Riccardo Simonetti musste jetzt Kritik einstecken.
Riccardo Simonetti musste jetzt Kritik einstecken.Bild: imago images / FuturexImage

Nach Werbe-Kampagne: Ricardo Simonetti heftig kritisiert

19.05.2022, 15:33

Riccardo Simonetti ist LGBT*-Sonderbotschafter der EU, schrieb bereits Kinderbücher zum Thema Anders-Sein und erhielt schon mehrfach Auszeichnungen für sein Engagement für Akzeptanz und Toleranz. Sein neuestes Projekt geht jetzt aber dem einen oder anderen einen Schritt zu weit. Der Grund: Riccardo Simonetti bewirbt derzeit einen Smoothie mit dem Namen "Diverse Früchtchen".

Auf allen Kanälen wird seit Anfang Mai eine neue Smoothie-Reihe gepusht: Magazin-Cover, Online-Videos, Social-Media, aber auch große Poster lenken die Aufmerksamkeit auf den Frucht-Mix. Das Ziel der Kampagne: Durch eine bunte und vielfältige Frucht-Mischung in der Flasche die Sichtbarkeit von queeren Menschen zu unterstützen. Wer den Drink probiert, setzt ein Zeichen für Gleichberechtigung, verkündet Simonetti im Werbespot.

Sascha Heyna macht seinem Ärger Luft

Doch die groß angelegte Kooperation ruft nicht bei allen die erhoffte Reaktion hervor. TV-Journalist Sascha Heyna kritisiert nun die initiierte Marketingkampagne rund um Riccardo Simonetti. Heyna, der sein Coming-Out 2020 im "Big-Brother"-Container feierte, äußert auf Instagram seinen Unmut darüber: "Du hast dein Schwulsein zum einträglichen Geschäftsmodell gemacht und mit einer permanenten Opferhaltung die maximale Aufmerksamkeit erzielt." Und weiter: "Was präsentierst du uns morgen? Schwule Autoreifen? Lesbische Einkaufstaschen?"

Es ist nicht das erste Mal, dass die TV-Persönlichkeit den Influencer kritisiert. Denn bereits 2019, Simonetti flog zu diesem Zeitpunkt in den Urlaub nach Dubai, empörte sich der Ex-"Big-Brother"-Kandidat über den Trip. Der Grund: In den Arabischen Emiraten steht auf Schwulsein noch immer die Todesstrafe. Für Heyna steht fest: Riccardo Simonettis "Aktivismus hört also offenbar da auf, wo es um private Einschränkungen geht".

Simonetti reagiert enttäuscht

Es sind schwere Anschuldigungen, mit denen sich der 29-Jährige konfrontiert sieht. Auf Nachfrage von RTL, was der Influencer zur vermeintlichen Kommerzialisierung seiner Sexualität zu sagen hat, entgegnet sein Management, dass "die Entscheidung, queere Themen sichtbar zu machen und gleichzeitig einen guten Zweck zu unterstützen", eine bewusste sei.

Des Weiteren wurde darauf verwiesen, dass es sich bei Simonetti nicht um einen Politiker handelt, sondern um einen "Entertainer, Autor und Model", der sich durchaus aktivistisch einsetzte. Er könnte also demnach auch Kooperationen ohne jegliche Art von gemeinnütziger Unterstützung annehmen. Mit der Smoothie-Werbung entschied er sich aber für Charity-Faktor, denn für jede verkaufte Flasche spendet der Kooperations-Partner 10 Cent an die Riccardo Simonetti Initiative. Der Verein setzt sich für marginalisierte Menschengruppen ein.

Für Riccardo Simonetti ist es gewiss nicht das erste Mal, dass er sich einer solchen Kritik stellen muss. "In diesem konkreten Fall ist es allerdings besonders unerfreulich", kommentiert sein Management. Denn es handele sich um ein trauriges Beispiel dafür, "dass auch innerhalb der LGBTQ*-Community permanent nach Fehlern gesucht wird."

(ckh)

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