Oliver Pocher zeigt mit einer eigenen Video-Aktion, was er von #allesdichtmachen hält.

Oliver Pocher zeigt mit einer eigenen Video-Aktion, was er von #allesdichtmachen hält. Bild: Oliver Pocher/instagram

Oliver Pocher reagiert auf #allesdichtmachen – mit eigener Marathon-Aktion

Mit einer großangelegten Internetaktion sorgten am Donnerstag rund 50 Schauspieler aus Film und Fernsehen für Aufsehen. Die Clips von Prominenten wie Ulrich Tukur, Volker Bruch, Ulrike Folkerts oder Jan Josef Liefers sind überwiegend in einem ironisch-satirischen Ton gehalten und haben Kritik an den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zum Gegenstand. In sozialen Medien provozierten die Statements unter dem Hashtag #allesdichtmachen sofort eine Flut an Reaktionen.

Umgehend traten auch starke Gegenstimmen auf den Plan: Elyas M'Barek, Nora Tschirner, Christian Ulmen und weitere Stars positionierten sich klar gegen ihre Kollegen aus der Branche. Medienjournalist Stefan Niggemeier beispielsweise brachte die Inhalte zudem direkt mit der Querdenkerbewegung in Verbindung.

Oliver Pocher meldete sich ebenfalls zu Wort. Er will sich anscheinend aber nicht mit einer einmaligen Kritik an #allesdichtmachen begnügen, sondern wird vielmehr selber kreativ. Noch in der Nacht zum Freitag kündigte er bei Social Media eine eigene Aktion an, die er nun in die Tat umsetzt.

Pocher schießt gegen #allesdichtmachen

Um kurz nach Mitternacht verkündete der 43-Jährige zunächst bei Twitter: "Hallo, mein Name ist Oliver Pocher (Vollidiot) und ich bin Schauspieler (Vollidiot). Ich werde morgen jede Stunde ein Parodievideo zu #allesdichtmachen drehen, bis der Lockdown beendet ist."

Gegen Freitagmittag folgte dann auch tatsächlich der erste Clip zur angekündigten Reihe. Dieser ist mehr oder weniger im Stil der #allesdichtmachen-Beiträge aufgenommen, nimmt sie aber seinerseits aufs Korn. Pocher hält starr eine Kaffeetasse in der Hand und beginnt:

"Ich bin Oliver Pocher, Vollidiot, Schauspieler. Außerdem war ich der Aufzug-Geist in 'Hui-Buh', der Kaufhausdetektiv in 'Hanni & Nanni', der Spiegel in '7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug' und der Verschwörungstheoretiker Sturmi in 'Alarm für Cobra 11'."

Weiter heißt es: "Ich mache mir Gedanken. Gedanken, warum ich eine Kaffeetasse in der Hand habe, obwohl ich gar keinen Kaffee trinke. Was das Ganze mit Corona zu tun hat (...), da kann ich mir ja demnächst noch mal Gedanken zu machen", spielt er auf den in seinen Augen wohl nur vorgeblichen Tiefgang der #allesdichtmachen-Kampagne an. Und dann ist es nach knapp einer Minute auch schon wieder vorbei.

Kurze Zeit später legte Pocher auch schon nach und lud einen weiteren Kurzclip hoch. Nun trägt er eine Brille und begrüßt die Zuschauer mit den Worten: "Ich bin Oliver Pocher, Schauspieler, und habe mir jetzt GEMA-freie Klaviermusik besorgt. Denn mit GEMA-freier Klaviermusik aus dem Internet wirken alle Sachen, die ich sage, noch viel dramatischer."

Wendler und Hildmann kriegen ihr Fett weg

Seitenhiebe bleiben in der Fortsetzung außerdem nicht aus. So stichelt Pocher: "Ich habe Attila Hildmann getroffen und ein bisschen durch die Telegram-Gruppe von Michael Wendler gestöbert. Da sind mir viele Sachen aufgefallen. Aber ich habe keine Angst mehr, was zu sagen. Das letzte Mal, als ich dicht gemacht habe, war das mit Michael Wendler an der Tischtennisplatte, und das macht mir Angst."

Pocher nutzt die Gelegenheit auch, um gegen Wendler und Hildmann auszuteilen.

Pocher nutzt die Gelegenheit auch, um gegen Wendler und Hildmann auszuteilen. Bild: Oliver Pocher/instagram

Pocher ist es also wirklich ernst mit seiner Ankündigung. Einen Hinweis gibt bereits der Hashtag #JedeStundeEinVideo, mit dem die Beiträge versehen sind. Seine Fans dürfte es in jedem Fall freuen. Ob er tatsächlich bis zum Ende des Lockdowns durchzieht, ist aber zweifelhaft.

(ju)

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