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Scratched glass surface. Black and white

2Guido", "Barbara", "JWD." und "Boa" – nur einige der Personality-Magazine. Bild: iStockphoto

Print ist tot, der Personenkult lebt – immer mehr Stars haben ihr eigenes Magazin

Print ist tot – so hallt es durch die Flure von Redaktionen und Journalistenschulen. Zeitungen und Zeitschriften überbieten sich mit Hiobsbotschaften um Auflagen- und Anzeigenverluste. Was aber alles andere als tot ist, ist der Personenkult um Stars. Und so haben Verlage ein neues Geschäftsfeld entdeckt: Personality-Magazine. Stars werden ihre eigenen Magazine gegeben, in denen sie auch redaktionell wirken können.

Selbst die 23-jährige Fitness-Influencerin Sophia Thiel bekam ihr eigenes Heft. Das wurde allerdings eingestellt, nachdem sie erklärte, dass sie sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen wolle. Nicht alle Personality-Magazine sind also ein gutes Investment für die Verlage. Wir haben uns mal angeschaut, wie es bei den Magazinen läuft.

Barbara Schöneberger – "Barbara"

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Der Boom der Personality-Magazine begann mit Gruner + Jahrs "Barbara". Mit der Fernsehmoderatorin und Sängerin Barbara Schöneberger gab der Verlag ein Frauen-Magazin heraus, das deren lakonische Art auf gedruckten Seiten transportierte. Schöneberger selbst agiert als "Editor in Large". Das bedeutet, sie arbeitet aktiv in der Redaktion mit und führt zum Beispiel Interviews.

Der Verlag war so überzeugt von "Barbara", dass es das erste Heft 350.000 Mal in Druck gab. Immerhin hält sich das Magazin schon dreieinhalb Jahre, auch wenn die Druckauflage im Januar 2019 noch etwa 220.000 Exemplare betrug.

Besonders bekannt ist die Zeitschrift für die ausgefallenen Cover. Dass Schöneberger und ihre Redaktion auch übers Ziel hinausschießen, zeigte das Cover der 33. Ausgabe. Die Moderatorin posierte darin mit einen Fatsuit, was für viel Kritik sorgte.

Joko Winterscheidt – "JWD."

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Unter dem Titel "JWD.", was an Journalistenkürzel angelehnt ist und für "Joko Winterscheidts Druckerzeugnis" steht, lancierte Gruner + Jahr im April 2018 "kein normales Männermagazin". Als "Editor at very Large" gibt der Fernsehmoderator Koch- und Traveltipps und begibt sich als Reportage-Protagonist in nicht alltägliche Situationen. Klingt vom Konzept her nach einem Joko-und-Klaas–ProSieben-Format minus Klaas und gedruckt.

Das Magazin bekam gute Kritiken, doch wer die Zielgruppe ist, scheint noch nicht so klar. "JWD." ging mit 200.000 Exemplaren in den Druck und sollte zehn Mal im Jahr erscheinen. Mittlerweile gibt der Verlag eine verkaufte Auflage von 50.000 an und das Magazin erscheint nur noch acht Mal im Jahr.

Jérôme Boateng – "BOA"

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Im Sommer 2016 wollte noch so ziemlich jeder Bundesbürger entgegen der Einschätzung von AfD-Chef Gauland Nachbar von Jérôme Boateng sein. Im Mai 2019 ist Boateng kein Nationalspieler mehr, bei Bayern München auf Wechselkurs und glänzt eher durch Trollerei.

Die Release-Party der zweiten Ausgabe seines Lifestyle-Magazins "BOA" setzte er im Münchner P1 an, direkt nach dem Spitzenspiel gegen Dortmund, was Uli Hoeneß mit der Aussage "Schwachsinn" quittierte.

Die Zeit ist vielleicht nicht die beste für ein Boateng-Magazin. Der Inhalt des Hefts ist allerdings doch sehr interessant: Es verknüpft Lifestyle und Gesellschaftpolitik. In der ersten Ausgabe spricht Boateng mit Herbert Grönemeyer über Rassismus in Deutschland. Gleichzeitig gibt er auch in "Pick it like Boa" Shopping-Tipps, die aber eher im Preis-Segment eines Profifußballers spielen. Darin befinden sich auch drei Produkte, auf denen Boatengs Name steht.

Presserechtlich ist das mehr als bedenklich, denn eine Kenntlichmachung, dass es sich hier um Werbung handelt, gibt es nicht.

Guido Maria Kretschmer – "Guido"

Cover GUIDO 01/2018. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/132522 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe:

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Auch dem Magazin des Modemachers Guido Maria Kretschmer wurde Schleichwerbung vorgeworfen. So fand sich in den redaktionellen Seiten der Dezember/Januar-Ausgabe von "Guido" ein Mantel, den der Modemacher für einen Versandhandel entworfen hat.

Die "Guido" war dennoch von Beginn ein Erfolg. Über 200.000 Mal verkaufte sich die erste Frauen-Zeitschrift mit einem Mann auf dem Cover.

Johann Lafer – "Lafer"

Das neue Genießermagazin des Jahreszeiten Verlag mit Johann Lafer. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/13146 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe:

Bild: obs

Die Beliebtheit deutscher Fernsehköche erkannte auch der Hamburger Jahreszeiten Verlag (Jalag). Die statteten den Starkoch Johann Lafer mit einem Kochmagazin mit 40 seiner Rezepte und feuilletonistischen Texten übers Kochen. Jalag will mit dem Titel weiterhin ins journalistische Premium-Segment.

Daniela Katzenberger – "Daniela"

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Von Premiumsegment kann bei der "Katze" nicht wirklich gesprochen werden. In der "Daniela" geht es ausschließlich um das Leben des Reality-TV-Stars. Auf dem Cover der ersten Ausgabe gibt es folgende Stories: "Mein Look", "Ich verrate dir alles über unsere verrückte Liebe" oder "So wirst du zur Katze". In der ersten Ausgabe von "Daniela" sollen 96 Bilder von Katzenberger zu sehen sein. Ups.

Eckart von Hirschhausen – "Gesund Leben"

Cover DR. v. HIRSCHHAUSENS STERN GESUND LEBEN 01-18. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/129167 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe:

Bild: obs

Wie erfolgreich das Konzept des Personality-Magazins sein kann, zeigte sich mit der Gruner-und-Jahr-Publikation "Gesund Leben" in der "Stern"-Familie. Das kränkelnde Sparten-Magazin wurde mit dem Fernseharzt Eckart von Hirschhausen als Patron neu gelauncht und zack, musste Gruner + Jahr die erste Ausgabe nochmal nachdrucken, weil sie so schnell vergriffen war.

Birgit Schrowange – "Birgit"

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Im Herbst 2017 überrascht RTL-Moderatorin Birgit Schrowange alle, als sie plötzlich selbstbewusst und ungefärbt ihre grauen Haare zur Schau stellte. Sie erklärte damit auch optisch, dass sie zu 50+ gehört, dass das Leben aber eben noch lange nicht vorbei sein muss.

Das soll auch ihr Magazin "Birgit" transportieren, was das Nachfolge-Heft der Frauenzeitschrift "Lust auf mehr" ist. Darin wirkt sie auch als "Editor at Large" mit und erklärt, wie man sich mit Ü50 verlieben kann oder mit Pilates fit bleibt.

Philipp Westermeyer – "Philipp"

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Philipp wer? Den Meisten wird der Name Philipp Westermeyer nichts sagen, dafür ist er in der Marketing-Welt ein großer Name. Der Digital-Experte gründete das Festival "Online Marketing Rockstars" und hat nun auch sein eigenes Magazin mit seinem eigenen Namen.

Das Magazin erscheint unter dem Dach des "Hamburger Abendblatts" und kostet neun Euro für gut 30 Seiten. Ob ein gedrucktes Magazin über Digitales funktionieren kann? Beim "wired"-Magazin funktionierte das zwar inhaltlich, wirtschaftlich allerdings nicht.

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