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Graffiti von Eme Freethinker im Mauerpark zum Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen Polizistenin Minneapolis. Berlin, 01.06.2020 *** Graffiti by Eme Freethinker in Mauerpark on the death of the African-American George Floyd by a female police officer Minneapolis Berlin, 01 06 2020 Foto:xF.xKernx/xFuturexImage

George Floyd: Er starb im Zuge von Polizeigewalt in den USA. Bild: imago images / Future Image

"Blackout Tuesday": Promis protestieren mit schwarzem Bild auf Instagram

Vergangene Woche starb George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis. Einer von vier beteiligten Beamten hatte fast neun Minuten lang sein Knie in den Nacken des Afroamerikaners gedrückt. Alle Bitten von Floyd, ihn atmen zu lassen, ignorierte er. Die vier Polizisten wurden daraufhin entlassen. Der weiße Ex-Polizist, der Floyd sein Knie in den Nacken drückte, wird wegen Mordes angeklagt und sitzt in Untersuchungshaft.

Nach dem grausamen Vorfall wurde nicht nur in den USA eine große Protestwelle losgetreten. Auf der ganzen Welt wird die Tat auf das Schärfste verurteilt. Auch in den sozialen Netzwerken melden sich zahlreiche Promis zu Wort und posten Solidaritätsbekundungen mit dem Opfer. Nun wurde als Zeichen gegen Rassismus ein ganz besonderer Hashtag initiiert: der #blackouttuesday.

Die sozialen Netzwerke verstummen

Eigentlich sind auf den Kanälen der Stars und Sternchen lebenslustige Schnappschüsse aus ihrem Alltag zu sehen. Jetzt ist vorerst damit Schluss – zumindest am Dienstag. Denn unter dem Hashtag #blackouttuesday gilt es, keine Selfies, keine Werbung oder Ähnliches zu posten. Stattdessen bleibt an diesem Tag alles schwarz. Die Welt soll still stehen. Viele Promis veröffentlichen einen Beitrag mit einer wichtigen Botschaft, nämlich die Stimme gegen Rassismus zu erheben.

Zudem wird auch "The show must be paused" verwendet, was so viel heißt wie: Die Show muss pausieren. Diese Bewegung soll zeigen, dass vor allem Künstler eine Sendepause einlegen und zusammen mit der Community eine Einheit bilden. Brianna Agyemang und Jamila Thomas, beide in der Musikbranche tätig, haben die Aktion ins Leben gerufen. Die Musikindustrie soll vor allem "die schwarze Gemeinschaft beschützen und stärken", heißt es.

Doch auch Promis aus anderen Bereichen wie Sportler, Designer oder Schauspieler haben sich zahlreich der Protestwelle angeschlossen und versuchen mit ihrer Reichweite ein Zeichen gegen Rassismus, Polizeigewalt und die Ungerechtigkeit zu setzen.

(iger)

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