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Marion Heinen wurde bei "WWM" nicht zur beliebtesten Kandidatin gewählt. bild: screenshot rtl

"Wer wird Millionär?": Kandidatin nervt Zuschauer, Jauch hilft ihr trotzdem

Dirk Krampitz

Die meisten Kandidaten, die es zu Günther Jauch auf den Ratestuhl schaffen, sind aufgeregt. Marion Heinen aus Brühl in NRW ist es nicht. Oder die Außendienstmitarbeiterin in einem Kosmetikunternehmen versteckt es unter viel rustikalem Witz. "Unglaublich, dass Sie mich endlich kennenlernen", sagt sie zu Jauch, als sie Platz nimmt. Und fordert sogleich: "Ich brauche was, wo ich mein linkes Bein raufstellen kann." Und als sie für 4000 Euro erraten hat, dass "monochrom" für "einfarbig" steht (und nicht für einsprachig, einsitzig oder einfältig), sagt sie Jauch, dass sie ihn "gern mal umstylen" würde. Er habe ja "Anzüge von Frank-Walter Steinmeier an". Jauch gespielt empört: "Bei allem Respekt vor Frank-Walter Steinmeier – das ist jetzt 'ne Frechheit."

Das Geplänkel geht noch ein bisschen hin und her und Jauch stichelt zurück in Richtung der in Leo-Muster gewandeten Kandidatin, dass ihr "der Leopard wunderbar steht". Auch sonst läuft es gut für die Kandidatin. Erst bei der 64.000er-Frage kommt Marion Heinen dann doch ins Schwimmen: "John Bonham, der die Rolling-Stone-Liste der besten 100 besten Schlagzeuger anführt, war Mitglied welcher Band?" Ist es a) Deep Purple b) The Who c) The Police oder d) Led Zeppelin. Sie fragt das Publikum. Jeweils die Hälfte stimmt für Deep Purple und Led Zeppelin.

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Günther Jauch bekam es am Ostermontag mit einer frechen Kandidatin zu tun. bild: screenshot rtl

"Ich sach Deep Purple – weil Deep Purple hat viel größere Erfolge gehabt." Mit dieser Antwort wäre sie eigentlich raus. Doch Jauch scheint einen Narren an seiner störrischen Kandidatin gefressen zu haben und interveniert. Sie reagiert jovial genervt. "Herr Jauch, ich bin gewohnt, dass Männer das machen, was ich sage."

"WWM"-Kandidatin muss singen

Aber Jauch bringt das Gespräch erstmal weg von der Entscheidung und fordert sie auf, etwas zu singen, was sie mag. "Brummense doch mal was an." Nun ist im Fernsehen nur das wenigste spontan. Und so kommt passend aus der Konserve das Playback zu "Ich will keine Schokolade ich will lieber einen Mann" und dazu schmettert sie ordentlich mit. Danach fingert die Kandidatin sogar noch eine alte Autogrammkarte hervor – aus ihrer Zeit als "Liz Vegas" vor 20 Jahren. "Ich kann sie auch noch unterschreiben, wenn Sie wollen. Brauche ich Ihren Rücken", sagt sie zum Moderator und der stellt sich auch bereitwillig hin.

Nach dieser Pause setzt die Kandidatin doch noch den 50:50 Joker – und es bleiben "Led Zeppelin" und "The Police" als Antwortmöglichkeiten. Sie entscheidet sich für die richtige Antwort "Led Zeppelin" und damit sind 64.000 Euro ihre. Wie viel Geld sie denn bräuchte, will Jauch wissen: Die ganzen "2 Millionen" ist die Antwort. Ihre Pläne: Das Haus alle zwei, drei Jahre renovieren, einen Friseur-Salon für ihre jüngste Tochter, Unterstützung für ihre älteste Tochter, die gerade schwanger ist, das Haus braucht ein neues Dach, einen Gärtner, eine Kreuzfahrt nach New York machen, dort Shopping und Silvesterball mit Kleid, Schuhen und Designertasche.

Jauch hilft ihr zum zweiten Mal

Jauch ist erstaunt: "Die meisten Kandidaten, die ich frage, kriegen nicht zehn Prozent davon zusammen. Das sind ja 4,5 Millionen Euro!" Ganz so weit kommt Marion Heinen dann allerdings nicht mehr. "Wofür gilt der von Juristen so genannte 'Sichtbarkeitsgrundsatz'? (Fürs Impressum, Kirchturmuhren, Verkehrsschilde oder Zahnspangen)", lautet die 125.000-Euro-Frage. Die Kandidatin tippt erstmal auf "Impressum", und auch ihr Telefonjoker bestätigt sie darin. Aber Jauch fragt, ob sie wisse, dass im Beamtenjargon Bäume auch "überhängendes Großgrün" genannt werden. Sie versteht den Wink mit dem Zaunpfahl und entscheidet sich für die Verkehrsschilder.

Dankbarkeit? Eher nicht. "Oh Herr Jauch, jetzt kriege ich 'nen Prosecco!" Den bekommt sie, mehr aber nicht. Und bei der nächsten Frage nach der Standhitze (Zeit, in der die Hündin deckbereit ist) gibt sie auf und geht mit 125.000 Euro nach Hause. Publikumsliebling wurde sie mit ihrem Auftritt nicht.

Der Verlierer des Abends

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Christoph Stübinger hatte bei "WWM" mächtig Pech. bild: screenshot rtl

Christian Stübinger, Moderator bei Radio Hamburg und Stadionsprecher beim HSV, ist frischgebackener Vater. Er scheitert leider bereits an der 2000-Euro-Frage: "Sobald der Nachwuchs sitzen kann, nutzen viele Eltern den Buggy als die leichte zusammenklappbare Variante der …" a) der Limousine b) des Fünftürers c) des Sportwagens d) des SUV. Er entscheidet sich für den SUV, dann ändert er noch in Limousine und ignoriert sämtliche Hinweise von Jauch.

"Passen Sie mal auf, wir machen mal einen Strich, ich äußere mich zu diesem Gesamtunsinn, den Sie geäußert haben gar nicht mehr. Ich gebe Ihnen nur einen Rat, Sie nehmen irgendeinen Joker", versucht es der Moderator gutmütig. Macht er aber nicht. Am Ende sagt Jauch: "Sie spielen wie der HSV." Stübinger kleinlaut: "Den konnten Sie sich nicht verkneifen." Er geht mit 1000 Euro und allen Jokern nach Hause.

Er hat mit Kai Pflaume studiert

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Dirk Krause erspielte 125.000 Euro. bild: screenshot rtl

Der IT-Developer Dirk Krause kommt aus der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, südlich von Berlin. Er hat in Magdeburg mit dem heutigen TV-Moderator Kai Pflaume Informatik studiert. Pflaume habe ihm bei Mathe geholfen, erzählt er. Übers wilde Studentenleben will er dagegen nichts verraten: "Das ist doch zu privat."

Er schafft es relativ locker bis zur 250.000-Euro-Frage. "Wie viele ihrer Kinder brachte Elisabeth II. zur Welt, nachdem sie zur Queen gekrönt worden war?" Nur eins, zwei, drei, alle vier? Der Kandidat weiß es nicht. Und fragt seine Mutter als Telefonjoker. Die weiß es leider auch nicht. Der 50:50 Joker lässt "eins" oder "zwei" übrig. Er geht auf Nummer sicher, bricht ab und daher mit 125.000 Euro nach Hause. Mit seinem Gewinn wird er ein Whirlpool auf sein Flachdach bauen.

Die Kampfpilotin mit der Eichhörnchenfalle

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Auch Nicola Baumannn versuchte sich am "Zocker Special". bild: screenshot rtl

Als Letzte steigt Nicola Baumannn, Ingenieurin für Luft- und Raumfahrttechnik aus München und ehemalige Kampfpilotin bei der Bundeswehr, auf den Ratestuhl. Bei einer Frage zum Fasten verrät sie, dass sie bei der Truppe gelernt hat, wie man Fische mit der Hand fängt und Fallen für Eichhörnchen baut. Da sei "viel Fleisch dran". Jauch orakelt prompt in Richtung Bundesverteidigungsministerin: "Frau Kramp-Karrenbauer, das wird jetzt ganz schwer für sie – 'Petition gegen Eichhörnchenfallen' – das wird sich im Netz viral entwickeln."

Die Bundeswehr hat die Kandidatin verlassen, weil zwar keine strikten Altersgrenzen mehr für Piloten gelten, aber offenbar schiebt man ab einem gewissen Alter doch eher Bürodienst. "Ich wollte lieber keinen Schreibtisch fliegen", sagt sie. An diesem Abend schlägt sie sich gut bis zur ungewöhnlich schweren 250.000-Euro-Frage: "Gryllteisten …" a) begeistern den Philatelisten b) verbinden Motor und Auspuff c) brüten an felsigen Küsten d) sorgen für unscharfe Fotos.

Nicola Baumannn setzt den Gesamt-Publikumsjoker und keiner traut sich, eine Antwort zu geben. Jauch ist fassungslos: "Das gab's noch nie – keiner hat was gedrückt." Und auch ihr Schwiegervater als Telefonjoker, der sich mit Vögeln und Pilzen auskennt, weiß nichts. Die Ingenieurin gibt auf und geht mit 125.000 Euro nach Hause. 120.000 gehen davon für den kommerziellen Hubschrauberflugschein drauf – bleiben noch 5000 als Anzahlung für den Dodge Ram, den sich ihr Mann wünscht, der auf große Autos steht.

Grylltheisten sind übrigens regelmäßige Gast-Vögel, an den Küsten der Ost- und auch Nordsee.

"Euer Fehler wird mich für immer verfolgen": "DSDS"-Finalist von Schummel-Vorwürfen entsetzt

Die 18. Staffel von "DSDS" hat für jede Menge Wirbel gesorgt. Zuletzt war es vor allem Dieter Bohlens Aus als Chefjuror, der für Aufsehen sorgte – und das kurz vorm Halbfinale. In den ausstehenden Live-Sendungen fehlte der Poptitan krankheitsbedingt dann auch noch gänzlich und wurde von Thomas Gottschalk vertreten. Nicht nur für die Zuschauer ein ziemliches Hin und Her, sondern auch für die Kandidaten. Doch die hatten kurz vor dem Finale noch ganz andere Sorgen. Schummel-Vorwürfe machten …

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