Licht der Öffentlichkeit steht, spürt leider auch die Schattenseiten dieses Lebens. Hasskommentare und Anfeindungen stehen an der Tagesordnung. Und leider ist es auch heutzutage noch immer so, dass vor allem Frauen häufig dafür kritisiert werden, wie sie sich und ihren Körper zeigen. Das bekommt auch Lena Meyer-Landrut immer wieder zu spüren, die mittlerweile fast drei Millionen Followern auf Instagram hat.

Am Dienstag postete die Sängerin auf Instagram ein Schwarzweiß-Spiegelselfie aus dem Bad mit einer Botschaft, für die sie bereits über 170.000 Likes bekommen hat. Lena zitiert in dem Post eine Passage aus einem Beitrag von Emily Ratajkowski, den das Model bereits 2016 im feministischen Magazin lennyletter.com veröffentlichte.

Emily Ratajkowski.
Emily Ratajkowski.Bild: imago images / APress

Das ist Ratajkowskis Beitrag, den Lena Meyer-Landrut zitierte:

"Ich bereite mich täglich auf meine vielen Rollen im Leben vor – Student, Model, Schauspielerin, Freundin, Tochter, Geschäftsfrau. Ich schaue mir mein Spiegelbild an und sehe meine eigenen Augen. Ich höre die Stimmen, die mich warnen, nicht die falsche Botschaft zu senden. Doch was ist diese Botschaft genau?

Die Implikation ist, dass sexuell zu sein trashig ist, weil Sexualität bedeutet, die Wünsche der Männer zu erfüllen. Für mich ist 'sexy' eine Art von Schönheit, eine Art von Selbstdarstellung, eine, die gefeiert werden soll, eine, die wunderbar weiblich ist. Warum muss die Implikation sein, dass Sex eine Sache ist, die Männer von Frauen bekommen und Frauen aufgeben?

Die meisten jugendlichen Frauen werden durch Pornos oder Photoshop-Bilder von Prominenten an 'sexy' Frauen herangeführt. Ist das das einzige Beispiel für eine sexuelle Frau, das wir den jungen Frauen unserer Kultur bieten können? Wo können Mädchen hinschauen, um Frauen zu sehen, die Ermächtigung finden, zu entscheiden, wann und wie sie sexuell sein oder sich fühlen sollen? Auch wenn die Sexualisierung durch den Blick der Gesellschaft erniedrigend ist, muss es einen Raum geben, in dem Frauen noch sexuell sein können, wenn sie sich dafür entscheiden."

Hier der komplette Post von Lena Meyer-Landrut mit dem englischen Originalzitat von Ratajkowski:

(as)

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